Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
13.493 Ratgeber, 2.347.261 Forenbeiträge, 254.709 Rechtsberatungen
617.439
Registrierte
Nutzer

Einhaltung der Kündigungsfrist beim Arbeitgeber

31. Mai 2018 Thema abonnieren
 Von 
koeniq
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Einhaltung der Kündigungsfrist beim Arbeitgeber

Guten Tag zusammen.

Ich werde mein Arbeitsvertrag zum 31.07.2018 kündigen.

Nun zu meiner Frage.

Ich habe am 1.09.2011 eine Ausbildung gemacht und auch Abgeschlossen , im gleichen Betrieb wurde ich ab dem 02.03.2015 übernommen und als Geselle angestellt mit einem neuen Arbeitsvertrag der seit 02.03.2015 gilt.

So gesehen bin ich ja dann seit 2011 Betriebszugehörig oder?
Oder erst seit Beginn meines Arbeitsvertrages 2015?

Im Arbeitsvertrag steht folgendes drin :

Nach Ablauf der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis unter Einhaltung einer beidseitigen Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Monatsende gekündigt werden. Jede gesetzliche Verlängerung der Kündigungsfrist zu Gunsten des Mitarbeiters gilt auch zu Gunsten des Arbeitgebers.

Heißt :

Wenn meine Betriebszugehörigkeit ab 2015 gilt , hätte ich bis Ende Juni Zeit um zu kündigen. Korrekt?
Wenn meine Betriebszugehörigkeit ab 2011 gilt , hätte ich schon diesen Monat kündigen müssen oder ?

Bitte um schnelle Antwort.

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14828 Beiträge, 5724x hilfreich)

Die Ausbildungszeit zählt nicht mit, du bist also seit März 2015 dort angestellt und damit auch schon länger als zwei Jahre dort. Somit hast du eine Kündigungsfrist von 2 Monaten zum Monatsende.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6988 Beiträge, 3896x hilfreich)

Die Antwort von blaubär+ ist gleich mehrfach falsch.

Zitat (von blaubär+):
Die Ausbildungszeit zählt nicht mit


Das sieht das BAG anders, siehe BAG, Urteil v. 2.12.1999, Az.: 2 AZR 139/99 . Da geht es zwar um die Berechnung der Kündigungsfrist für eine Kündigung des AN durch den AG, aber da die Grundsätze auch für Kündigungen durch den AN hier gelten sollen, ist das Urteil hier auch zu beachten.

Wir sind also momentan bei 7 Jahren Beschäftigungszeit und damit bei einer Kündigungsfrist von 2 Monaten zum Monatsende.

Zitat (von blaubär+):
auch schon länger als zwei Jahre dort. Somit hast du eine Kündigungsfrist von 2 Monaten zum Monatsende.


Nach 622 Abs. 2 BGB hat man bei einer Beschäftigungszeit von mehr als 2 Jahren aber weniger als 5 Jahren nur eine Kündigungsfrist von 1 Monat zum Monatsende.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14828 Beiträge, 5724x hilfreich)

Danke. Beim 622 offenbar in der Zeile vertan.
Ausbildung - da lag ich wohl falsch.

-- Editiert von blaubär+ am 31.05.2018 21:58

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
koeniq
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Wie schwachsinnig ist es dann , dass im Arbeitsvertrag von Beginn an 4 Wochen stehen im endeffekt aber schon 1 Monat ist weil ich nach der Ausbildung schon 3 1/2 Jahre da war. Ergibt doch gar kein Sinn.
Ich habe heute meine Kündigung abgegeben für den 31.7.2018..
Ich hoffe die legen mir da keine Steine in den weg und berücksichtigen einfach meinen Arbeitsvertrag ab 2015..

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6988 Beiträge, 3896x hilfreich)

Zitat (von koeniq):
Wie schwachsinnig ist es dann , dass im Arbeitsvertrag von Beginn an 4 Wochen stehen im endeffekt aber schon 1 Monat ist weil ich nach der Ausbildung schon 3 1/2 Jahre da war.


Im Regelfall wird der AG einen Mustervertrag verwenden. Der ist dann im Wesentlichen bei allen eingestellten AN gleich. Da wird sich dann nicht die Mühe gemacht und der jeweilige Vertrag auf den Einzelfall angepasst.

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 235.083 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
96.665 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen