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Frisiertes Zeugnis - aber übernommen worden

 Von 
Dolorisumbridge
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Frisiertes Zeugnis - aber übernommen worden

Hallo.

Gestern hat sich meine Freundin mir anvertraut. Folgendes Problem :

Damals war meine Freundin ca ein halbes Jahr arbeitslos. In dieser Zeit war sie sehr depressiv und hat das Leben in Frage gestellt,da sie keinen Job bekommen hat. Über 100 Bewerbungen und es war nichts geeignetes dabei (gelernte Bürokauffrau) Problem war auch die fehlende Berufserfahrung damals,sodass man ihr keine Chance gab. Irgendwann konnte sie dann bei einer Zeitarbeit anfangen. Nun gut besser als nichts. Sie arbeitete dann nachts in einer Fabrik, um einfach aus der arbeitslosigkeit heraus zu kommen. Das war natürlich nicht das was man sich gewünscht hatte. Leider war das Abschlusszeu . Mit 3 Fünfen bestückt. Ansonsten war es gut. Das war ihr aber so peinlich und sie hat aus 2 fünfen eine 4 und eine 3 gemacht. Damit bewarb sie sich wieder bei einer zeitarbeitsfirma die einen Job in der Heimat vermittelte.

Sie wurde genommen und nach der 4 Monatigen Zeit über die Zeitarbeitsfirma von dem Unternehmen übernommen.

Jetzt arbeitet sie dort schon einige Jahre. Sie macht einen tollen Job und hat immer mal wieder die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln, intern,was sie aber bis jetzt immer gelassen hat aus Angst, das Zeugnis könnte aufliegen. Die Noten waren nicht einstellungsrelevant.

Jetzt ist die frage, sollte sie sich bewerben, werden immer nur Lebenslauf und Anschreiben verlangt (intern) , kla wird man auch einen Blick in die Personalakte werfen. Was wenn das raus kommen sollte? Könnte etwas passieren? WEIL beworben hat sie sich damals bei der Zeitarbeitsfirma, sie wusste ja nicht zu welchem Unternehmen Sie kommen würde,sodass sie die Bewerbung auch nicht an das Unternehmen sondern an die Zeitarbeitsfirma gerichtet hat. Insofern hat sie sich ja nicht mit den Unterlagen in dem Unternehmen wissentlich beworben. SiE bereut das schon viele viele Jahre lang weil sie sich so auch alle Weiterbildungsmöglichkeiten immer verbaut aus Angst den Job zu verlieren. Sie hätte damals auch einfach nur das Zeugnis das den Abschluss bestätigt (da wurde nichts geändert ) einreichen können man hätte sie trotzdem genommen.

Vielleicht hat jemand einen Rat. Was könnte passieren, weil beworben hat sie sich ja bei der Zeitarbeit und nicht IN dem jetzigen Unternehmen. Das hat sie ja nach der Beschäftigung bei der Zeitarbeit so übernommen .

Sie weiß, das so ein Verhalten natürlich auf deutsch gesagt beschissen war. Aber hat echt aus purer Verzweiflung so gehandelt...

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Zeitarbeit Zeugnis Zeitarbeitsfirma Bewerbung


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
little-beagle
Status:
Student
(2175 Beiträge, 1213x hilfreich)

Hat Sie das Zeugnis denn damals dem jetzigen Arbeitgeber vorgelegt?

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#2
 Von 
Dolorisumbridge
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Sie persönlich nicht, nein. Aber die damalige Zeitarbeitsfirma wird die Bewerbung ja weiter geleitet haben. Aber adressiert war die Bewerbung ja an das Zeitarbeitsunternehmem.

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#3
 Von 
Ally McBeal
Status:
Schüler
(309 Beiträge, 82x hilfreich)

hi,

warum macht sie sich jetzt Sorgen um das damals bei der Zeitarbeit abgegebene Zeugnis?? Wurde aktuell ihre Eignung/Vorbildung erfragt, weil eine Umschulung oder Versetzung ansteht??

Sofern nichts bestimmtes vorliegt, sollte sie die Sache mit dem "korrigierten" Zeugnis einfach vergessen und zukünftig nur noch die Bescheinigung über das Bestehen der Ausbildung in Bewerbungen mitschicken. Praktische Berufserfahrung zählt viel mehr, als das Abschlusszeugnis der Berufsschule.

LG

Ally

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#4
 Von 
Dolorisumbridge
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Ally McBeal):
hi,

warum macht sie sich jetzt Sorgen um das damals bei der Zeitarbeit abgegebene Zeugnis?? Wurde aktuell ihre Eignung/Vorbildung erfragt, weil eine Umschulung oder Versetzung ansteht??

Sofern nichts bestimmtes vorliegt, sollte sie die Sache mit dem "korrigierten" Zeugnis einfach vergessen und zukünftig nur noch die Bescheinigung über das Bestehen der Ausbildung in Bewerbungen mitschicken. Praktische Berufserfahrung zählt viel mehr, als das Abschlusszeugnis der Berufsschule.

LG

Ally

h

Hey,
Weil die Zeitarbeitsfirma ja die Bewerbung an das Unternehmen weiterleitet... Das Unternehmen sucht ja anhand dessen den Bewerber aus. Wenn also nun die Zeugnisse aus der Bewerbung von damals nochmal angeschaut werden sollten aufgrund einer internen Bewerbung und es würde dort dann doch auffallen,... Was wäre die Konsequenz? Die Bewerbung wurde ja quasi an das Zeitarbeitsunternehmem adressiert nicht an das eigentliche Unternehmen in dem sie jetzt tätig ist.

-- Editiert von Dolorisumbridge am 26.10.2018 16:20

-- Editiert von Dolorisumbridge am 26.10.2018 16:21

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#5
 Von 
Ally McBeal
Status:
Schüler
(309 Beiträge, 82x hilfreich)

ich habe bisher noch nicht erlebt, dass die ZA meine echten Unterlagen an das entsprechende Unternehmen weiterleitet. Da wird kurz zusammengefasst, welche Vorzüge ihr Bewerber hat, evtl. noch ein anonymer Lebenslauf anhand des Fragebogens, den man bei der ZA ausfüllen darf.

Das bedeutet aber nicht, dass jede ZA es so macht; sind nur meine Erfahrugnen mit mehreren ZA (hab da aus Neugierde schon mal nachgefragt und mir die von der ZA an das entsprechende Unternehmen geschickten Unterlagen mal angesehen).

Ally

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#6
 Von 
fb458597-5
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 17x hilfreich)

Welcher AG interessiert sich nach X Jahren für irgendwelche Schulzeugnisse?
Davon ab: Ellenlanger Text ... bring es doch einfach in einen Satz aufn Punkt, kann ja nicht so schwer sein.

Und zu guter letzt: Sag die Wahrheit, mit Lügen kommt man nicht weit - Siehst du ja selber. Und auf die Tränendrüse drücken bringt auch nix. Steh zu deiner Tat und werd erwachsen anstatt nach Verständnis zu betteln.

Dennoch sollte dir bewusst sein, dass es sich hierbei um Urkundenfälschung handelt und es eine Straftat ist. Dazu findet man aber bei Google auch dutzende Ergebnisse, wenn man einfach mal danach sucht ....

Außerdem kann der AG dich natürlich auch noch nach Jahren kündigen und ggf. sogar auch Schadensersatz verlangen.

Es ist auch kein "Zeugnis frisieren", sondern Urkundenfälschung und eine Straftat. Nenn es beim Namen, anstatt es runter zu spielen.

-- Editiert von fb458597-5 am 27.10.2018 12:15

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