Dienstfahrten bei Zeitarbeit?

17. Oktober 2020 Thema abonnieren
 Von 
Kamur
Status:
Beginner
(92 Beiträge, 10x hilfreich)
Dienstfahrten bei Zeitarbeit?

Hallo

Ein Zeitarbeiter ist bei einem Unternehmen eingesetzt, welches innerhalb einer Stadt mehrere Niederlassungen hat. Jetzt soll der Zeitarbeiter mehrmals täglich "Botengänge" zwischen den verschiedenen Niederlassungen und Fahrten zur Post erledigen und er soll dies mit seinem eigenen Fahrzeug tun.

Die Zeitarbeitsfirma lehnt die Übernahme der Kosten ab und meint, dass private Fahrzeuge nicht als Dienstfahrzeuge anerkannt werden können. Man könne aber auch kein Fahrzeug dafür zur Verfügung stellen, das wäre die Sache des Entleihers.

Der Entleiher erklärt aber, dass wegen der Versicherung nur Angestellte seines Unternehmens Dienstfahrzeuge benutzen dürften und er deshalb dem Zeitarbeiter kein Fahrzeug geben könnte. Außerdem wäre die Kostenübernahme Sache der Zeitarbeitsfirma.

Kann der Zeitarbeiter diese Fahrten mit seinem Privatfahrzeug ablehnen oder zählt das als Arbeitsverweigerung?

Gruß

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118681 Beiträge, 39618x hilfreich)

Zitat (von Kamur):
er soll dies mit seinem eigenen Fahrzeug tun.

Da sollte er mal die Versicherungsbedingungen lesen, in der Regle darf er sein eigenes Fahrzeug gar nicht für solche Zwecke einsetzen.


Ansonsten ist es so, das der Arbeitgeber die Arbeitsmittel zur Verfügung stellen muss, nicht der Arbeitnehmer.
Wie sich ZAF und Entleiher einigen, ist nicht das Problem des Arbeitnehmers.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Kamur
Status:
Beginner
(92 Beiträge, 10x hilfreich)

Danke, der Tipp mit der Versicherung ist gut, da hätte ich nicht daran gedacht

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#3
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17255 Beiträge, 6433x hilfreich)

Wenn du in deinem Arbeitsvertrag nichts davon stehen hast, dass du für diese Erledigungen deinen Privat-PKW benutzt, dann bist du dazu auch nicht verpflichtet.

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#4
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8067x hilfreich)

Dann steht der PKW eben nicht mehr zur Verfügung und die Sklaventreiber- Firma muss das Ticket mit den Öffentlichen bezahlen. Sonst kann man ja nicht hinfahren. Die Zeit ist auch zu vergüten. Wäre interessant, wie lange die ZA-Firma das bezahlt.
Wenn man sein Privatauto für die Firma einsetzen soll und die bezahlen nichts dafür, dann steht das Auto eben nicht dafür zur Verfügung. Es geht hier um die Haltung.

Signatur:

Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118681 Beiträge, 39618x hilfreich)

Zitat (von altona01):
Wenn man sein Privatauto für die Firma einsetzen soll und die bezahlen nichts dafür, dann steht das Auto eben nicht dafür zur Verfügung.

Selbst wenn die dafür bezahlen würden, gibt es mehrere Probleme
1. ist ja nicht nur Benzin, auch der Verschleiß, Abschreibung und vor allem die Versicherung sind große Kostenfaktoren. Mit 0,30 EUR ist das in der Regel ein Minusgeschäft
2. Fällt das Auto aus, ist der AN voll verantwortlich für die Ersatzbeschaffung für die Zeit des Ausfalls


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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