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Fristlose Kündigung.... Angebliche Abmahnung

10.8.2019 Thema abonnieren
Geschlossen Neuer Beitrag
 Von 
go522407-80
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Fristlose Kündigung.... Angebliche Abmahnung

Hallo liebe Mitglieder,

Folgender Sachverhalt liegt vor.
Fristlose Kündigung erhalten, angeblich sollen dieser mehrere mündliche Abmahnungen vorangegangen sein. Dies ist aber nicht so. Muss ich oder der AG diese Abmahnungen beweisen, es gab nie Gespräche oder sonstiges in denen mir arbeitsrechtliche Konsequenzen angedroht wurden. Jetzt habe ich die Arbeutsbescheinigung da steht drin ich wäre im Zeitraum X abgemahnt würden. Was ist wenn der AG diese Abmahnungen nachträglich in der Personalakte vermerkt. Habe ich irgendeine Möglichkeit diese anzuzweifeln. Fakt ist es gab nie eine Abmahnung.

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Gelehrter
(11601 Beiträge, 4818x hilfreich)

Bei einer fristlosen Kündigung, deren Berechtigung dir nicht einleuchtet, gibt es keinen anderen Weg, als sofort zum Arbeitsgericht zu gehen und Kündigungsschutzklage einzureichen, 'Sofort' heißt hier: binnen 3 Wochen ab Zugang der Kündigung.
Der AG muss beweisen. Und wenn die Kündigung sich auf Abmahnungen gründet, wird das Gericht die Abmahnungen gleich mit überprüfen.

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#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30974 Beiträge, 12348x hilfreich)

Aber eine fristlose Kündigung müss sich doch gar nicht auf Abmahnungen beziehen.

wirdwerden

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#3
 Von 
blaubär+
Status:
Gelehrter
(11601 Beiträge, 4818x hilfreich)

... wie wahr, wirdwerden! Das macht den Vorgang noch mysteriöser.

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#4
 Von 
go522407-80
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo, die Kündigung Stütz sich auf die angeblichen Abmahnungen welche ich wie gesagt nie erhalten habe. Weder schriftlich noch mündlich. Beim Anwalt war ich bereits und sollte bis morgen keine Reaktion seitens des AG vorliegen, wird die Kündigungsschutzklage eingereicht. Noch dazu kommt das ich für Juli kein volles Gehalt bekommen habe, es noch 4 Urlaubstage und 193 Stunden Mehrarbeit abzugelten sind..

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#5
 Von 
StefanHAM
Status:
Schüler
(369 Beiträge, 119x hilfreich)

Was mich in diesem Zusammenhang mal interessiert ... angeblich sind verhaltensbedingte fristlose Kündigungen ja oftmals aussichtslos, wenn vorher keine Abmahnung erfolgt ist. Ist das wirklich so?
Habe im Netz gelesen, dass hier auch eine Verhältnismäßigkeit oder wie es sich nannte geprüft wird ...
Sprich, in wie weit hat dieser Verhaltensverstoß Auswirkungen auf das künftige Miteinander ...!
Angenommen ein Arbeitnehmer arbeitet in einer großen Firma, hat 1000 Kollegen.
Er beleidigt zwei davon ... beide sind keine Vorgesetzten.
Ist das ein gutes Beispiel dafür wo Arbeitsgerichte vermutlich sagen würden, dass eine fristlose Kündigung hier kein gerechtfertigtes Mittel ist?

-- Editiert von StefanHAM am 08.03.2020 19:12

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(80925 Beiträge, 33893x hilfreich)

Zitat (von StefanHAM):
Ist das ein gutes Beispiel dafür wo Arbeitsgerichte vermutlich sagen würden, dass eine fristlose Kündigung hier kein gerechtfertigtes Mittel ist?

Nö. Denn es ist egal wie viele Leute insgesamt dort arbeiten.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#7
 Von 
guest-12330.04.2020 12:15:00
Status:
Student
(2419 Beiträge, 504x hilfreich)

Zitat (von go522407-80):
Beim Anwalt war ich bereits
Ihnen ist hoffentlich klar, dass Sie Ihre Anwaltskosten selbst tragen müssen?

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#8
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30974 Beiträge, 12348x hilfreich)

Stephan, nicht jeder Blödsinn, der im Internet steht, entspricht der Wahrheit bzw. der juristischen Bewertungsrealität. Fakt ist, dass fristlose Kündigungen doch die unproblematischten sind. Es bedarf keiner Abmahnung, es wird einfach geprüft, ob es dem Arbeitgeber unzumutbar ist, weiter dem dem Arbeitnehmer zusammen zu arbeiten. Derjenige muss sofort gehen. Das wars dann. Meist liegen dem ja Handlungen im kriminellen Bereich, oder zumindest in einer Grauzone zugrunde. Beispiel aus der Praxis: Mitarbeiter klaut wie eine diebische Elster, der soll abgemahnt werden und weiter arbeiten dürfen? Das geht doch gar nicht.

Um diesen Mitarbeitern nicht die Zukunft komplett zu versauen wird dann bei Gericht oft ein Vergleich geschlossen, Umwandlung der fristlosen in eine fristgerechte. Und das wars. Das ist aber weiss Gott und Mensch kein Verfahrensgewinn für den Arbeitnehmer.

wirdwerden

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#9
 Von 
blaubär+
Status:
Gelehrter
(11601 Beiträge, 4818x hilfreich)

Nochmals auf Anfang:
Der AG muss glaubhaft darlegen / beweisen, dass das Fehlverhalten des AN von der Art ist, die eine fristlose Kündigung rechtfertigt, also schwere Hämmer, die die Zusammenarbeit umgehend unzumutbar machen. Das ganze Gerede wegen der Abmahnungen lenkt nur davon ab.

@stefanham
'Verhaltensbedingte Kündigungen' bedürfen in der Tat in aller Regel der Abmahnung, dabei handelt es sich aber um kleine Formen des Fehlverhaltens wie Zuspätkommen, AU nicht eingereicht u.ä. - eine ganz andere Ebene.
Bei Beleidigungen wird man genau hinschauen müssen, was da gesagt worden ist; wenn es sich um rassistische Beleidigungen handelt, kann auch da die 'Fristlose' die angemessene Reaktion des AG sein, denn sowas beschädigt leicht den Betriebsfrieden. Und zu beachten ist auch, dass die 'Fristlose' wirklich das letzte Mittel ist. Hier mag eine Rolle spielen, dass/wenn der Fragesteller schön öfter aufgefallen ist.

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#10
 Von 
guest-12330.04.2020 12:15:00
Status:
Student
(2419 Beiträge, 504x hilfreich)

Zitat (von go522407-80):
Fristlose Kündigung erhalten
Wann? Wenn der Zugang länger als drei Wochen her ist, ist der "Drops gelutscht".

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#11
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30974 Beiträge, 12348x hilfreich)

guy, schau doch mal auf die Daten.

wirdwerden

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#12
 Von 
guest-12330.04.2020 12:15:00
Status:
Student
(2419 Beiträge, 504x hilfreich)

:bang:

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