Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
13.493 Ratgeber, 2.347.261 Forenbeiträge, 254.709 Rechtsberatungen
611.273
Registrierte
Nutzer

Chef will Urlaub verbieten

13. März 2013 Thema abonnieren
 Von 
Pemac
Status:
Beginner
(78 Beiträge, 87x hilfreich)
Chef will Urlaub verbieten

Meine Frage:
Mein Mann wurde bereits im November darauf hingewiesen, dass er bis Dezember 2012 seine Urlaubstage fürs kommende Jahr 2013 angeben soll. Das hat er fristgerecht getan und bis zum heutigen Tage nichts mehr gehört. Bei seiner letzten Nachfrage wurde ihm erklärt "Wenn sie nichts gegenteiliges hören, ist der Urlaub genehmigt".
Nun, Mitte März, nachdem der Urlaub im Juni gebucht und bezahlt ist, gibt es lange Gesichter. Der Chef überlies seinem leitenden Angestellten das "Urlaubsmanagement" und war nun erstaunt, dass mein Mann zu einer Zeit Urlaub hat, in dem er (der Chef) etwas anderes für ihn geplant hat.

Es könnte also sein, dass es hier nun zu Differenzen kommt.

Mein Mann hatte im letzten Jahr zweimal nachgefragt, ob sein Urlaub denn genehmigt sei, beide Male erhielt er die o.a. Antwort.

Andererseits hat mein Mann einen befristeten Arbeitsvertrag. Vor Ablauf der ersten Frist, mußte er seinen Resturlaub nehmen, sehr kurzfristig und saß dann halt allein zu Hause rum. Der Vertrag wurde jedoch verlängert. Nun will er natürlich nicht wieder Urlaub nehmen müssen, sondern wenigstens einen Urlaub (14 Tage) mit mir gemeinsam verbringen.

Ich persönlich halte eine solche Urlaubsregelung für unsinnig und finde, der AG sollte immer den Urlaub entweder schriftlich, oder auch mündlich bestätigen.
Leider funktioniert das nicht überall so, in diesem Betrieb schon mal gar nicht.

Was jetzt? Ich kann den urlaub nicht einfach umbuchen,auch weil mein eigener Urlaub genehmigt ist, der Flug bezahlt, usw. Ich würde auch die gesamte Urlaubsplanung in meinem Betrieb über den Haufen werfen. Wenn nicht, dann säße ich eben 2 Wochen zu Hause rum.

Alles nur, weil dem Chef jetzt grade mal danach ist und er sich ansonsten überhaupt nicht kümmert.

Bin wirklich dankbar für eine schnelle Antwort

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12309.07.2016 16:31:25
Status:
Junior-Partner
(5011 Beiträge, 2517x hilfreich)

Rechtlich gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder dem AG überzwugend klar machen, dass der Urlaub bereits zweimal genehmigt wurde und ein Verschiebung aus den genannten Gründen nicht in Frage kommt. Dann idealerweise die Genehmigung schriftlich geben lassen.

Oder: die Hilfe des Arbeitsgerichtes in Anspruch nehmen. Die Chancen dürften aus meiner Sicht für den AN gut sein. Es bleibt die Belastung des Arbeitsverhältnisses. Leider wollen die Arbeitsgerichte es so und nicht anders.

http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Urlaub.html#tocitem12

und folgende

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Pemac
Status:
Beginner
(78 Beiträge, 87x hilfreich)

Danke. Das Arbeitsgericht wollen wir möglichst außen vor lassen, es belastet die Arbeitsbeziehung nur, außerdem ist der Job nach wie vor befristet, aus welchen Gründen auch immer. Versteht man ja nicht immer unbedingt.

Sollte die Sprache also nochmals drauf kommen, dann wird er eine schriftliche Genehmigung bzw. Absage verlangen.
Das wird sicherlich nicht auf Freude stoßen, aber auch der AN sollte eine gewisse Planungssicherheit haben, auch im Privatleben. Ich denke, auch wenn die Firmenpolitik dahingehend ist, dass keine Absage eine Zusage bedeutet, darf man sich auch nicht wirklich wundern, wenn danach geplant wird. Schlimm genug.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
MarkusMa
Status:
Lehrling
(1223 Beiträge, 343x hilfreich)

> ""Wenn sie nichts gegenteiliges hören, ist der Urlaub genehmigt"."
Bis wann sollte/wollte der Chef dsich denn melden? Das könnte ja auch 1 Woche vorher sein ...

"schriftlich" hört sich bürokratisch an, Urlaub einfach per Mail beantragen und um kurze Bestätigung bitten.

-----------------
" "

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Pemac
Status:
Beginner
(78 Beiträge, 87x hilfreich)

Ja, das ist so ne Sache. Ich denke mal, dass ihm tatsächlich so eine Woche vorher eingefallen wäre. Aber auch so, werden wir diesen Urlaub antreten. Denn es kann nicht sein, dass man derart willkürlich mit sich verfahren läßt.

Per Mail beantragen geht nicht, da die Arbeit nicht am Schreibtisch stattfindet bzw. die einzelnen Mailadressen nicht bekannt sind.

Manche Jobs sind halt wirklich nur "Jobs" und gut dass sie befristet sind, da hält sich der Schaden in Grenzen, weil man tatsächlich innerlich längst gekündigt hat bzw. vorausschaut zum Ende des Vertrages.

Das ist nicht die erste Schikane, aber wird hoffentlich die Letzte sein. Danke nochmal für den Ratschlag.

-----------------
"Pemac2006"

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 230.556 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
94.959 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen