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Frage zu Wettbewerbsverbot - Arbeitsvertrag

 Von 
elena82
Status:
Beginner
(76 Beiträge, 17x hilfreich)
Frage zu Wettbewerbsverbot - Arbeitsvertrag

Hallo,

ich habe einmal folgende Frage.
Ich bin als Recruiterin für ein Unternehmen tätig und habe hier auch einen Arbeitsvertrag unterschrieben mit der Klausel des Wettbewerbsverbots, eben dass ich keine Tätigkeit ausüben darf, die zum Unternehmen des Arbeitgebers im Wettbewerb steht oder stehen könnte.

Nun habe ich die Möglichkeit, noch freiberuflich für eine Personalvermittlung tätig zu sein.

In ersterem Unternehmen recruitiere ich Personal für meinen Arbeitgeber, zum Teil auch IT-Stellen.

Bei zweiterem Aufftraggeber würde ich ebenfalls recruitieren, zwar für andere, aber zum Teil auch leicht ähnliche Stellen.

Nun bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht gegen die Vertragsklausel verstöße, wenn ich für den zweiten Auftraggeber auch tätig bin.

Würde mich über Antworten freuen.

Liebe Grüße

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Unternehmen Klausel Arbeitsvertrag Firma


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
maestro1000
Status:
Lehrling
(1292 Beiträge, 716x hilfreich)

Moin,
die Klausel im Arbeitsvertrag ist nur eine Präzisierung der gängigen Praxis/Rechtsprechung. Müsste genau genommen gar nicht drinstehen. Womöglich hat die Firma nur schon schlechte Erfahrungen mit solchen Mitarbeitern gemacht.
Kein Unternehmen muss akzeptieren dass ein Mitarbeiter ihm Konkurrenz macht.

Ich würde bei der Situation annehmen, dass es sogar zu ernsthaften Interessenskonflikten kommen kann. (Mit entsprechenden Kosequenzen)
Wenn eine Recruiterin etwa gute Bewerber der Firma vorenthält und stattdessen der Personalvermittlung für die eigene Prämie zuführt ist das schlimm.
Das kann sehr schnell passieren, da viele Bewerber mehrgleisig fahren. Da nützt dann gute Argumentation wenig wenn man/frau die Kündigung oder wenigstens Abmahnung in der Hand hält.

Ohne klare Trennlinie wirst Du hier sicherlich Ärger bekommen. Eine Nebenbeschäftigung muss normalerweise auch vom AG genehmigt werden.
Und Nebenjob während der Arbeitszeit ist ein Kündigungsgrund.
Wenn sich hier eine klare Linie ziehen lässt:
Firma hat nur Marketingleute und ITler, die Personalvermittlung arbeitet etwa nur im Gewerbe oder Gastronomie, sollte die Firma die Genehmigung nicht verweigern dürfen. Der Spielraum einer Firma hier Nebenbeschäftigung zu erlauben ist nicht unbeschränkt. Das muss schon wohlbegründet sein und ist bei Bedarf vom Arbeitsgericht überprüfbar. (Schadet aber dem Standing in der Firma)
Ein Gespräch muss mit dem Vorgesetzen (Personalleitung ?) sowieso gemacht werden (wg. Nebenbeschäftigung)
Vielleicht lässt sich eine einvernehmliche Lösung finden.



-- Editiert maestro1000 am 23.06.2013 23:04

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(82309 Beiträge, 34141x hilfreich)

quote:
Nun bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht gegen die Vertragsklausel verstöße, wenn ich für den zweiten Auftraggeber auch tätig bin.

Das dürfte entscheidend von Wortlaut der Klausel abhängen ...





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

"

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#3
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6966 Beiträge, 3844x hilfreich)

quote:
Das dürfte entscheidend von Wortlaut der Klausel abhängen ...

Wohl eher nicht. Selbst wenn die Klausel unwirksam wäre, würde man auf die allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen zurückfallen. Und eine Nebenpflicht des AN aus dem Arbeitsvertrag ist es nunmal, nicht mit dem AG in Konkurrenz zu treten bzw. seine Arbeitsleistung bei einem Konkurrenten zu erbringen. Darauf hat jedoch bereits maestro1000 hingewiesen.

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