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Fahrtkosten Erstattung als Leiharbeiter / AÜG

26. Dezember 2011 Thema abonnieren
 Von 
steuerfuchs0815
Status:
Beginner
(61 Beiträge, 27x hilfreich)
Fahrtkosten Erstattung als Leiharbeiter / AÜG

Hallo Community,

dies ist mein erster Beitrag.

Es handelt sich um folgenden Sachverhalt.

Arbeitnehmern (AN) mit festen Wohnsitz in Berlin (BER) ist bei Arbeitegber (AG) mit Sitz in Erlangen (Erl) als Mitarbeiter eingestellt.

AG schickt den AN zu dem Kunden (Pojekt, Laufzeit ~ 1 Jahr).

Kunde (K) hat seinen Sitz in Nürnberg (NÜ).

Wer ist für die Fahrtkosten verantwortlich.

Nach § 670 BGB der AG

Aber wie sieht die Konstruktion im Fall

Berlin --> Nürnberg
Nürnberg --> Berlin

Erlangen --> Nürnberg aus?

Im Arbeitsvertrag wir ddas Thema kurz abgehandelt mit den Worten (Es gelten die Vorschriften des Steuerrechts).

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14823 Beiträge, 5723x hilfreich)

Da fragst du besser einen Anwalt.

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#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35352 Beiträge, 13325x hilfreich)

Die erste Frage wäre doch, um welche Fahrtkosten es sich handelt. Wenn der Mitarbeiter in Berlin lebt, aber einen Arbeitsvertrag in Erlangen abgeschlossen hat, so dürfte diese Entfernung schon mal unerheblich sein, es sei denn, im Arbeitsvertrag ist was anderes vereinbart. Ob die Fahrtkosten von Erlangen nach Nürnberg zu zahlen sind, das ist auch wiederum eine Frage der Vereinbarung oder aber eines Tarifvertrages.

wirdwerden

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#3
 Von 
steuerfuchs0815
Status:
Beginner
(61 Beiträge, 27x hilfreich)

So anbei der Ausschnitt aus dem Vertrag


x. DIENSTREISEN

AN verpflichtet sich, die von der Firma im geschäftlichen Interesse ange­ordneten Dienstreisen durchzuführen. Für die Erstattung der Kosten an­lässlich von Dienstreisen gelten die Vorschriften des Steuerrechts.


Mehr Infos gibt es dazu nicht.

Ein Tarifvertrag ist nicht vorhanden.

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#4
 Von 
guest-12309.07.2016 16:31:25
Status:
Junior-Partner
(5011 Beiträge, 2523x hilfreich)

quote:
Ein Tarifvertrag ist nicht vorhanden.


Ein Leiharbeiter ohne Tarifvertrag, kaum vorstellbar.

Wie der AN zu seinem AG kommt ist grundsätzlich seine Privatsache.
Wenn es da keine Vereinbarung gibt, dass der AG für die Aufwendungen der Strecke Berlin - Nürnberg aufkommt, dann sieht es trübe aus.

Die Fahrten vom AG in Nürnberg zum Einsatzort in Erlangen müsste der AG übernehmen. Wie wirdwerden bereits geschrieben hat: entscheidend ist auch da, was vertraglich vereinbart wurde. Und der eine Satz zum Steuerrecht hinterlässt bei mir mehr Fragen als Antworten.

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#5
 Von 
steuerfuchs0815
Status:
Beginner
(61 Beiträge, 27x hilfreich)

Zur weiteren Erörterung

>Fahrtkosten Erstattung als Leiharbeiter / AÜG

quote:Ein Tarifvertrag ist nicht vorhanden.

quote:Ein Leiharbeiter ohne Tarifvertrag, kaum vorstellbar.

==> Doch genau so ist es aber in der IT-Branche!

Als der Große "Hype" um die Jahrtausendwende war wurde die Gründung von "Gewerkschaften" und anderen "Old-School-Modellen" wie man früher sagte verzichtet. Die Supppe darf jetzt die Generation danach auslöffeln.

Ich möchte Niemanden zu nahe treten, aber es handelt sich hierbei nicht um eine "klassische Tätigkeit" wie z.B. als Maurer, Handwerker oder Schlosser "der mal" an eine andere Baustelle geschickt wird.



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#6
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17781 Beiträge, 8012x hilfreich)

Das Zeitarbeitsunternehmen vermittelt ausschließlich Arbeitnehmer aus dem IT-Bereich?

Es ist deshalb ungewöhnlich, dass ein ZA-Unternehmen keinen Tarifvertrag hat, weil die gesetzlichen Bedingungen öft besser sind als der Mist, der in diesen TVen steht.
Das wissen auch die Arbeitgeber.

"Als der Große "Hype" um die Jahrtausendwende war wurde die Gründung von "Gewerkschaften" und anderen "Old-School-Modellen" wie man früher sagte verzichtet. Die Supppe darf jetzt die Generation danach auslöffeln."

Zuständige Gewerkschaften hat es auch schon vor 11 Jahren gegeben. Da dies keine Generation her ist, dürften auch die noch löffeln, die damals auf organisierte Arbeitnehmer herabgeblickt haben.

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0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
steuerfuchs0815
Status:
Beginner
(61 Beiträge, 27x hilfreich)

Das ist korrekt, nennt sich aber "Consulting" in der IT-Branche.

Nur wenige Frimen, wie die hier geannnte verwendet den Begriff (AÜG) Arbeitnehmer Überlassung


Die restlichen Vertragsparameter sind ja auch überdurchschnittliche, 30 Tage Urlaub, Bildungsbudget etc pp

Aber darum geht es nicht. Es geht nur um den speziellen Fall der Reiko (Reisekosten)



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#8
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35352 Beiträge, 13325x hilfreich)

@ steuerfuchs: es bleibt Dir doch unbelassen, eine Gewerkschaft zu gründen. Wieso sollten das andere für Dich tun? Versteh ich nicht. Zumal es ja welche gibt.

Allerdings sind Gewerkschaften nicht für die individuellen Arbeitsverträge zuständig. Die werden zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geschlossen. Dürfen nicht unter das tariflich festgelegte Minimum gehen, alles andere ist einerlei.

Ihre Individualvereinbarung ist ein Nullum. Die Vorschriften des Steuerrechts gelten doch ohnehin. Dies bedeutet, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer schlicht und ergreifend auf die steuerrechtlichen Anrechnungsmöglichkeiten verwiesen hat. Eine weitere Alternative wäre, dass der Arbeitgeber wie das Finanzamt vergüten möchte. Das könnte man durch schlichtes Nachfragen rausbekommen. Und dann macht man eben soviele Cent pro KM geltend, wie das Finanzamt anrechnen würde.

wirdwerden

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0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17781 Beiträge, 8012x hilfreich)

"AN verpflichtet sich, die von der Firma im geschäftlichen Interesse ange­ordneten Dienstreisen durchzuführen. Für die Erstattung der Kosten an­lässlich von Dienstreisen gelten die Vorschriften des Steuerrechts."

So sehr auch ein IT-Mitarbeiter in der Situation unter Druck steht, weil er entweder unterschreibt oder eventuell bei Klärungsversuch keinen Arbeitsvertrag hat,hier gilt die sogenannte Vertragsfreiheit.

Auch Arbeitsverträge sind in vielen Punkten frei zu vereinbaren. Wer unterschreibt, akzeptiert den Vertrag.
Ihre Frage hier wäre bei Abschluss des Vertrags zu stellen gewesen.
Sie können die Fahrtkosten bei der Steuererklärung absetzen. Vielleicht kann ein Fachanwalt für Arbeitsrecht mehr rausholen.....


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