EX-Busunternehmen sperrt nach meiner Kündiung für Linien bei Subunternehmer

15. Januar 2024 Thema abonnieren
 Von 
leckmaul
Status:
Beginner
(117 Beiträge, 26x hilfreich)
EX-Busunternehmen sperrt nach meiner Kündiung für Linien bei Subunternehmer

Folgender Sachverhalt.
Busfahrer kündigt, nach langem Personalgespräch mit Disponenten und Personalabteilungsleiterin wegen diverser Unstimmigkeiten bei seinem regionalen, mächtigen Busunternehmen, was einen grossen Marktanteil vieler Linien in der Region und darüber hinaus besitzt.
Es wurde in diesem Gespräch wiederholt darauf hingewiesen, den Anforderungen des Arbeitnehmers (Wunsch als Familienvater passendere Zeiten, Linien-Verteilung, Urlaub usw., Burnout-Syndrome) nicht gerecht werden zu können. Es wäre wohl besser einen passenden Busunternehmer zu suchen.

Demnach hat der AN gekündigt.

Busfahrer findet neues Busunternehmen in der Region, der sich als Subunternehmer im Vertrag mit dem Ex-Arbeitgeber befindet. Er fuhr nun eine Woche für den neuen Arbeitgeber.

Nun wird im Nachhinein behauptet, der Busfahrer ist gesperrt für die zu fahrenden Linien. Diese Sperr-Information erhielte der neue Arbeitgeber vom alten Arbeitgeber (Auftraggeber). Es wäre wohl mündlich (unter Zeugen) auch so gegenüber dem Arbeitnehmer mitgeteilt worden. Was wohl nicht stimmt.

Wie soll der Busfahrer sich verhalten. Es macht hierzu auch ein kein schönes Bild bei dem neuem Arbeitgeber.
Zumal der neue Arbeitgeber vom Auftraggeber auch die passende Fahrernummer (Telematik) erhielte, aber nun zurückgenommen wurde.

Danke schön :)

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19 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16974 Beiträge, 5890x hilfreich)

Frage: Wie kann denn der alte AG eine Linie für einen Fahrer eines Subunternehmens sperren?
Welche Rolle spielt es denn überhaupt ob gewisse Linien für den Busfahrer gesperrt sind? Welche Nachteile hat also der Fragesteller davon?

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#2
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32149 Beiträge, 5653x hilfreich)

Zitat (von leckmaul):
Busfahrer kündigt,
ja, das geht.
Zitat (von leckmaul):
Er fuhr nun eine Woche für den neuen Arbeitgeber.
Geht auch. Hat er einen gültigen und geprüften Arbeitsvertrag und war die 1 Woche keine *Probearbeit*??
Zitat (von leckmaul):
Es wäre wohl mündlich (unter Zeugen) auch so gegenüber dem Arbeitnehmer mitgeteilt worden. Was wohl nicht stimmt.
Tja, ob das stimmt ? Ich weiß es nicht, ich war nicht dabei.
Zitat (von leckmaul):
Wie soll der Busfahrer sich verhalten.
Wenn der Busfahrer einen korrekten Arbeitsvertrag hat, könnte er zunächst so fahren, wie es der neue AG vorgibt.

Denn: Busfahrer im Linienverkehr können mW nicht frei entscheiden, wann und wo sie fahren, zumindest sollten sie es nicht tun.
Ich vermute, in Kürze wird sich der neue AG wohl äußern, dann ergibt sich weiteres...

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#3
 Von 
leckmaul
Status:
Beginner
(117 Beiträge, 26x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Frage: Wie kann denn der alte AG eine Linie für einen Fahrer eines Subunternehmens sperren?
Welche Rolle spielt es denn überhaupt ob gewisse Linien für den Busfahrer gesperrt sind? Welche Nachteile hat also der Fragesteller davon?


Er hat den Subunternehmer nun daraufhingewiesen, dass der Busfahrer auf den Linien gesperrt ist.
Wenn der Subunternehmer ausschliesslich für den Ex Arbeitgeber fährt, spielt das eine Rolle, da er dann keine Touren fahren kann/darf.

Nun hat der Subunternehmer den Vertrag mit dem Auftraggeber, Ex Arbeitgeber, durchgelesen und einen Passus gefunden, dass der Arbeitgeber die Fahrer bestimmen -kann- .

Wahnsinn.

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#4
 Von 
vacantum
Status:
Lehrling
(1108 Beiträge, 181x hilfreich)

Zitat (von leckmaul):
Nun hat der Subunternehmer den Vertrag mit dem Auftraggeber, Ex Arbeitgeber, durchgelesen und einen Passus gefunden, dass der Arbeitgeber die Fahrer bestimmen -kann- .
Ganz normal bei Verträgen im ÖPNV mit Subunternehmern.

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#5
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17428 Beiträge, 6485x hilfreich)

Ich hatte beim ersten Lesen gleich den Eindruck, dass hier zwei Ebenen vermischt werden.
Wohl gibt es ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot für AN - jedoch nicht in dem Sinn, dass Ex-AG nachträglich eine Sperre bestimmt.
Eine andere Sache ist der Vertrag zwischen Busunternehmer und Subunternehmer; wenn der zulässt, dass der Busunternehmer die Fahrer des Sub bestimmen kann, .... "Wahnsinn" wohl in diesem Fall, in anderen vll. auch nicht.
Jedenfalls nix, wogegen sich @leckmaul wehren könnte.

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#6
 Von 
vacantum
Status:
Lehrling
(1108 Beiträge, 181x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Jedenfalls nix, wogegen sich @leckmaul wehren könnte.
Exakt. Und der neue Arbeitgeber wäre für den korrekten Einsatz des TE verantwortlich. Da sich dieser aber offensichtlich noch in der Probezeit befindet ...

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
leckmaul
Status:
Beginner
(117 Beiträge, 26x hilfreich)

Zitat (von vacantum):
Ganz normal bei Verträgen im ÖPNV mit Subunternehmern.


das mag ja alles sein.

allerdings, wird einem nahe gelegt, einen neuen Arbeitgeber zu suchen. Ist man fündig, kündigt man. und geht frohen Mutes zum neuen Arbeitgeber. und dann sowas?
Die Motivation des Ex Arbeitgeber verstehe ich nicht.

Also gibt es hierzu leider keine Möglichkeit dagegen vorzugehen. Es gibt ja folgendes Urteil, wobei der Busfahrer hier wegen Handy am Steuer gekündigt und gesperrt wurde:

https://community.beck.de/2023/08/23/busfahrer-nutzt-handy-lebenslanges-fahrverbot-auf-allen-linien-der-a-verkehrsgesellschaft-mbh-ist

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#8
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32149 Beiträge, 5653x hilfreich)

Zitat (von leckmaul):
allerdings, wird einem nahe gelegt, einen neuen Arbeitgeber zu suchen.
Man man man.
Das mag nicht nur so sein, das war so.
Man oder der Busfahrer kann jetzt abwarten, ob man ihm während der Probezeit kündigt--- oder man/er kann sich selbst einen ihm passenden AG suchen.
Zitat (von leckmaul):
Die Motivation des Ex Arbeitgeber verstehe ich nicht.
Ich vielleicht. Man schaut in den alten Arbeitsvertrag, sucht den Passus mit dem Wettbewerbsverbot.
Oder: Man will dem Busfahrer nachträglich eins *mitgeben*
Oder: Der Subunternehmer hat den Busfahrer nicht entspr. *ausgefragt*

Ein Handyverbot spielt bisher in dem o.a. Drama gar nicht mit.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120075 Beiträge, 39828x hilfreich)

Zitat (von leckmaul):
Die Motivation des Ex Arbeitgeber verstehe ich nicht.

Man hat dem Ex-AG deutlich mitgeteilt, das man sich (u.a. aus gesundheitlichen Gründen) nicht in der Lage sieht, weiter für ihn zu fahren.
Und dann wundert man sich, wenn der Ex-AG ihn nicht mehr will, auch nicht als AN eines Subunternehmers?

Und ja, der Ex-AG darf auch bestimmen, welche Sub-AN für ihn fahren.



Zitat (von leckmaul):
Also gibt es hierzu leider keine Möglichkeit dagegen vorzugehen.

Nun, man kann immer vor Gericht ziehen.
Erfolgsaussichten ungewiss.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#10
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16974 Beiträge, 5890x hilfreich)

Ja, das liest sich wirklich nicht gut. Der Busfahrer wird kaum eine Möglichkeit haben sich gegen die Sperre zu wehren. Mir würde nichts einfallen, was man rechtlich da machen könnte.

Signatur:

Folgende Nutzer werden blockiert, ich kann deren Beiträge nicht lesen: AR377, Xipolis, Jule28

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#11
 Von 
leckmaul
Status:
Beginner
(117 Beiträge, 26x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Ja, das liest sich wirklich nicht gut. Der Busfahrer wird kaum eine Möglichkeit haben sich gegen die Sperre zu wehren. Mir würde nichts einfallen, was man rechtlich da machen könnte


OK danke. Ich geb's so weiter.
Wir sind juristisch leider null bewandert.
Danke für eure Geduld und Anteilnahme.

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#12
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38437 Beiträge, 14002x hilfreich)

Wir haben hier doch zwei Ebenen. Einmal das Vertragswerk Subunternehmer/Unternehmer. Da kann es durchaus sein, dass der Unternehmer Einfluss auf die Fahrer hat, also die Personen, die für Dritte ja das Unternehmen und nicht das Subunternehmen repräsentiert.

Und dann haben wir das neue Arbeitsverhältnis Fahrer/Subunternehmer. Da kann der Subunternehmer aus was für Gründen auch immer in der Probezeit kündigen. Und nach einer Woche Tätigkeit dürfte die noch nicht vorbei sein. Damit sind wir am Ende der Fahnenstange angekommen.

wirdwerden

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#13
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2329 Beiträge, 363x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Einmal das Vertragswerk Subunternehmer/Unternehmer. Da kann es durchaus sein, dass der Unternehmer Einfluss auf die Fahrer hat, also die Personen, die für Dritte ja das Unternehmen und nicht das Subunternehmen repräsentiert.


Da stellt sich mir die Frage:
Ist bei einer derartigen Einflussnahme des Hauptunternehmens überhaupt noch ein Subunternehmer oder ist das schon eine Arbeitnehmerüberlassung mit ihren eigenen Regularien wie zum Beispiel maximale Einsatzzeit beim gleichen Kunden?

Ein Indiz zur Aufklärung könnte sein, wem beispielsweise die Fahrzeuge gehören, für die der Subunternehmer die Fahrer einteilt.
Dass man dem alten AG gegenüber aber gesundheitliche Probleme eingeräumt hat, könnte dort tatsächlich für ein berechtigtes Interesse sorgen, dass dieser Fahrer eben nicht die eigenen Kunden befördert.

1x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6266 Beiträge, 1500x hilfreich)

Welche Abmachungen der Ex-AG mit seinem Subunternehmer hat, kann dem AN, der vom Ex-AG zum Subunternehmer gewechselt ist, völlig wurscht egal sein.

Der AN hat jetzt einen neuen Arbeitsvertrag mit diesem (Sub)Unternehmer. Er ist verpflichtet, seine Arbeitskraft anzubieten. Und der neue AG muss halt sehen, wo er seinen Angestellten einsetzt. Das braucht den Angestellten nicht zu kümmern.

Der AN ist noch in der Probezeit, insofern könnte es eine gute Idee sein, die Füße stillzuhalten, bis die vorbei ist.

Andererseits: Busfahrer werden überall in Deutschland so händeringend gesucht, daß der Busfahrer höchstens aufpassen muss, nicht totgetrampelt zu werden, wenn er sich auf den Marktplatz stellt und ruft "Ich bin Busfahrer und suche einen Job!" Weil dann aus allen Richtungen Busunternehmer angerannt kommen...

Das wird höchstens dann nicht klappen, wenn die persönlichen Vorstellungen des Busfahrers (Wunsch als Familienvater passendere Zeiten, Linien-Verteilung, Urlaub usw., Burnout-Syndrome) so überdreht sind, daß damit kein Busunternehmer etwas anfangen kann.

Dann ist der Beruf als Busfahrer für den Betreffenden ungeeignet. (Man kann auch nicht als Steuermann auf einem Containerfrachter arbeiten wollen und gleichzeitig jeden Montag bis Freitag um 14 Uhr sein Kind aus der Kita abholen... Das passt dann nicht zusammen. Man kann auch nicht als Feuerwehrfrau die Einsatzstelle beim Wohnungsbrand verlassen, weil man jetzt nun mal die Kinder aus der Schule abholen muss...)

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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#15
 Von 
leckmaul
Status:
Beginner
(117 Beiträge, 26x hilfreich)

sorry, habe ich anfangs zu detailarm ausgedrückt. Ich rücke hier den Anschein des AN ins rechte Licht.

der Ex Arbeitgeber hat eine hohe Fluktuation. Da wie oben erwähnt, das Angebot an Busfahrer spärlich ist.
Zudem sind viele Mitarbeiter/Kollegen reihenweise krank oder fallen aus (hat wohl dann auch Gründe). Deshalb werden Sonderschichten fest zugebucht, die Busse müssen ja fahren. Dem Unternehmen blüht sonst Vertragsstrafe.

Da sich diese Arbeit als sehr ermüdend zeigte und der Leistung entsprechend schlecht bezahlt wurde, suchte der Arbeitnehmer offen proaktiv das Wort. Von 4,30 Uhr bis 21,30 auf den Beinen zu sein, 5-7 Tage die Woche, brutto, zehren.
Auch die Pausen, wo man in der Pampa für 1-2 Stunden mit dem Bus steht, zähl(t)en als Pause, allerdings "Work-Life-Balance"- gefällig ist das nicht, demnach sprach er dann an, dass das schnell ins Burnout gehen kann. Als Antwort kam, weiter machen oder such dir was neues, um im Nachhinein eins reingedrückt bekommt, da genau das beim neuen AG scheinbar funktioniert.
Die Überstunden und der hohe Resturlaub zeugte auch vom Fleiss des Busfahrers.

und ja ich mache mir da keine Sorgen, dass er wieder ein passenden Job bekommt- wenn auch evtl. überregional.
Wir gehen auch davon aus, das der Subunternehmer wohl nicht im Detail über den Passus im Vertrag mit dem Ex AG Bescheid wusste.

Ich danke Euch für Euren Rat und Anteilnahme. Wir hoffen hier mal das Beste. Wir denken der neue Arbeitgeber kennt die Machenschaften des regional zu starken Auftraggeber :) Es gab hierzu wohl auch schon mehrere andere Geschichten.

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#16
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32149 Beiträge, 5653x hilfreich)

Zitat (von leckmaul):
der Ex Arbeitgeber hat eine hohe Fluktuation. Da wie oben erwähnt, das Angebot an Busfahrer spärlich ist.
Das widerspricht sich, gehört nicht zum Problem dieses AN und hat mit rechtem Licht nichts zu tun.

Der AN hatte selbst gekündigt, nachdem ihm etliches beim Ex-AG nicht passte.
Der AN hat sich einen anderen AG gesucht, sich dort beworben und wurde eingestellt.

Unbekannt ist bisher, ob die 1 Woche als *Probearbeit* (nicht Probezeit) vereinbart war.
Unbekannt ist bisher auch, was *Sperre* im Detail bedeutet.
Unbekannt ist ebenso, ob und was der neue Sub-AG an den AN zu der Sperre schrieb.
Unbekannt ist bisher auch, was der AN nun tut, wenn ihm die *Telematik* abgenommen wurde.

Dass er wieder einen stressigen Busfahrer-Job findet, ist unbestritten. Meine Tipps:
1. Dass ein Burnout auf der Agenda steht, sollte man niemals vor sich hertragen.
2. Wenn schon, dann sollte der neue AG dem Busfahrer innerhalb der Probezeit kündigen oder einen entspr. Aufhebungsvertrag schließen, aber nicht nochmal ne Eigenkündigung hinlegen.


Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6266 Beiträge, 1500x hilfreich)

Zitat (von leckmaul):
der Ex Arbeitgeber hat eine hohe Fluktuation. Da wie oben erwähnt, das Angebot an Busfahrer spärlich ist.
Zudem sind viele Mitarbeiter/Kollegen reihenweise krank oder fallen aus (hat wohl dann auch Gründe). Deshalb werden Sonderschichten fest zugebucht, die Busse müssen ja fahren. Dem Unternehmen blüht sonst Vertragsstrafe.

Das alles kann dem Mitarbeiter doch egal sein. Wenn ihm der Laden zu stressig ist, sucht er sich einen anderen Arbeitgeber. Wenn's überall denselben Stress mit dem AG gibt, sollte der AN anfangen darüber nachzudenken, ob das Problem vielleicht bei ihm selbst liegt.

Zitat:
Da sich diese Arbeit als sehr ermüdend zeigte und der Leistung entsprechend schlecht bezahlt wurde, suchte der Arbeitnehmer offen proaktiv das Wort. Von 4,30 Uhr bis 21,30 auf den Beinen zu sein, 5-7 Tage die Woche, brutto, zehren.

Das wären Verstöße gegen die Vorschriften des Arbeitszeitgesetzes, die kann mit einer kurzen Meldung an die Gewerbeaufsichtsbehörde abstellen.

Zitat:
Auch die Pausen, wo man in der Pampa für 1-2 Stunden mit dem Bus steht, zähl(t)en als Pause, allerdings "Work-Life-Balance"- gefällig ist das nicht, demnach sprach er dann an, dass das schnell ins Burnout gehen kann.

Nun ja - dasselbe Problem haben Millionen anderer Arbeitnehmer auch. Der AN, der irgendwo im Industriegebiet arbeitet, ist auch auf die Kantine angewiesen, wenn der Arbeitsplatz irgendwo in der Pampa liegt.
Der AG muss im übrigen sicherstellen, daß der AN ausreichend Zugang zu einer Toilette während seiner Arbeitszeit hat. Und vor allem in seiner Pause. "Irgendwo 1-2 Stunden in der Pampa" stehen wäre insofern nicht zulässig, wenn dort die entsprechenden Einrichtungen fehlen.

Zitat:
Als Antwort kam, weiter machen oder such dir was neues

Das ist dann doch eine wunderbar klare Ansage. Dann sucht man sich was anderes.

Zitat:
, um im Nachhinein eins reingedrückt bekommt, da genau das beim neuen AG scheinbar funktioniert.
Die Überstunden und der hohe Resturlaub zeugte auch vom Fleiss des Busfahrers.

Auch da gibt es gesetzliche Vorschriften, die der AG einhalten muss.
Wenn der AN allerdings alles mitmacht, kann er sich anschließend auch nicht beschweren.

Zitat:
Wir gehen auch davon aus, das der Subunternehmer wohl nicht im Detail über den Passus im Vertrag mit dem Ex AG Bescheid wusste.

Ist doch nicht das Problem des AN. Der sitzt dann ggf. im Büro und dreht Däumchen. Eventuelle Probleme mit seinem Auftraggeber muss der Bus(sub)unternehmer lösen. Nicht der Busfahrer.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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#18
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16974 Beiträge, 5890x hilfreich)

Zitat (von leckmaul):
der Ex Arbeitgeber hat eine hohe Fluktuation. Da wie oben erwähnt, das Angebot an Busfahrer spärlich ist.
Dann können sich die Busfahrer also quasi den besten AG aussuchen. Gut für die AN

Zitat (von leckmaul):
Auch die Pausen, wo man in der Pampa für 1-2 Stunden mit dem Bus steht, zähl(t)en als Pause,
Das ist doch völlig in Ordnung.

Zitat (von leckmaul):
demnach sprach er dann an, dass das schnell ins Burnout gehen kann.
Lange Pausen zu machen kann Burnout verursachen???

Der AN dürfte also keine Probleme haben einen Job zu finden. Also abhaken und fertig.

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#19
 Von 
leckmaul
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Zitat (von -Laie-):
Zitat (von leckmaul):
der Ex Arbeitgeber hat eine hohe Fluktuation. Da wie oben erwähnt, das Angebot an Busfahrer spärlich ist.
Dann können sich die Busfahrer also quasi den besten AG aussuchen. Gut für die AN

der AG hat wegen den genannten Arbeitsbedingungen/Betriebsklima diese Fluktuation. Ja, wenn der neue AG keinen Vertrag mit dem bösen Unternehmen hat, ja.

Zitat (von leckmaul):
Auch die Pausen, wo man in der Pampa für 1-2 Stunden mit dem Bus steht, zähl(t)en als Pause,
Das ist doch völlig in Ordnung.
[i]Wenn man nicht diese Pausen in der Pampa 2-3 Mal hat und demnach einen sehr langen Tag von der Familie fern ist. siehe Zeiten oben.[/i]

Zitat (von leckmaul):
demnach sprach er dann an, dass das schnell ins Burnout gehen kann.
Lange Pausen zu machen kann Burnout verursachen???
siehe oben.

Der AN dürfte also keine Probleme haben einen Job zu finden. Also abhaken und fertig
Richtig


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