Fragen zur fristlosen Kündigung - Konkreter Fall

15. Januar 2006 Thema abonnieren
 Von 
jerry006
Status:
Beginner
(95 Beiträge, 30x hilfreich)
Fragen zur fristlosen Kündigung - Konkreter Fall

Hallo,

In welchen Fällen darf eine fristlose Kündigung ohne Abmahnung ausgesprochen werden?

Fall:

Jemand arbeitet als Briefzusteller. Seine Tour beginnt ab dem Ort, an dem er seine Arbeit vorbereitet. Er fühlt sich nicht wohl, nach dem er auf Tour gefahren ist. Er fährt zum Arzt. Dieser schreibt ihn krank. Er versucht, nachdem er krankgeschrieben wurde, seinen direkten Vorgesetzten telefonisch zu erreichen. Er erreicht ihn nicht. Er schreibt ihm eine SMS, in der der AN alles erklärt. Dass er ihn nicht erreicht hat, dass er krankgeschrieben ist, dass er seine Arbeit in die Hauptgeschäftsstelle zurückgebracht hat, dass er die Krankmeldung in das Fach des dafür zuständigen SBs gelegt hat, dass er wie bereits besprochen dann Urlaub hat, welcher vorher mündlich, in Anwesenheit eines Kollegen, abgeklärt wurde. Der Vorgesetzte streitet alles ab. Er sagt, dass er nicht darüber informiert wurde, dass der AN die Tour abgebrochen hat, dass die Krankmeldung vorliegt, dass er nicht über den Urlaub informiert wurde, wofür auf einmal ein schriftlicher Urlaubsantrag hätte eingereicht werden müssen, wobei dies zur Zeit der Absprache nicht zur Sprache kam, dass die Arbeit des AN in der Hauptgeschäftsstelle vom AN hinterlegt wurde.

Die SMS hat der AN gespeichert. Allerdings an einem anderen Tag, als er sie versandt hat. Wenn der AN diese SMS aufruft und er in den Details nachschaut, steht das Speicherdatum mit Uhrzeit und nicht das Versanddatum mit Uhrzeit.

Das alles, was der AN dem Vorgesetzten per SMS mitgeteilt hat, aber an was sich der Vorgesetzt nicht erinnern will, wird dem AN in einer fristlosen Kündigung vorgeworfen.

Ist diese fristlose Kündigung rechtens? Oder hätte der AG eine Abmahnung aussprechen müssen?

Bitte um eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Gruß

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
venotis
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2316x hilfreich)

Was ist zur Meldung der AU in der Firma konkret geregelt?
Und was wurde da urlaubsmäßig abgesprochen?
Was ist ansonsten zum Thema Urlaubsantrag geregelt?

Und interessehalber: Mit welcher Diagnose ist der AN krankgeschrieben worden?

MfG

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#2
 Von 
jerry006
Status:
Beginner
(95 Beiträge, 30x hilfreich)

was alles genau in der fa geregelt ist, weiß der an nicht. bei dem an handelt es sich um einen alg II-empfänger, der das av mit dem ag als nebenbeschäftigung eingegangen ist.

die diagnose, soweit ich weiß, darf der ag gar nicht erfahren. auf jeden fall, war der an krank!

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
venotis
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2316x hilfreich)

quote:
was alles genau in der fa geregelt ist, weiß der an nicht. bei dem an handelt es sich um einen alg II-empfänger, der das av mit dem ag als nebenbeschäftigung eingegangen ist.


Dann kann man von hier aus auch nichts sagen, inwieweit der 'Verstoß' für ne fristlose Kündigung reicht, wenn man nicht mal weiß wie er (insofern eine Vorschrift dazu existiert) sich hätte in dem Fall verhalten sollen.

quote:
die diagnose, soweit ich weiß, darf der ag gar nicht erfahren. auf jeden fall, war der an krank!


Gehört auch nicht zum Thema. Wäre nur die Frage gewesen, ob er überhaupt noch hätte fahren dürfen, wenn er sich nicht in der Lage sieht zu arbeiten. Aber das stand ja nicht zur Diskussion.

MfG

-- Editiert von venotis am 15.01.2006 20:09:04

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