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Einbehaltung von Lohn rechtens?

4. Juli 2005 Thema abonnieren
 Von 
FAUchende Katze
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Einbehaltung von Lohn rechtens?

Hallo,

ist es rechtens, wenn ein AG Anteile des Lohns einbehält, um ausstehende AN-Anteile der SV damit zu bezahlen? Darf er ohne vorherige Vereinbarungen mit dem AN darüber getroffen zu haben einfach den Gesamtbetrag der ausstehenden Summe - im konkreten Fall die Hälfte des Nettolohns im betreffenden Monat, wodurch sich die Auszahlungssumme auf weit unter Existenzminimum reduziert! - einbehalten? Oder muss der AG die Beitragseinbehaltuing splitten, damit der AN sich künftig noch ernähren kann?

Fall:
SV wurde vom AG monatelang nicht abgeführt, Steuerberater des AN fiel dies auf, allerdings eben sehr spät. AN selbst hat nichts gemerkt, u.a. weil Abrechnungen stets unübersichtlich. AG will nun alles auf einmal nachzahlen und nimmt ausstehenden AN-Anteil einfach vom Nettolohn des aktuelklen Abrechnungsmonats. AN erhält nur halb so viel netto wie üblich, Betrag liegt mit 530,- Euro weit unter Existenzminmum.

Liebe Grüsse von der FAUchenden Katze

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Rechtsanwalt Oliver Kranz
Status:
Beginner
(145 Beiträge, 9x hilfreich)

Hallo,

hört sich verworren an, aber die Pfändungsfreigrenzen sind immer zu beachten.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
guidowr
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 5x hilfreich)

So verworren finde ich das gar nicht. Der ArbG kann den entsprechenden Anteil auf einmal abführen, A B E R nur bis zur Höhe der Pfändungsfreigrenze!!! Sinnvoll wäre es mit dem ArbG eine Regelung zu treffen, daß die SV Beiträge monatlich gesplittet abgezahlt werden.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
axel.krueger@ewetel.net
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 1x hilfreich)

Entschuldigung, aber wie kann es denn sein, dass monatelang niemandem auffällt, dass die Sozialabgaben vom AG nicht bezahlt und - wenn ich das richtig verstehe - ja auch auf der Gehaltsabrechnung nicht aufgeführt wurden? Hat sich denn die Krankenkasse nie gemeldet, dass da kein Versicherungsschutz besteht?

Sicherlich kann der AG das Geld jetzt vom Lohn einbehalten, muss aber in jedem Fall die Pfändungsfreigrenzen einhalten. Was nun aber passiert, wenn der Verdienst tatsächlich so gering ist, dass - unter Berücksichtigung dieser Freigrenzen - eben nicht übrig bleibt, was einbehalten werden darf, dass weiß ich auch nicht. Immerhin sind die Sozialabgaben ja Pflichtabgaben.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Lankoron
Status:
Beginner
(82 Beiträge, 17x hilfreich)

Bei uns tauchen die AG- Anteile nicht auf den Gehaltszetteln auf, da es keine Bestandteile des Bruttolohs sind. Demzufolge habe ich auch keine Übersicht, ob und in welcher Höhe der AG die Beiträge zahlt.

Die entscheidende Frage ist doch: Hats du in den entsprechenden Monaten ein zu hohes Gehalt bekommen?? Denn um jetzt Geld von dir einzubehalten, müssten dir ja vorher die AG- Anteile mit ausbezahlt worden sein?

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
axel.krueger@ewetel.net
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 1x hilfreich)

"Bei uns tauchen die AG- Anteile nicht auf den Gehaltszetteln auf, da es keine Bestandteile des Bruttolohs sind."

Verstehe zwar ehrlich gesagt nicht wirklich, wie bei Euch die AG Anteile ermittelt werden, wenn die nicht Bestandteil des Bruttolohns sind, ist aber eigentlich auch egal. Hier geht es doch auch um die AN-Anteile, denn nur die kann der Arbeitgeber ja wohl einbehalten.
Berechtigt ist allerdings die Frage, ob denn diese AN-Anteile in den Monaten zuvor mit ausbezahlt, als jeweils ein zu hohes Nettogehalt bezahlt wurde. Ich habe allerdings das Eingangsposting so verstanden, dass das wohl der Fall ist.

Gruß,

Axel

0x Hilfreiche Antwort

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