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Ehem. Arbeitgeber droht mit Klage, wenn ich 6 Monate nach Kündigung mich nicht um (evntl.) fehlerhaf

15.4.2019 Thema abonnieren
 Von 
go500146-69
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Ehem. Arbeitgeber droht mit Klage, wenn ich 6 Monate nach Kündigung mich nicht um (evntl.) fehlerhaf

Hallo,

ich hoffe der Fall ist in diesem Forum richtig untergebracht. Wenn nicht, bitte ich um Verschiebung.

Ich arbeitete in Berlin 2 Jahre lang für ein Unternehmen in Süd-West-Deutschland. Meine Arbeitsstätte war ein Co-Working-Space. Meinen Account für diesen Space musste ich selbst anlegen. Die Rechnungen gingen jedoch immer an einen Kollegen in der Firma.

Ich wurde dann irgendwann gekündigt und bekam die Anweisung, dass ich meinen Platz bei dem Co-Working-Space kündigen soll. Das habe ich meiner Erinnerung nach auch getan.

Nun, nach 6 Monaten, meldete sich mein ehemaliger Arbeitgeber bei mir, mit dem Hinweis, dass weiterhin jeden Monat bei ihm eine Rechnung für meinen Arbeitsplatz eintreffen würde und ich mich bitte darum kümmern soll. Er droht mit einem Rechtsstreit, wenn ich dem nicht nachkomme.

Das Problem ist, dass ich jetzt nach 6 Monaten, nur noch geringfügig über Erinnerungen in Bezug der Kündigung des Arbeitsplatzes verfüge. Ich kann nicht zu 100% ausschließen, dass ich es vielleicht falsch gemacht oder vergessen habe. Ich bin mir aber zu 95% sicher, dass ich eine Kündigung ausgelöst habe.

Frage: Kann mein ehem. Arbeitgeber mich nun dafür belangen und die Rechnungskosten von mir verlangen?

Meiner Auffassung nach hätte er direkt nach der ersten überflüssigen Rechnung aktiv werden müssen und mich ansprechen sollen. Oder einfach ein Fax/eine Mail im Namen der Firma zu dem Co-Working-Space schicken sollen, dass der Vertrag gekündigt werden soll.

Vielen Dank für's Lesen!

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(16986 Beiträge, 7449x hilfreich)

Ich geh mal davon aus, dass der Coworkingspace auch einen realen Arbeitsplatz beinhaltet. Wer hat denn den Vertrag damals unterschrieben?

Signatur:Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.
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#2
 Von 
go500146-69
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von altona01):
Ich geh mal davon aus, dass der Coworkingspace auch einen realen Arbeitsplatz beinhaltet. Wer hat denn den Vertrag damals unterschrieben?

Puh, ehrlich gesagt weiß ich das gar nicht mehr. Es kann auch sein, dass das einfach über einen Online-Account lief. Ob es eine Unterschrift gab und wenn ja, von wem, kann ich leider nicht sagen.

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#3
 Von 
blaubär+
Status:
Richter
(8794 Beiträge, 4000x hilfreich)

Also, beim besten Willen: Dermaßen schusselig in Vertragsangelegenheiten zu sein, ist wirklich nicht hilfreich.
Nix Genaues weiß ich nicht, aber helft mir bitte.

:dau:

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#4
 Von 
go500146-69
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Also, beim besten Willen: Dermaßen schusselig in Vertragsangelegenheiten zu sein, ist wirklich nicht hilfreich.
Nix Genaues weiß ich nicht, aber helft mir bitte.

:dau:

Ungefähr genauso hilfreich wie ihr Beitrag. Danke.

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#5
 Von 
blaubär+
Status:
Richter
(8794 Beiträge, 4000x hilfreich)

... immerhin erklärt meine Einlassung dir, wieso hier nichts an Hilfestellung für dich rüberkommt. / kommen kann.

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(66005 Beiträge, 31360x hilfreich)

Hat man denn noch irgendwas zu den vertraglichen Vereinbarungen?
Falls nicht, sollte man einfach mal dort anfragen, ob diese einem noch Kopien der Unterlagen zusend könnten bzw. eine Datenauskunft nach DSGVO beantragen.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#7
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(16986 Beiträge, 7449x hilfreich)

Der Vermieter hat ja einen Vertrag und Sie haben einen wichtigen Grund von ihm zu erfahren, ob Sie den Vertrag gemacht haben oder der Arbeitgeber. Also vielleicht da mal nachfragen.

Signatur:Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.
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#8
 Von 
cirius32832
Status:
Lehrling
(1595 Beiträge, 610x hilfreich)

Zitat:
Ich wurde dann irgendwann gekündigt und bekam die Anweisung, dass ich meinen Platz bei dem Co-Working-Space kündigen soll. Das habe ich meiner Erinnerung nach auch getan.

Anscheinend ja nicht

Zitat:
Das Problem ist, dass ich jetzt nach 6 Monaten, nur noch geringfügig über Erinnerungen in Bezug der Kündigung des Arbeitsplatzes verfüge.

Genau - und das ist Ihr Problem. Sie hätten ordentlich kündigen müssen.

Ich würde mich auch an den Vermieter wenden und nachfragen. Solange erstmal die Füße stillhalten und dem Ex-Arbeitgeber mitteilen, dass man der Sache nachgeht aber zu evtl. Forderungen zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage macht.

Signatur:https://www.antispam-ev.de
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#9
 Von 
go500146-69
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für eure Antworten.

Mittlerweile kam heraus, dass die Kündigung korrekt vollzogen wurde. Jedoch gab es in deren System vorher noch einen anderen Account von mir, der allerdings nicht mehr aktiv war, seit der neue Account angelegt wurde.

Nach der Kündigung des neuen Accounts wurde scheinbar der alte Account wieder aktiv und hat die Rechnungen weiter an meinen ehem. Arbeitgeber geschickt, obwohl dies in dem Account gar nicht so eingestellt war. Auch sind dort keine Rechnungen im System hinterlegt.

Im System des Co-Working-Space-Anbieters sind also Daten irgendwie falsch miteinander verknüpft, so dass dieses Verhalten dabei herauskommt. Leider reagieren sie nicht auf Anfragen.

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#10
 Von 
spatenklopper
Status:
Senior-Partner
(6062 Beiträge, 3079x hilfreich)

Hat man das schriftlich?

Fall ja, teilt man das so dem Ex-Arbeitgeber mit, mit dem Hinweiß, dass eventuellen Rechnungen keine Vertragsgrundlage entgegenstehen.

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#11
 Von 
go500146-69
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja, er hat es mit einer Anleitung von mir selbst herausgefunden. In dem Account steht, dass die Buchung zum korrekten Datum beendet wurde. Zudem gibt es einen Screenshot der damals von mir gemacht wurde und an ihn geschickt wurde.
Er ist nun auch wieder freundlicher, da er nun weiß, dass diese Rechnungen nicht mein Verschulden sind.

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