Fahrtzeit / Arbeitszeit / Minusstunden

15. November 2013 Thema abonnieren
 Von 
go377701-95
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 0x hilfreich)
Fahrtzeit / Arbeitszeit / Minusstunden

Hallo,

mich beschäftigt eine Frage. Wir kommen aus Thüringen und mein Mann arbeitet in einer Firma, die sich mit Flughafentechnik beschäftigt.

Bisher war er immer in der Werkstatt eingesetzt. Der Chef hat ihn letzten Monat erstmalig (seit 6 Jahren) mit ins Montageteam geholt, da er laut Chef ein fähiger Mann ist und das Montageteam unterbesetzt ist.

Folgendes Problem hierbei: Mein Mann war im Oktober mit seinen 22 Arbeitstagen jeden Tag 12, teilweise 14 Stunden unterwegs. In den 22 Arbeitstagen des Monats Okt. hätte er 176 Stunden normal in der Werkstatt gearbeitet und hätte bei 12€ Stundenlohn 2112€ brutto verdient. Im Vertrag ist eine 40 Stunden-Woche vorgesehen. Aber jetzt wird nur die Einsatzzeit auf der Baustelle selbst berechnet. Er war Beifahrer, was lt. Chef nicht bezahlt wird. Ist auch irgendwie verständlich. Aber auf der anderen Seite hat er durch die Aktion nur 138 Stunden "gearbeitet" und hat nur 1656€ brutto bezahlt bekommen. Die sind teilweise mehr gefahren, als sie gearbeitet haben. Diesen Monat ist er wieder im Montageteam. Die fahren nach Kassel, Berlin, Frankfurt, Hannover etc. Das sind schon enorme Strecken. Morgens um 6 Uhr ist er an der Arbeit und kommt erst teilweise um 24 Uhr wieder zurück. Die Firma ist im gleichen Ort.

Ich finde das nicht gerecht. Meines Erachtens nach hätte er die Normalarbeitszeit bezahlt bekommen sollen und auch Spesen hätten ihm zugestanden. Liege ich damit wenigstens richtig?
Der Chef sagt, dass das nicht korrekt wäre. Gibt es da wirklich keine Handhabe dagegen?

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16307 Beiträge, 9231x hilfreich)


quote:<hr size=1 noshade>Meines Erachtens nach hätte er die Normalarbeitszeit bezahlt bekommen sollen <hr size=1 noshade>

Ja. Der Arbeitnehmer hat seine Arbeitskraft für einen vollen Tag zur Verfügung gestellt. Wenn der Arbeitgeber es nicht schafft, die Arbeit so zu organisieren, dass die Arbeitskraft des Arbeitnehmers ausgenutzt wird, dann ist es halt das Pech des Arbeitgebers. Er muss trotzdem den vollen Tag bezahlen.

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Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB ."

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#2
 Von 
go377701-95
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke, lieber drkabo für deine Antwort,

Das heißt er bekommt auch 40 Stunden bezahlt, auch wenn er nur 32 Stunden gearbeitet hat?
Gibt es ein Anrecht auf Spesen für diese langen Einsätze?

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#3
 Von 
guest-12331.05.2016 15:25:27
Status:
Praktikant
(597 Beiträge, 526x hilfreich)

Tagegeld/Verpflegungsmehraufwand kann der AG zahlen, muss er aber nicht. Man kann es als Werbungskosten in der Steuererklärung ansetzen. Im Übrigen wäre es interessant zu der Frage mal einen Blick in den Tarifvertrag, sofern vorhanden, zu werfen. Hier kann durchaus stehen, dass Reisezeiten zur Arbeitszeit zählen sind.

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