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Dauerhaft verplante Überstunden

23. Januar 2018 Thema abonnieren
 Von 
KitapWurm
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 2x hilfreich)
Dauerhaft verplante Überstunden

Hallo zusammen,
ich arbeite in eine Unternehmen mit 3000 Mitarbeitern und einem Betriebsrat als Schichtleiter.
In diesem Unternehmen gibt es zwei Arten von Zeitmodellen, in denen Mitarbeiter tätig sind.
Vollzeit und 25 Stunden pro Woche. Das Verhältnis ist Ca. 50 zu 50.
Was mich irritiert ist, das die Mitarbeiter für Samstag einen Genehmigungsschein ausfüllen müssen, dieser wird in den meisten Fällen abgelehnt. Die Mitarbeiter werden regelmäßig Samstags verplant, mindestens 2x pro Monat.
Überstunden werden in Tagen gerechnet. Mitarbeiter mit einem 25 Stunden VertrAg müssen 8 Stunden am Tag arbeiten.
Oft 6 Tage die Woche. auf den Personalplänen werden die Mitarbeiter 3 Wochen im Vorraus verplant.
Der Arbeitsvertrag sieht Mehr und Wochenendarbeit vor.

Meine Frage ist nun, darf ich den Mitarbeitern dauerhaft Samstage aufs Auge drücken?
Die Zeitkonten sind durch die Bank im dreistelligen Bereich.
Der Betriebsrat ist sehr Arbeitgeberfreundlich eingestellt.
Gibt es eine Rechtliche Grundlage auf die ich mich stützen kann wenn ich den MA frei gegen möchte?

Grüße, Kitapwurm.

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14670 Beiträge, 5671x hilfreich)

/// Überstunden werden in Tagen gerechnet. Mitarbeiter mit einem 25 Stunden VertrAg müssen 8 Stunden am Tag arbeiten.
Oft 6 Tage die Woche.

Ich verstehe deine Darstellung nicht:
Überstunden werden in Tagen gerechnet - soll heißen??
Mitarbeiter mit einem 25 Stunden VertrAg müssen 8 Stunden am Tag arbeiten. Oft 6 Tage die Woche. - Bei TZK mit 25 Wochenstunden sollte es - mindestens im Schnitt über x Wochen, seien es 26 oder 52 Wochen - doch eben diese Stundenzahl sein. Wochen mit mehr Stunden müssen also andere mit weniger Stunden gegenüberstehen.
Auf wie viele Wochentage sich die Arbeit verteilt, richtet sich nach den Vertragsverhältnissen.
Überstunden sind per Definition Ausnahme und keineswegs Regel, schon gar nicht festes Planungsinstrument.
Wenn die MA in TZ hunderte von echten Überstunden haben, läuft bei euch etwas gründlich falsch.
Ob du den MA die Samstage frei halten kannst, hängt wohl an deiner Position und an deinen Befugnissen. 'Die MA werden regelmäßig samstags verplant' klingt nicht danach, als ob du derjenige ist, der die Pläne macht.

2x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8163 Beiträge, 3636x hilfreich)

So recht verstehe ich den Beitrag nicht, z. B.:

Zitat:
Was mich irritiert ist, das die Mitarbeiter für Samstag einen Genehmigungsschein ausfüllen müssen, dieser wird in den meisten Fällen abgelehnt. Die Mitarbeiter werden regelmäßig Samstags verplant, mindestens 2x pro Monat.


Was ist ein Genehmigungsschein? Antrag, Samstag arbeiten zu dürfen oder frei zu haben??

Zitat:
Gibt es eine Rechtliche Grundlage auf die ich mich stützen kann wenn ich den MA frei gegen möchte?


Klar: Überstunden (sofern nicht arbeitsvertraglich vom Gehalt gedeckt) muss der MA abfeiern können bzw. müssen sie ausgezahlt werden. Wenn du in der Position eines Vorgesetzten bist, kann du den MA natürlich frei geben, sofern der betriebliche Ablauf es zulässt.

Ansonsten: Samstagsarbeit ist auch dauerhaft nicht verboten und einen arbeitgeberfreundlichen BR kann man bei nächster Gelegenheit anders wählen.

2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Osmos
Status:
Lehrling
(1737 Beiträge, 605x hilfreich)

Zitat (von HeHe):
einen arbeitgeberfreundlichen BR kann man bei nächster Gelegenheit anders wählen

Genau das ist eine gute Lösung. Und da dieses Jahr reguläre BR-Wahlen sind und so langsam die Wahlausschreibungen in den Betrieben aushängen dürften wäre das DIE Gelegenheit um etwas zu ändern. Ansonsten bist du Schichtleiter und solltest doch einen gewissen Draht "nach oben" haben um das innerbetrieblich zu klären?

Und wie von meinen Vorschreibern bereits erläutert ist der Samstag in Deutschland ein Werktag und damit regulärer Arbeitstag ohne irgendwelche Sonderrechte oder besondere Verpflichtungen. Dass das in vielen Betrieben anders läuft ändert nichts daran wie der Gesetzgeber es seinerzeit festgelegt hat.

Signatur:

Meine persönliche Meinung

2x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14670 Beiträge, 5671x hilfreich)

... die mögliche Aussicht auf einen vielleicht anderen BR hilft @kitapwurm erst einmal auch nicht weiter.

Es stehen genug konkrete Fragen an nach der eher seltsamen Problemvorstellung, zu denen kitapwurm sich erst einmal äußern sollte.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
KitapWurm
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 2x hilfreich)

Hallo zusammen und danke für die Antworten und entstandenen Fragen.

@Blaubär
Die Überstunden werden in Tage umgerechnet, was bedeutet, dass die Kollegen teilweise 60 Tage auf dem Zeitkonto haben.
Die Planung der Mitarbeiter erfolgt auch durch mich. Und ich muss Entscheiden, ob ein MA Samstag kommen muss oder nicht.
@Hehe Dafür gibt es einen "Samstagsschein". In diesem tragen die MA ihren "Wunsch" ein, diesen muss ich aufgrund der andauernden personellen Knappheit in der Regel ablehnen.
Es soll Personal eingestellt werden, jedoch sind die MA Zahlen im Moment eher Rückläufig, Rentenaustritte, Kündigungen.
Das geht jetzt seit drei Jahren so, in dieser Zeit haben die MA die 0 Linie nicht durchfahren, also ein zeitlicher Ausgleich hat nicht statt gefunden.
Sollte ein MA der bereits zwei Samstage in Folge gearbeitet hat den dritten verweigern, so ist das aus der Sicht meiner Vorgesetzten "Abeitsverweigerung". Ihre Argumentation lautet:" Der Samstag ist ein Werktag"
"Überstunden sind per Definition Ausnahme und keineswegs Regel, schon gar nicht festes Planungsinstrument."
Kann ich diese Aussage rechtlich untermauern?
@Osmo
Eine neuer BR wird leider sehr schnell von der Leitung vereinnahmt, also leider in diesem Fall keine Lösung.

Grüße,
KitapWurm



2x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Flo Ryan
Status:
Schlichter
(7430 Beiträge, 5001x hilfreich)

Zitat (von KitapWurm):
Sollte ein MA der bereits zwei Samstage in Folge gearbeitet hat den dritten verweigern, so ist das aus der Sicht meiner Vorgesetzten "Abeitsverweigerung". Ihre Argumentation lautet:" Der Samstag ist ein Werktag"
Und damit hat der Arbeitgeber recht! Dass es bei euch insgesamt vielleicht falsch läuft ist das eine, aber Samstagsarbeit an sich ist nichts aussergewöhnliches und nicht verboten, selbst wenn es jeder Samstag im Monat wäre.

Signatur:

Wo lagert die Post eigentlich die ganzen Briefe, die angeblich nie zugestellt worden sind?

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14670 Beiträge, 5671x hilfreich)
1x Hilfreiche Antwort

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