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Gehalt nach Kündigung erhalten

13. März 2021 Thema abonnieren
 Von 
Nexhinexhi
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)
Gehalt nach Kündigung erhalten

Hallo Leute!

Ich hatte letztes Jahr meinen Job gekündigt, nachdem die Firma ein Insolvenzverfahren eröffnet hatte. Ich hatte eineinhalb Monate unter "Insolvenz" gearbeitet (1,5 Monate nach Eröffnung der Insolvenz) und dann gekündigt. Trotzt der Kündigung habe ich das Gehalt für 3 Monate bekommen (1,5 Monate mehr als ich tatsächlich gearbeitet hatte). Das Gehalt für die 3 Monate wurde von dem Insolvenzverwalter/Agentur für Arbeit gezahlt. Ist das in Ordnung? Soll ich was machen?

Ich mache gerade die Steuererklärung und ich möchte keine Probleme mit dem Finanzamt zu haben. Hat jemand eine ähnliche Erfahrung gehabt? Was würdet ihr machen?

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15005 Beiträge, 5782x hilfreich)

Jedenfalls solltest du das Geld nicht ausgeben. Die Rückforderung wird früher oder später kommen, da dir das Geld nicht zusteht.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Nexhinexhi
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antwort!

Soll ich mich irgendwo (z.B Agentur für Arbeit) melden oder soll ich einfach warten?
Riskiere ich nicht eine Geldstrafe, wenn ich warte?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15005 Beiträge, 5782x hilfreich)

.... Geldstrafe - wofür denn? Du hast ja nichts Unrechtes getan.
Du kannst dich melden - oder einfach warten bis der Fehler auffällt.

Angemerkt: ich habe es erlebt, dass ein Fehler, den ich gemeldet hatte, erst einmal bestritten wurde. Ich habe auch erlebt, dass ich einen Fehler korrigiert habe .... und später doch noch eine Forderung darüber kam. Was dann einige Mühe machte. Es kann so oder so richtig oder falsch laufen.

-- Editiert von blaubär+ am 13.03.2021 13:51

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105927 Beiträge, 37839x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
.... Geldstrafe - wofür denn?

Natürlich für den begangenen Sozialbetrug - da sind die Ämter und Gerichte auch recht humorlos ...



Zitat (von Nexhinexhi):
Ich mache gerade die Steuererklärung und ich möchte keine Probleme mit dem Finanzamt zu haben.

Das dürfte das geringste Problem sein. Mit der Erklärung würde ich noch etwas warten.



Zitat (von Nexhinexhi):
Ist das in Ordnung?

Nein



Zitat (von Nexhinexhi):
Soll ich was machen?

Ja, und zwar schnellstens ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Nexhinexhi
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke nochmal an beide für die Antwort!

Ihre Ansichten sind völlig anders. Ich werde sowieso fragen, was dort passiert ist.

Die ganze Geschichte ist wie folgt. Als ich das Gehalt damals bekam, habe ich sofort die Insolvenzverwalter-Kanzelei angerufen. Ich hatte ihnen erzählt, dass ich mehr bekommen hatte. Die Dame auf der anderen Seite sagte, dass es auch normal sein könnte. Sie hat auch was in juristische Sprache gesagt (ich hatte was sie meinte nicht richtig verstanden). Und am Ende habe ich sie gefragt, was ich machen sollte. Sie hat gesagt: Nichts.

Ich habe dann gedacht, dass es vielleicht irgendwelche Gesetzt gibt, das sagt, dass wenn man sich während eines Insolvenzverfahrens kündigt, dann hat man Anspruch auf dem Gehalt für die gesamte Dauer des Insolvenzverfahrens (d.h. 3 Monate). Ich habe das nicht mehr verfolgt (Die Dame hatte mich irgendwie beruhigt).




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#6
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15005 Beiträge, 5782x hilfreich)

Au - das tut schon beim Lesen weh, der Absatz mit "ich habe mir gedacht ....".

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Nexhinexhi
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Sorry, ich kann das verstehen, aber Deutsch ist meine fünfte Sprache. Ich hatte auch schnell geschrieben.

Ich bin in Deutschland nur seit 2 Jahren, aber danke für den Hinweis. Ich werde versuchen, die Sprache zu verbessern.

-- Editiert von Nexhinexhi am 13.03.2021 17:37

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105927 Beiträge, 37839x hilfreich)

Mich beunruhigt eher das telefonieren.
Jetzt hat man keinen entlastenden Nachweis, das man reklamiert hat.

Denn reklamiert man aber die Gegenseite macht nicht, kann einem das nicht angelastet werden.



Zitat (von Nexhinexhi):
dass es vielleicht irgendwelche Gesetzt gibt, das sagt, dass wenn man sich während eines Insolvenzverfahrens kündigt, dann hat man Anspruch auf dem Gehalt für die gesamte Dauer des Insolvenzverfahrens (d.h. 3 Monate).

Ausschließen möchte ich das nicht generell, wäre mir aber gänzlich neu.



Zitat (von Nexhinexhi):
Das Gehalt für die 3 Monate wurde von dem Insolvenzverwalter/Agentur für Arbeit gezahlt.
#
Wer hat es denn nun tatsächlich gezahlt, Insolvenzverwalter oder Agentur für Arbeit?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Nexhinexhi
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Das Geld wird definitiv von AB gezahlt. (und auch in diesem Fall hat die AB bezahlt)

Der Insolvenzverwalter is verantwortlich für das Insolvenzverfahren und (ich glaube) er repräsentiert das Unternehmen während der Insolvenz. So ist er vorübergehend praktisch der Geschäftsführung. Er vertritt und muss den Interessen des Unternehmens dienen. (Ich bin aber kein Anwalt.)

Ich habe das gefunden:

Eine Insolvenz tritt ein, wenn eine Arbeitgeberin oder ein Arbeitgeber seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr oder nicht mehr vollständig nachkommen kann. In diesem Fall zahlt die Agentur für Arbeit auf Antrag der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Ersatz für das fehlende Entgelt (Insolvenzgeld). Insolvenzgeld wird einmalig für die letzten drei Monate vor Eintreten der Insolvenz gezahlt.

Eine Insolvenz liegt vor, wenn

1) - ein Insolvenzverfahren eröffnet wird

oder

2) - der Eröffnungsantrag mangels Masse abgewiesen wird

Diese Entscheidung trifft das zuständige Insolvenzgericht. Wurde vom Unternehmen selbst kein Insolvenzantrag gestellt, kann die Agentur für Arbeit ein Insolvenzereignis wegen vollständiger Betriebseinstellung bei offensichtlicher Zahlungsunfähigkeit feststellen.


Aber sagt nichts viel....

-- Editiert von Nexhinexhi am 13.03.2021 17:59

-- Editiert von Nexhinexhi am 13.03.2021 18:12

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Nexhinexhi
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe auch das gefunden:

"Das Insolvenzgeld wird - sobald die schriftliche Kündigung vor dem Insolvenzereignis ergeht - rückwirkend vom Tag der Kündigung gezahlt. Die Kündigung gilt nur in Schriftform gemäߧ 623 BGB. Wenn jemand keine schriftliche Kündigung hat, wird rückwirkend vom Tag des Beschlusses maximal drei Monate das Insolvenzgeld gezahlt. Sollte einem Arbeitnehmer nicht komplett drei Monate ausstehen, dann bekommt er nur den Zeitraum bezahlt, in dem er noch Anspruch auf Gehalt hat.

Das ausstehende Arbeitsentgelt muss durch den Arbeitgeber (bei Abweisung mangels Masse oder Betriebseinstellung) oder vom Insolvenzverwalter (nur bei Insolvenzeröffnung) durch eine sogenannte Insolvenzgeldbescheinigung bestätigt werden."


-- Editiert von Nexhinexhi am 13.03.2021 18:13

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15005 Beiträge, 5782x hilfreich)

Ich verstehe nicht mehr so richtig, worum es jetzt noch geht - das Insolvenzrecht führt doch in der Frage gar nicht weiter und ändert nichts daran, dass es offenbar - im Sinne deiner eigenen Erklärung - zu einer Überzahlung gekommen ist, die früher oder später korrigiert werden wird.

Harrys Meinung teile ich nicht, dass du dich des 'Sozialbetrugs' schuldig gemacht haben könntest, wenn der Insolvenzverwalter dir zu viel Kohle überweist. Vorausgesetzt, dass du nichts dazu beigetragen hast - wofür ich aber keine Anhaltspunkte sehe.

Mein 'Autsch' zuvor bezog sich nicht auf dein Deutsch, sondern auf die Idee überhaupt, dass es im Arbeitsleben Geld ohne Leistung geben könnte.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Nexhinexhi
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Vorausgesetzt, dass du nichts dazu beigetragen hast

Nein, habe ich nicht. Ich hatte schriftlich gekündigt, und Schluss.... ich war weg. Ich hatte sogar auch den Insolvenzverwalter damals angerufen für eine Erklärung.



Ich hatte gekündigt, weil ich mich in ein solches Unternehmen nicht mer sicher gefühlt habe. Ich war nicht verantwortlich für die Insolvenz. Ich hatte gedacht, dass der Arbeitnehmer in solchen Fällen irgendwie geschützt wird. Ich wollte nur eine Meinung ob es sowas gibt (gesetzlich)... anscheinend nicht (Ich habe gestern schon genug gegoogelt).



Zitat (von blaubär+):
Ich verstehe nicht mehr so richtig, worum es jetzt noch geht

Nein, mir ist jetzt alles klar.


Danke für die Antwort!

-- Editiert von Nexhinexhi am 14.03.2021 10:50

-- Editiert von Nexhinexhi am 14.03.2021 10:50

-- Editiert von Nexhinexhi am 14.03.2021 10:50

-- Editiert von Nexhinexhi am 14.03.2021 10:51

0x Hilfreiche Antwort

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