"Diskriminierende" Stellenausschreibung?

28. September 2009 Thema abonnieren
 Von 
bulde
Status:
Beginner
(104 Beiträge, 21x hilfreich)
"Diskriminierende" Stellenausschreibung?

Was ist eigentlich dran an der Furcht von Arbeitgebern, wegen "Diskriminierung" belangt zu werden, wenn sie in der Stellenausschreibung eine Altersgrenze nennen und bei telefonischer Rückfrage eine solche (real existierende) auch nicht bekanntgeben?

Gibt es tatsächlich so ein saublödes "Diskriminierungsverbot"? Wenn ja, bitte um einen Gesetzeshinweis/Link.

Habe soeben eine "Absage" erhalten auf eine sehr aufwändige Bewerbung. Privat und höchst inoffiziell wurde mit mitgeteilt, dass meine Alter ausschlaggebend für die Absage war. Warum fürchten sich Entscheidungträger? Ich bin doch nicht so hirnverbrannt, dass ich mich auf eine Stellen einzuklagen versuche!

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mathiasla
Status:
Lehrling
(1125 Beiträge, 639x hilfreich)

du vielleicht nicht aber andere machen das

und das

quote:
saublödes "Diskriminierungsverbot


steht im Grundgesetz ;)

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#2
 Von 
Dr. Jekyll
Status:
Schüler
(431 Beiträge, 154x hilfreich)

http://www.gesetze-im-internet.de/agg/

http://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeines_Gleichbehandlungsgesetz

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#3
 Von 
bulde
Status:
Beginner
(104 Beiträge, 21x hilfreich)

Im Grundgesetz konnte ich ein derartiges Verbot NICHT finden.
Das Allgem. Gleichbehandlungsgesetz hingegen erlaubt (!) gem. §10 ausdrücklich Altersgrenzen!
Diese sind auch Alltagspraxis. Professoren müssen ebenso in den Ruhestand trotz voller Leistungsstärke gehen wie auch meinem Hausarzt die Praxis dicht gemacht wurde um einer jungen Russin ein warmes Nest zu bereiten. Und als Polizeischüler werde ich trotz des "Münchner Modells" auch nicht mehr aufgenommen, da ich bereits das zarte Alter von 34 überschritten habe...
Welche Quatschköpfe machen da arme Wichte in den Personalabteilungen so unsicher?

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#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47913 Beiträge, 16931x hilfreich)

Die Angabe einer Altersgrenze darf nur auf Grundlage von § 10 AGG erfolgen. Für die meisten Stellenausschreiben treffen die dort genannten Ausnahmen jedoch nicht zu. Außerdem wollen sich viele Firmen gar nicht erst auf die Diskussion einlassen, ob sie zu Recht eine Altersgrenze festgelegt haben oder nicht.

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#5
 Von 
maestro1000
Status:
Lehrling
(1300 Beiträge, 731x hilfreich)


> Welche Quatschköpfe machen da arme Wichte in den Personalabteilungen so unsicher?
Alte werden aus zwei Gründen diskriminiert :
- Verlangen idR höheres Einstiegsgehalt
- Die lassen sich nicht jede Dummheit in "jungen dynamischen Teams" gefallen.


Krankenstände spielen wohl keine Rolle, wenn ich mich recht an einen Magazinbeitrag vor einiger Zeit zurückbesinne. Zwar sind ältere AN länger krank, wenn sie mal krank sind, dafür aber nicht so häufig und die Kinder, die ebenfalls krank werden können sind schon aus dem Haus.

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#6
 Von 
Mathiasla
Status:
Lehrling
(1125 Beiträge, 639x hilfreich)

quote:
Im Grundgesetz konnte ich ein derartiges Verbot NICHT finden


schonmal Artikel 3 GG gelesen?

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#7
 Von 
tom2143
Status:
Schüler
(191 Beiträge, 62x hilfreich)

Da sieht man mal wieder was dieses Gesetz bringt.
Da man ja nicht mehr genau inserieren darf, wen man genau sucht, machen sich Bewerber nur unnötig Hoffnung und bewerben sich letztendlich auf eine Stelle für die Sie nie in Frage kamen.

Da lese ich doch lieber „ suchen Mitarbeiterin bis 25 für junges Team …“ und weiß sofort, dass ich mich um diese Stelle nicht bemühen brauche, als das ich sowas jetzt nicht mehr erkenne und mich für den Mülleimer bewerbe.

@TE: Vielen geht es gar nicht um das Einklagen in die Stelle, sondern um eine Art Schadensersatz von 1-3 Monatsgehältern.



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#8
 Von 
bulde
Status:
Beginner
(104 Beiträge, 21x hilfreich)

@maestro1000


Hallo Klugsch. Selber schon mal gelesen?
Oder meinst vielleicht die darin erwähnte "Behinderung"?
Wohlan, dann auf eine neue Klagswelle gegen Ausschreibungen für Opernsänger und Herzchirurgen, betrieben von Stimmlosen und Holzfällern!


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#9
 Von 
Ich-arbeite-gerne
Status:
Beginner
(113 Beiträge, 54x hilfreich)

Also mal ganz ehrlich, wenn man Leute einstellen muss, dann ist das auch schon schwer genung. Auf zwei freie Plätze bewerben sich 20 Leute. Von den 18 denen man dann absagt, verklagen einen so im Schnitt zwei. Ist relativ leicht verdientes Geld. (Auch wenn das nicht immer so einfach ist wie die Leute glauben)
Ich kann jeden Unternehmer verstehen, der solchen Problemen aus dem Weg geht.

Mit den Krankenständen, mag das zwr so sein. Aber aus der Praxis weiss ich, das man sehr gute junge Mitarbeiter haben kann, die trotz Kind fast nie Krank sind und genauso ältere Mitarbeiter. Aber das beides auch extrem umgedreht sein kann. Das ist so ein bisschen Glückssache, denn auch gute Mitarbeiter können bei Unzufriedenheit (z.B. wenn nicht gerade sie befördert werden, auch wenn andere besser qualifiziert sind und auch gut arbeiten) plötzlich erkranken oder in der Arbeitsleistung nachlassen.

Ich kenne beide Seiten, die des Selbstständigen und die des Angestellten und kann beide Seiten nachvollziehen.

Gruß



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