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Fristlose Kündigung - ausstehender Lohn - Hilfe

10. März 2009 Thema abonnieren
 Von 
Cillian
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)
Fristlose Kündigung - ausstehender Lohn - Hilfe

Hallo erstmal =)


Ich habe heute die fristlose Kündigung von meinem Chef bekommen. Als Grund ist angegeben Krankheit und Arbeitsverweigerung. Ich war im Januar und Februar krank gewesen, also nicht durchgehend. Letzte Woche hatte ich Urlaub beantragt und der wurde von meinem Chef auch genehmigt. Normalerweise meldet sich der Chef immer wenn Arbeit anliegt... das tat er am Sonntag aber nicht.
Als Hintergrund... ich hatte ihm vor 3 Wochen einen Brief geschickt wo ich ihn bat mir meinen Lohn zu überweisen. Auf diesen erfolgte keine Reaktion seinerseits. Er schuldet mir jetzt für fast 4 Monate das Geld. Zudem erhält er noch Zuschüsse vom Arbeitsamt und ich denke mit der fristlosen Kündigung will er eventuelle Rückforderungen umgehen. Bekomme ich jetzt eine Sperre vom Arbeitsamt? Ist die Kündigung überhaupt rechtmäßig und wie soll ich mein ausstehendes Geld einfordern...per Lohnklage oder Mahnverfahren?

Wäre nett wenn mir jmd hilft

PS: ich habe keine Rechtschutzversicherung und auch nicht in der Gewerkschaft

-- Editiert am 10.03.2009 19:27

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12313.03.2009 19:03:35
Status:
Lehrling
(1677 Beiträge, 254x hilfreich)

Hallo,
ja, die AfA wird eine Sperre von 12 Wochen verhängen,Hartz4 würde auch gekürzt werden, wenn Du nicht *sofort* rechtliche Schritte einleitest.

a) Sofort Klage einreichen. EInmal wegen der Kündigung und einmal wegen der Kohle.
Eine Klage wegen der Kündigung muss unbedingt innerhalb von drei Wochen beim Arbeitsgericht eingehen, ansonsten stehtst Du ohne alles da und der Chef lacht sich über soviel Dummheit kaputt.
Entsprechend früher,also sofort,sollte was unternommen werden.
Hast ja auch die Zeit dafür,bist ja "freigestellt"

Was die Einforderung des Lohns angeht reicht ja bereits der eine Brief als Mahnung. Dafür ist ebenfalls das Arbeitsgericht zuständig. Wird gleich mit aufgeschrieben.
Die netten Rechtspfleger helfen beim Aufsetzen der Klage während ihrer Sprechstunde. Am besten noch einen Vollstreckungstitel mit beantragen.

Würde aber dringend zu einem Anwalt raten.
Je nach Betriebsgröße (über 10 festen Mitarbeitern) besteht auch Kündigungsschutz,wenn nicht gerade noch eine Probezeit gilt.
Ansonsten muss die Firma wenigstens noch die ordentliche Kündigungsfrist bezahlten und ein Arbeitszeugnis ausstellen wonach aus "dringenden betrieblichen Gründen" gekündigt wurde. Und entsprechende Arbeitsbescheinigung für die AfA/ARGE sowieso.

Geht zur Not auch ohne Anwalt. Aber in diesem Fall ist dringend zu einem raten. Deine Zukunft und mindestens ein halbes Jahresgehalt steht auf dem Spiel. Ausserdem willste es dem Betrüger ja auch richtig zeigen.

Das Arbeitsgericht einen Beratungsschein ausgeben ( geringe Selbstbeteiligung von ich glaub 10 Euro beim Anwalt) sowie auff Antrag auch Prozesskostenhilfe übernehmen.


b) Bei der Krankenkasse nachfragen , ob die Firma Beiträge überwiesen hat.
Wenn nein darum bitten mit der Rechtsabteilung zu sprechen und den Fall schildern. Dann machen die Dampf,aber richtig.
Und gleichzeitig auch die KRankenkasse bitten - wenn nicht bezahlt wurde -
das schriftlich zu bestätigen und ebenfalls dem Gericht zuleiten (ggfs.nachschicken), damit sich der Richter ein besseres Bild von der Firma und der Substanz der fristlosen Kündigungsgründe machen kann

b) mit Sachbearbeiter bei AfA/ARGE reden und Kopie der Klageschrift da lassen damit die wenigstens unter Vorbehalt zahlen und Du etwas Einkommen hastl.
(Ja das müssen sie. Unter Vorbehalt heißt, dass die Behörde das Geld zurückwill, wenn die Firma sich doch mal bequemt zu zahlen)

Viel Erfolg.

-- Editiert am 10.03.2009 21:13

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Cillian
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)

Danke für die ausführliche Antwort :)

Glaub bald auch dass das ohne Anwalt nichts wird.

1x Hilfreiche Antwort

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