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Erstattung Fahrtkosten bei Bewerbung

5. Dezember 2007 Thema abonnieren
 Von 
Was weiss ich?
Status:
Student
(2270 Beiträge, 781x hilfreich)
Erstattung Fahrtkosten bei Bewerbung

Hi liebe Leute!

Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass wenn man sich auf eine Stelle bewirbt, und der Arbeitgeber den bewerber dann zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch einlädt, der AG dem Bewerber zur Erstattung der Fahrtkosten verpflichtet ist.

Nun denke ich, dass man die Fahrtkosten ja wohl nicht gleich nach dem Bewerbungsgespräch geltend macht, weil man sich ja Hoffnung auf den neuen Job macht, und man ja nicht irgendwie als Knauserich vor dem AG stehen will. Wenn man den Job dann bekommt, dann 'verschmerzt' man die Fahrtkosten ja auch (nach langer Arbeitslosigkeit z.B.).

Was ist aber, wenn man den Job jetzt nun nicht bekommt? Also man bekommt z.B. 14 Tage nach dem Vorstellungsgespräch diesen 08/15 - Standardabsagebrief incl. Bewerbungsunterlagen.

Kann man dann noch Fahrtkosten geltend machen? Denn wenn man sie direkt nach dem Gespräch geltend machen würde, denke ich, dass man dann von vonrherein schlechtere Karten gegenüber Mitbewerbern hätte, die keine Kosten geltend machen.

Wie seht ihr das?

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"Scientia potentia est."

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43565 Beiträge, 15520x hilfreich)

Es gilt hier die regelmäßige Verjährungsfrist von 3 Jahren zum Jahresende, so dass es kein Problem ist, sich mit so einer Forderung 14 Tage Zeit zu lassen.

Ob es ein Problem für die eigenen Bewerbungschancen ist, die Fahrtkosten direkt geltend zu mache, dürfte von AG zu AG unterschiedlich sein. Manche AG fragen den Bewerber direkt nach dem Gespräch nach der höhe der Fahrtkosten, sowie einer Bankverbindung, um das Geld dorthin zu überweisen.

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#2
 Von 
Was weiss ich?
Status:
Student
(2270 Beiträge, 781x hilfreich)

quote:
Manche AG fragen den Bewerber direkt nach dem Gespräch nach der höhe der Fahrtkosten, sowie einer Bankverbindung, um das Geld dorthin zu überweisen.

Das ist mir aber noch nie passiert, dass jemand 'freiwillig' die Erstattung angeboten hat.

Kannst du mir auch noch sagen, wo das mit der Erstattungspflicht steht? - Danke!


-----------------
"Scientia potentia est."



-- Editiert von Was weiß ich? am 05.12.2007 11:23:33

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#3
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7944 Beiträge, 2872x hilfreich)

Ein grundsätzliches Recht auf Erstattung hat man nicht - nur wenn der AG das vorher angeboten/mitgeteilt hat.
Ich würde doch bei der Zusage zum Vorstellungsgespräch einfach nachfragen, wie es mit den Kosten gehalten wird.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43565 Beiträge, 15520x hilfreich)

@sika0304
Ein Bewerber hat ein grundsätzliches Recht auf Erstattung der Kosten, die im Rahmen eines Vorstellungsgespräches anfallen. Das gilt nur dann nicht, wenn der AG in seiner Einladung ausdrücklich darauf hinweist, dass er die Kosten nicht übernimmt.

@Was weiß ich?
Das ist mir schon mehrfach passiert. Nicht ungewöhnlich ist auch ein Hinweis in der Einladung, dass nur Kosten für eine Bahnfahrt 2. Klasse übernommen werden.

Rechtsgrundlage für diese Pflicht zur Kostenerstattung ist der § 670 BGB . Das gilt übrigens nicht nur für die Fahrtkosten, sondern für alle notwendigen Aufwendungen im Zusammenhang mit einem Vorstellungsgespräch.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Was weiss ich?
Status:
Student
(2270 Beiträge, 781x hilfreich)

Danke für eure Antworten!

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"Scientia potentia est."

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