Feiertag = Minusstunden - HILFE!

8. April 2010 Thema abonnieren
 Von 
Snice
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 2x hilfreich)
Feiertag = Minusstunden - HILFE!

Hallo zusammen,

ich stehe in folgender Situation und habe damit eine Frage:

Ich bin in einem Einzelhandelsunternehmen in Bayern, wir haben keinen Tarifvertag, ich bin Einzelhandelskaufmann. Meine wöchentliche Arbeitszeit beträgt 42,5 Std. – Diese Verteilt sich so:

Montag: 9 – 19 Uhr – 1 Std. Mittagspause = 9 Std.
Dienstag: 9 – 19 Uhr – 1 Std. Mittagspause = 9 Std.
Mittwoch: 9 – 19 Uhr – 1 Std. Mittagspause = 9 Std.
Donnerstag: - Freier Tag = 0 Std.
Freitag: 9 – 19 Uhr – 1 Std. Mittagspause = 9 Std.
Samstag: 9 – 16 Uhr – 30 Min. Pause = 6,5 Std.
Gesamtarbeitszeit je Woche = 42,5 Std.


Betrachten wir jetzt die Kalenderwoche 14 / 2010.
Hier ist der 05.04.2010 Ostermontag – damit auch gesetzlicher Feiertag.
Hier verlangt unser Arbeitgeber, dass ich in dieser Woche nicht am Donnerstag frei mache, sondern den Montag, also den Feiertag als freien Tag nutzen soll. Daraus ergibt sich nach meiner Auffassung in Zusammenhang mit dem folgendem Gesetzesauszug folgende Rechnung:


§ 2 , Entgeltfortzahlungsgesetzes, Satz (1):
(1) „ Für Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das Arbeitsentgelt zu zahlen, das er ohne den Arbeitsausfall erhalten hätte.“


Montag: FEIERTAG - (Berechnung mit 9 Std. da diese ausgeglichen werden muss?!)
Dienstag: 9 – 19 Uhr – 1 Std. Mittagspause = 9 Std.
Mittwoch: 9 – 19 Uhr – 1 Std. Mittagspause = 9 Std.
Donnerstag: - JETZT NICHT FREIER TAG: 9 – 19 Uhr – 1 Std. Mittagspause = 9 Std.
Freitag: 9 – 19 Uhr – 1 Std. Mittagspause = 9 Std.
Samstag: 9 – 16 Uhr – 30 Min. Pause = 6,5 Std.
Gesamtarbeitszeit der Woche = 51,5 Std.

Also hätte ich in dieser Woche quasi 52,5 Std. gearbeitet – abzüglich der festgelegten Arbeitszeit von 42,5 Std. würde ich auf 9 Überstunden kommen, die mir der Arbeitgeber anrechnen muss, bzw. mir in einer Anderen Woche als Überstunden abfeiern lassen muss.

Unser Arbeitgeber wehrt sich jedoch gegen diese 9 Überstunden und lässt diese vollkommen unter den Tisch fallen, da in seinen Augen keine 9 Arbeitsstunden am Montag zu berechnen sind.

Bitte gebt mir wenn möglich noch weitere Gesetze/Urteile, die mich in meiner Meinung bestätigen. Oder helft mir bitte dabei zu verstehen, weshalb die 9 Stunden am Montag nicht angerechnet werden können.
Vielen Dank! :)

habe gerade nochmal im Arbeitsvertrag nachgesehen, - da steht als ein extra Punkt:

"Mit dem aufgeführten Bezügen sind etwa anfallende Überstunden abgegolten. Im übrigen kann eine Bezahlung von Mehrarbeit nur verlangt werden, wenn vor Ausführung der Mehrarbeit eine Vereinbarung über deren Entlohnung getroffen worden ist."

Kann das eine Einschränkung zu den Feiertagen als Begründung sein? - Nicht wirklich oder?

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär49
Status:
Schlichter
(7434 Beiträge, 1992x hilfreich)

m.e. ist der donnerstag fix und nicht zu verlegen. umgekehrt musst du ja auch damit leben, dass z.b. demnächst himmelfahrt (vatertag) und fronleichnam feiertag und freier tag zusammenfallen.

(ansonsten: HILFE zu schreien erscheint mir doch einigermaßen übertrieben - jede frage hier ist ein hilferuf, und es gibt wahrlich schlimmeres)


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"... nach bestem Wissen :) .
"Das ganze Leben ist ein Quiz ...""

-- Editiert am 08.04.2010 15:54

-- Editiert am 08.04.2010 15:55

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Snice
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 2x hilfreich)

danke, jedoch geht es prinipiell nicht um die Verlegung des freien Tages, da ich diese auf Montag ja hinnehmen würde wenn ein Feiertag dort ist -also halt am Feiertag den freien Tag nehmen, - jedoch möchte ich dafür dann eben die 9 Std. gutgeschrieben haben -also um das geht es hier...

hmm -hat noch jemand andersne Idee..

und doch - HILFE - is angemessen, da ich am Montag dazu ein Gespräch führen werde mit der Geschäftsleitung - und damit vermutlich gegangen werde ^^

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2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
derkleineprinz
Status:
Schüler
(280 Beiträge, 47x hilfreich)

Also, Entgeltfortzahlungsgesetz ist anzuwenden, so dass durch die Streichung des freien Donnerstags die Stundenzahl wohl steigt, aber durch den Passus im Arbeitsvertrag nach meiner Auffassung zu keiner Auszahlung führt. Es stellt sich ggf. die Frage, ob der Sachverhalt unter arbeitszeitgesetzlichen Aspekten einen Angriffspunkt bieten könnte. Ich habe allerdings keine entsprechende Kommentierung.

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