Festvertrag Klausel Probezeit 6 Monate und Kündigungsfrist 2 Monate

4. August 2023 Thema abonnieren
 Von 
guest-12305.08.2023 06:23:15
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Festvertrag Klausel Probezeit 6 Monate und Kündigungsfrist 2 Monate

Hallo,

ich habe heute meinen neuen Vertrag bekommen zum durchlesen und unterschreiben. Es ist ein Festvertrag aber die Klauseln verstehe ich nicht ganz mit den 2 Monaten nach der Probezeit. Es ist doch ein Festvertrag?

Besten Dank für eure Hilfe

Der Wortlaut:

Die Probezeit beträgt 6 Monate. Während der Probezeit kann von beiden Seiten innerhalb 2 Wochen gekündigt werden. Nach Ablauf der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis von jeder Partei mit einer Frist von 2 Monaten zum Monatsende gekündigt werden. Gilt für den Arbeitgeber im Einzelfall eine gesetzliche Kündigungsfrist von mehr als 2 Monaten, kann das Arbeitsverhältnis von dem Arbeitgeber nur mit der jeweils für den Arbeitgeber geltenden gesetzlichen Kündigungsfrist gekündigt werden.


-- Editiert von User am 4. August 2023 17:02

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32677 Beiträge, 17209x hilfreich)

Es ist doch ein Festvertrag? Ja, ist es. Aber auch ein Festvertrag ist ja kündbar...

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47202 Beiträge, 16726x hilfreich)

Zitat (von Markus1972):
Es ist doch ein Festvertrag?


Richtig, was lässt Dich daran zweifeln.

Der AG muss bei einer Kündigung natürlich das Kündigungsschutzgesetz beachten, auch wenn das in der Klausel nicht erwähnt wird.

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#3
 Von 
guest-12305.08.2023 06:23:15
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Es ist doch ein Festvertrag? Ja, ist es. Aber auch ein Festvertrag ist ja kündbar...

Signatur:


Ja das ist mir schon klar, aber so habe ich es noch nicht gelesen. Ein Arbeitgeber kann einen Arbeitnehmer ja nicht so einfach kündigen und wenn nur mit einer Abfindung.

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#4
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16255 Beiträge, 9211x hilfreich)

Zitat (von Markus1972):
Ein Arbeitgeber kann einen Arbeitnehmer ja nicht so einfach kündigen und wenn nur mit einer Abfindung.

Naja, richtig ist, dass der Arbeigeber einen Kündigungsgrund braucht (außer in Kleinbetrieben). Wenn ein zulässiger Kündigungsgrund vorliegt, dann braucht es aber keine Abfindung.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47202 Beiträge, 16726x hilfreich)

Zitat (von Markus1972):
Ein Arbeitgeber kann einen Arbeitnehmer ja nicht so einfach kündigen und wenn nur mit einer Abfindung.


Richtig, er braucht einen Kündigungsgrund. Eine Abfindung wird dabei häufig gezahlt, ist aber keine gesetzliche Pflicht.

Und wenn der AG einen Kündigungsgrund hat, dann muss er die vertragliche Kündigungsfrist von mindestens zwei Monaten einhalten.

Der AN kann ohne Grund kündigen, aber auch nur mit einer Frist von 2 Monaten und nicht wie gesetzlich vorgesehen 4 Wochen.

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#6
 Von 
guest-12305.08.2023 06:23:15
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Und wenn der AG einen Kündigungsgrund hat, dann muss er die vertragliche Kündigungsfrist von mindestens zwei Monaten einhalten.


Also ist es ein Standard Festvertrag, ich hatte das mit den 2 Monaten nicht nicht gelesen in den anderen Verträgen.
Das mit den 6 Monaten ist mir klar.

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#7
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(642 Beiträge, 79x hilfreich)

Ein befristeter Arbeitsvertrag ist eigentlich nicht vorzeitig kündbar da er nach der Befristung ja ohnehin "von alleine" ausläuft.

Allerdings kann im Arbeitsvertrag auch eine Kündigungsklausel (so wie im EP beschrieben) eingebaut werden und diese ist dann auch gültig. Somit können AG oder AN den Arbeitsvertrag auch vorzeitig mit einer Frist von zwei Monaten kündigen.

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#8
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17197 Beiträge, 6425x hilfreich)

@markus1972 hat wohl eine etwas romantische Vorstellung von 'Festvertrag' - 'fest' anscheinend im Sinn von 'unkündbar' - woher hat er den Begriff?
Es gibt befristete und unbefristete Arbeitsverträge - beide sind fest vereinbarte Verträge.
Wieso kommt @Gerd61 plötzlich befristeten AV zu sprechen?

Verträge können Probezeit vereinbaren, längstens 6 Monate
Verträge können auch andere Kündigungsfristen vereinbaren als die nach Par. 622 BGB; dies ist hier der Fall bis zu einer Dauer von unter 8 Jahren (2 Mon zu Monatsende), danach geht es weiter nach 622 - wobei die Fristen für beide Seiten gelten.

-- Editiert von User am 4. August 2023 19:49

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#9
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47202 Beiträge, 16726x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
wobei die Fristen für beide Seiten gelten.


Nein, nach dem Wortlaut der Klausel gilt die Verlängerung der Kündigungsfrist ab einer Betriebszugehörigkeit von 8 Jahren nur für den AG.

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#10
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17197 Beiträge, 6425x hilfreich)

... stimmt, sorry - da hatte ich nur den ersten Teil des Satzes wirklich gelesen und den Rest ... nach Erwartung ergänzt, denke ich.

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