Chef zahlt vertraglich vereinbarte Stunden nicht.

12. Juni 2011 Thema abonnieren
 Von 
MissBelgium
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Chef zahlt vertraglich vereinbarte Stunden nicht.

Ich probier mich kurz zu fassen...

Handwerksberud...

Im Arbeitsvertrag ist eine [color=red]wöchentliche Arbeitszeit [/color]von [color=red]40 Stunden [/color]festgehalten, also [color=red]8 Stunden pro Tag[/color].

Nun kam mein Lebensgefährte im April auf nur 128 Stunden Arbeit plus 16 Stunden wegen 2 Feiertagen
= 141,5 ausbezahlten Stunden,
statt den 168 Regelstunden (21 Tage a 8 h)

Im Mai waren es 106,5 Stunden Arbeit plus 24 Stunden (3 Urlaubstage die aber nur genommen wurden weil noch ein Restanspruch aus 2010 besteht und es eh wiedermal keine Arbeit gab) plus 8 h wegen einem Tag krank...es wurden also nun statt 176 Regelstunden nur 138,5 Stunden ausbezahlt.

Ist das rechtens?
Mein LG bietet seine Arbeit an aber der Arbeitgeber nimmt sie nicht, weil es nichts zu tun gibt.

Wir sind eine 5 köpfige Familie, wegen Säugling gibts mom nur das eine Gehalt und da sind wir auf eine Vollzeit bezahlte Stelle angewiesen. Ich weiß finanziell nicht mehr weiter.

Müssen nicht die Regelstunden immer bezahlt werden, da eben eine 40 Stunden Woche vertraglich vereinbart ist.

Mein Lg hatte ein Gespräch mit dem Chef, der ihm versprach zumindest immer 160 zu bezahlen und dann ein Über-bzw Unterstundenkonto zu führen.
Das heißt z.B. im Mai hätte er Ihm 21,5 Stunden vom Überstundenkonto abgezogen um die 160 Stunden ausbezahlen zu können.

Darf der Chef sich wirklich vom Überstundenkonto bedienen?

Mein LG kann doch nichts dafür wenn keine Aufträge da sind, und die 67,5 Stunden die momentan auf dem Überstundenkonto stehen sind ja auch schon mal geleistet worden.... und er kann doch nichts dafür das er im April und Mai seine vertraglich vereinbarte Arbeitskraft nicht einsetzen konnte.

Und was ist wenn die 67,5 Stunden aufgebraucht sind...dann geht er ja ins Minus. Bei mom nur 140 Stunden statt ca 160 Stunden die vertraglich vereinbart sind, macht das nach 12 Monaten ein Minus von 240 Stunden. Das würde ja bedeuten das er knappe 1 1/2 Monate unentgeltlich arbeitet um aus dem Minus wieder raus zu kommen.

Und sollte es doch dazu kommen das wieder mehr Arbeit anfällt, baut er mit den dann anfallenfden Überstunden seine Minusstunden ab, die aber nur angefallen sind da der Chef keine Arbeit hatte. Mein LG arbeitetet NICHT in GLEITZEIT!!!
Wohlgemerkt er will ja im April Mai Juni etc 160 Stunden arbeiten, aber der Chef gibt Ihm nichts zu tun.

Kann mir /uns wer helfen?


-- Editiert am 12.06.2011 10:17

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8075x hilfreich)

Bei einer klaren Vereinbarung wie im Vertrag Ihres Mannes muß der Arbeitgeber 40 Stunden bezahlen und gerät in Annahmeverzug, wenn er Ihren Mann nicht im vereinbarten Umfang beschäftigt.
Grundsätzlich wäre es in dieser Situation möglich, ein Zeitkonto feinzuführen und so Stunden zu schieben. Aber: Das müßte klar mit dem Arbeitnehmer vereinbart werden, dass der Arbeitgeber jetzt angibt, er führe ein Konto, reicht nicht aus.
Bei ständiger Unterbeschäftigung durch den Arbeitgeber hilft nur, dass Ihr Mann auf Einhaltung des Vertrags besteht, und da steht ja nichts von einem Zeitkonto. Das gilt, soweit keine andere Regelung in einem geltenden Tarifvertrag steht.

-----------------
""

3x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17729 Beiträge, 6579x hilfreich)

wenn ein Ag jemanden für eine gewisse stundenzahl anstellt, ist es auch seine sache, ihn dementsprechend zu beschäftigen - es geht aber nicht, das unternehmerische risiko auf den AN abzuwälzen und ihm nichts zu zahlen, wenn nicht genug zu arbeiten da ist. dem AG bleibt es unbenommen, den vertrag durch änderungskündigung (oder vereinbarung) den gegebenheiten anzupassen.

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
go489242-22
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 9x hilfreich)

Muss mei chef die vereinbarten stunden laut arbeitsvertrag bezahlen

9x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17729 Beiträge, 6579x hilfreich)

... hat altona doch schon in #1 beantwortet

1x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 272.806 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
110.159 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen