Gehalt vs. Stundenlohn - Arbeitstage pro Monat uvm

23. November 2014 Thema abonnieren
 Von 
Nanouk84
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 1x hilfreich)
Gehalt vs. Stundenlohn - Arbeitstage pro Monat uvm

Gehalt vs. Stundenlohn - Arbeitstage pro Monat

Hallo, es geht um folgenden Fall:

Arbeitnehmer A ist in einer Firma angestellt. Im Vorstellungsgespräch hat der Arbeitnehmer A ein Nettogehalt von 1500 € gefordert, was für den Arbeitgeber B auch in Ordnung war.

Nach einer unbezahlten Probewoche bekamt Arbeitnehmer A den Arbeitsvertrag vorgelegt. Dort waren 10,00 € brutto als Stundenlohn vereinbart. Diese Sache hinkte schon einmal. Arbeitnehmer A rechnete einen Stundenlohn von 10,70 € brutto aus, damit würde er auf ca. 1400 €, netto kommen - natürlich bei 21,666 Arbeitstagen im Monat, was den Durchschnitt ausmacht. Der Arbeitgeber B willigte ein und sagte dem Arbeitnehmer A eine Gehaltserhöhung nach der Probezeit zu.

Die Monate vergingen, nun arbeitet Arbeitnehmer A schon 1,25 Jahre bei Arbeitgeber B ohne eine Gehaltserhöhung, weil der Arbeitgeber B immer sagt, er müsse noch weiter beobachten.

Statt Stundenlohn, wie es im Arbeitsvertrag verankert ist, wird aber ein regelmäßiges Festgehalt von 1255 €, netto gezahlt, was 1819 € brutto ausmacht. Arbeitnehmer A arbeitet aber 42,5 Stunden pro Woche, sprich 8,5 Stunden pro Tag.

Klausel im Arbeitsvertrag:

quote:
Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 42,5 Stunden pro Woche. Die tägliche Arbeitszeit ist von 8.00 - 17.00 Uhr. Pause: 12.00 - 12.30 Uhr.

Vergütung

Stunden - Lohn 10,70 €
Über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus gehende 5 Arbeitsstunden pro Woche sind mit der Monatsvergütung abgegolten.


Der Monat hat aber mal 20, 21, 22 oder auch mal 23 Arbeitstage. Auf das Jahr berechnet sind das statt 2040 Arbeitsstunden, die bezahlt werden nun 2210 Stunden.

Mit dem Faktor 10,70 € mal genommen würde das ein Jahresgehalt von 23.647,00 € ergeben. Das Jahresgehalt beträgt aber nur 21.828 €.

Das heißt wiederum, dass eine Summe von 1819,00 €, brutto, was einem kompletten Monatsgehalt entspricht nicht ausgezahlt wird. Denn wenn man 10,70 € mit durchschnittlich 21,6666 Arbeitstagen im Monat berechnet, ergibt sich ein Bruttogehalt von 1970,58 €. Heißt also Arbeitnehmer A schenkt Arbeitgeber B monatlich 151,58 €, weil in seinem Arbeitsvertrag ein Stundenlohn festgelegt wurde und kein Festgehalt.

Wenn Arbeitnehmer A diese Berechnung nun seinem Chef vorlegen würde, wäre er da im Recht und könnte das nicht ausbezahlte Geld, was ihm aber zusteht, nachfordern?

Wie sieht es mit der Hinhaltetaktik des Arbeitgebers B aus? Der Arbeitgeber B hat sich nicht an die mündlichen Vereinbarungen gehalten und den Arbeitnehmer A schon im Vorstellungsgespräch getäuscht, in dem er ihm 1500 €, netto zugesagt hat. Arbeitnehmer A hat die Stelle dann trotzdem angenommen, weil ihm eine Gehaltserhöhung nach der Probezeit zugesagt wurde, die er bis Dato nicht bekommen hat. Wenn man nach dem Tariflohn gehen würde, würden Arbeitnehmer A 15,80 € pro Stunde zustehen. Da Arbeitgeber B aber keiner Gewerkschaft angeschlossen ist, ist er nicht dazu verpflichtet soviel zu bezahlen.

Gibt es da einen Richtwert, wie weit ein Arbeitgeber unter dem Mindestlohn bezahlen darf?

Dann wären da noch allgemeine Fragen:

Arbeitnehmer A hatte innerhalb von 2 Monaten 2 x eine Grippe und konnte nicht arbeiten gehen, er wurde jeweils für 3 Tage krank geschrieben. Beim 2. Mal rief Arbeitgeber B bei Arbeitnehmer A an und drohte ihm mit fristloser Kündigung wenn er noch einmal krank wird.

Darf Arbeitgeber B das?

Arbeitnehmer A sitzt in einem kalten Büro, die Heizung wird nur angestellt, wenn die Außentemperatur unter 8 °C sinkt. Aber auch dann, wenn Arbeitnehmer A sich die Heizung anmacht, kommt Arbeitgeber B öfters ins Büro und sagt ihm Heizung ist teuer und dreht sie wieder aus, so das Arbeitnehmer A öfters so frieren muss, dass er seine Arbeit kaum noch verrichten kann.

Ist das rechtens?

Arbeitnehmer A ist Mediengestalter von Beruf. Sein Kollege, der Bürokaufmann wurde bereits vor 5 Monaten gekündigt. Arbeitgeber B hat nun dem Arbeitnehmer A alle Aufgaben, die der Kollege von Arbeitnehmer A machen erledigen musste, an Arbeitnehmer A übertragen. Diese Aufgaben kann Arbeitnehmer A zwar verrichten, aber es gehört nicht in seinen Berufszweig. Arbeitgeber B bemüht sich auch nicht um einen neuen Bürokaufmann, weil Arbeitnehmer A dessen Aufgaben mit erledigt. Inzwischen neigt Arbeitnehmer A aber dazu, an BurnOut zu erkranken, da er häufig auch die Mittagspause von 30 Minuten durcharbeitet. Arbeitgeber B spart so das Gehalt des Bürokaufmanns und lässt Arbeitnehmer A doppelte Arbeit verrichten.

Wenn mal etwas liegen bleibt, bekommt Arbeitnehmer A eine Moralpredigt. Auch wenn Arbeitnehmer A mal 5 Minuten nach Arbeitsbeginn kommt, trotz das er seine Pause am vorherigen Tag unbezahlt durchgearbeitet hat, wird ihm damit gedroht, dass er eine Stunde länger arbeiten soll für die 5 Minuten. Darüber hinaus verlangt der Arbeitgeber B von ihm, dass er 15 Minuten vor Arbeitsbeginn am Platz sitzt, weil er ja noch den PC hochfahren muss und das Telefon besetzt sein muss.

Ist das alles ok? Bei normalen Verhältnissen könnte Arbeitnehmer A ja verstehen, dass ein Zuspätkommen nicht duldbar ist, aber er wird fast versklavt und wird dabei schon krank.

Die Arbeitszeit ist von 08:00 bis 17:00 Uhr inkl. 30 Minuten Pause. Ist diese Arbeitszeit gerechtfertigt? Im Gesetz stehen 8 Stunden maximal am Tag oder gibt es da eine Nische?

Es ist sehr lang geworden, hoffe ihr könnt helfen und eure Meinung mal dazu schreiben.

LG

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9 Antworten
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#1
 Von 
:blaubär:
Status:
Student
(2472 Beiträge, 1264x hilfreich)

Wenn ein Arbeitnehmer sich dermaßen über den Tisch ziehen lässt, stößt auch das Recht an seine Grenzen. Zusagen werden nicht eingehalten , der Arbeitnehmer lässt mit sich geschehen, was der Arbeitgeber für richtig hält und jammert .
Und dann sollen alle Fragen auf einmal beantwortet werden ....


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1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38223 Beiträge, 13956x hilfreich)

In Ergänzung: ein Netto-Gehalt kann doch gar nicht vereinbart werden bzw. umgesetzt. Da die Steuererhöhungen progressiv sind, außerdem die Sozialabgaben sich hinsichtlich der Höhe auch ständig ändern.

Arbeitstemperatur hängt von der Tätigkeit ab, kann je nach dem zw. 12 und 20 Grad betragen und ist je nach Tätigkeit durch ein geeichtes Thermometer entweder in Höhe von 0,60 m oder aber in Höhe von 1,10 m zu messen.

Aber dieses ganze Durcheinander, das sprengt den Rahmen des Forums. Wie wärs damit, zunächst einmal die eigenen Vorstellungen soweit korrigieren, dass sie gesetzeskonform oder tarifkonform sind. Und dann sieht man weiter.

wirdwerden

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1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118862 Beiträge, 39645x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Wenn Arbeitnehmer A diese Berechnung nun seinem Chef vorlegen würde, wäre er da im Recht und könnte das nicht ausbezahlte Geld, was ihm aber zusteht, nachfordern? <hr size=1 noshade>

Warum sollte ihm das zustehen?

Man hat ja offenbar einen Vertrag über ein regelmäßiges Festgehalt von 1255 EUR für 42,5 Stunden pro Woche plus 5 Überstunden pro Woche abgeschlossen.



quote:<hr size=1 noshade>Der Monat hat aber mal 20, 21, 22 oder auch mal 23 Arbeitstage. Auf das Jahr berechnet sind das statt 2040 Arbeitsstunden, die bezahlt werden nun 2210 Stunden. <hr size=1 noshade>

Korrekt. Da man aber nicht nach Tagelohn arbeitet, is tda schlicht nicht relevant.



quote:<hr size=1 noshade>Gibt es da einen Richtwert, wie weit ein Arbeitgeber unter dem Mindestlohn bezahlen darf? <hr size=1 noshade>

Es gibt keinen Mindestlohn.

Und wenn es ihn gäbe, sollte man sich mal Gedanken darüber machen was die Silbe "Mindest" bedeutet.
:)



quote:<hr size=1 noshade>Beim 2. Mal rief Arbeitgeber B bei Arbeitnehmer A an und drohte ihm mit fristloser Kündigung (Kündigung Arbeitsvertrag Arbeitnehmer) wenn er noch einmal krank wird.
<hr size=1 noshade>

Fristlos geht nicht, firstgerecht schon. Ich gehe mal davon aus, das nicht mehr als 10 Arbeitnehmer dort beschäftigt sind?



quote:<hr size=1 noshade>Arbeitnehmer A sitzt in einem kalten Büro, die Heizung wird nur angestellt, wenn die Außentemperatur unter 8 °C sinkt. <hr size=1 noshade>

Der AG hat für einen angemessene Arbeitsumgebung zu soregen, dazu zählt in Büros auch eine entsprechende Temperatur.
Hier könnte man den AG entsprechend abmahnen.





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"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4953 Beiträge, 2375x hilfreich)

quote:
Die Arbeitszeit ist von 08:00 bis 17:00 Uhr inkl. 30 Minuten Pause. Ist diese Arbeitszeit gerechtfertigt? Im Gesetz stehen 8 Stunden maximal am Tag oder gibt es da eine Nische?

In Bezug auf welches Gesetz?
Im Arbeitszeitgesetz gibt es den §7, auch wenn §3 von Stunden spricht, jedoch wäre das bei 42 Stunden dann eine 6 Tage Woche.
Nimmt man hier die Zusammenfassung her, ergibt sich folgendes:
Die maximale Arbeitszeit beträgt 10 Stunden am Tag
quote:
Nach den Regelungen des Arbeitszeitgesetzes beträgt die maximal zulässige tägliche Arbeitszeit 10 Stunden. Unter Zugrundelegung von sechs Werktagen beträgt daher die maximal zulässige wöchentliche Arbeitszeit 60 Stunden.

Allerdings darf die wöchentliche Arbeitszeit im Durchschnitt von 24 Wochen bzw. 6 Monaten insgesamt 48 Stunden nicht übersteigen.

Die Arbeit ist durch im Voraus feststehende Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden zu unterbrechen. Nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit müssen Arbeitnehmer eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden haben.

Quelle: https://www.justiz.nrw.de/Gerichte_Behoerden/fachgerichte/Arbeitsgericht/arbeitszeit/index.php?fragenId=7301070
Also kein Verstoß

quote:
Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 42,5 Stunden pro Woche. Die tägliche Arbeitszeit ist von 8.00 - 17.00 Uhr. Pause: 12.00 - 12.30 Uhr.
Vergütung
Stunden - Lohn 10,70 €
Über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus gehende 5 Arbeitsstunden pro Woche sind mit der Monatsvergütung abgegolten.

In DE haben wir in der Vertragsgestaltung weitgehende Freiheiten, wer solche Klauseln unterschreibt, kann nicht nachher verhandeln.

Auch Arbeitnehmer sollten schon vor Vertragsabschluss mal ein Veto einreichen.
Aber mal im Ernst, ein Mediengestalter arbeitet für 10,70€ die Stunde?
quote:
Wenn man nach dem Tariflohn gehen würde, würden Arbeitnehmer A 15,80 € pro Stunde zustehen. Da Arbeitgeber B aber keiner Gewerkschaft angeschlossen ist, ist er nicht dazu verpflichtet soviel zu bezahlen.

Der Arbeitgeber ist keinem Arbeitgeberverband angeschlossen?
Und der Arbeitnehmer in keiner Gewerkschaft?

quote:
Wenn mal etwas liegen bleibt, bekommt Arbeitnehmer A eine Moralpredigt


Das Recht eines Arbeitgebers, wer damit menschlich nicht klar kommt muss sich eben scheiden.

quote:
Im Vorstellungsgespräch hat der Arbeitnehmer A ein Nettogehalt von 1500 € gefordert

Sorry wenn ich mal direkt schreibe, was ich denke.
Wer bitte macht eine Gehaltsverhandlung auf Netto?
Somit kann jeder Arbeitgeber einfach argumentieren, er kannte die Lohnsteuerklasse das AN nicht, seine Annahme war 3.

Man sollte im Klartext ein Jahresgehalt aushandeln, und welche Sonderzahlungen dies beinhaltet. Für die Lohnsteuerklassen und Freibeträge ist der einzelne für sich selbst verantwortlich, wie auch den Lohnsteuerausgleich.

Als Tipp: Sich schnellsten um eine neue Stelle umschauen, rechtlich hat der AG alles auf seiner Seite. Ich bin selbst Angestellter und stelle Mitarbeiter ein, jedoch würde mir auch nie einfallen, solche Verträge mit MA abzuschließen.
Bei einem solchen Arbeitgeber wird man keine Zukunft haben, besser das Leid so schnell wie möglich beenden.


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1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Nanouk84
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 1x hilfreich)

Nein, es ist kein Festgehalt im Arbeitsvertrag verankert, dort wird nach geleisteten Stunden vergütet.

Es wird statt dessen ohne Einverständnis des Arbeitnehmers ein Festgehalt von 1819 € brutto gezahlt, obwohl im Arbeitsvertrag steht das ein Stundenlohn von 10,70 € gezahlt wird und die Zeiten Mo. bis Fr. von 08.00-17.00 Uhr sind. Mehr steht da nicht.

Also müssen doch auch die Stunden bezahlt werden, die tatsächlich geleistet wurden oder irre ich mich da?

LG

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1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4953 Beiträge, 2375x hilfreich)

quote:
Also müssen doch auch die Stunden bezahlt werden, die tatsächlich geleistet wurden oder irre ich mich da?

Ja es müssten die Stunden bezahlt werden, man kann vors Arbeitsgericht ziehen und klagen.
Aber schon mal von Hause aus liegt hier ein Rechenfehler vor:
quote:
Denn wenn man 10,70 € mit durchschnittlich 21,6666 Arbeitstagen im Monat berechnet, ergibt sich ein Bruttogehalt von 1970,58 €

Im Durchschnitt sind es je nach Bundesland 250 Arbeitstage im Jahr, das sind auf den Monat 20,8 Tage.
http://www.schnelle-online.info/Arbeitstage/Anzahl-Arbeitstage-2014.html
Wenn sich zwischen Tariflohn und real bezahltem Lohn schon eine solche Lücke auftut, braucht man über Centbeträge doch gar nicht reden.In der Praxis ist der Tariflohn heute eh meist nicht mehr Ansatzweise eine Verhandlungsgrundlage, nur wer als AG darüber geht bekommt gute Mitarbeiter.
Darum noch mal der Ratschlag, statt sich über Kleinigkeiten mit dem AG zu streiten, einfach den nächsten suchen.

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1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118862 Beiträge, 39645x hilfreich)

Das kommt darauf an.
SO wie sich das liest, hat man das Festgehalt ja schon längere Zeit ohne Reklamation hingenommen. Wie lange?

Da könnte eine konkludente Vertragsanpassung erfolgt sein.



Ansonsten müsste man schauen, ob der Vertrag Ausschlussfristen enthält.



quote:<hr size=1 noshade>Also müssen doch auch die Stunden bezahlt werden, die tatsächlich geleistet wurden <hr size=1 noshade>

Nein, erstmal nur 42,5h/Woche, dann gibt es 5 Gratis Stunden für den AG, erst dann wieder Bezahlung für Überstunden wenn sie denn angeornedet wurden oder aus betriebelichen Gründen notwendig waren.





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"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
guest-12330.08.2015 11:38:25
Status:
Lehrling
(1436 Beiträge, 561x hilfreich)

Abgesehen davon, dass hier mE keine Nettolohnvereinbarung vorliegt, sollten die folgenden falschen Aussagen aber zumindest nicht unkommentiert stehen bleiben:

quote:
In Ergänzung: ein Netto-Gehalt kann doch gar nicht vereinbart werden bzw. umgesetzt.


Natürlich kann man das vereinbaren und umsetzen kann das auch jede anständige Lohnsoftware.

quote:

Da die Steuererhöhungen progressiv sind, außerdem die Sozialabgaben sich hinsichtlich der Höhe auch ständig ändern.


Und auch solche Rechenschritte vollzieht Lohnsoftware ohne Probleme, sofern der Softwareanbieter immer aktuell die entsprechenden Daten einspielt. Wenn nicht, würde auch Bruttolohn falsch abgerechnet werden.
quote:

Wer bitte macht eine Gehaltsverhandlung auf Netto?

Jeder, für den wichtig ist, dass er mit einem fixen Betrag X unterm Strich jeden Monat rechnen kann - ungeachtet persönlicher und/oder (finanz)politischer Änderungen im Abgaben-Gefüge.

quote:
Somit kann jeder Arbeitgeber einfach argumentieren, er kannte die Lohnsteuerklasse das AN nicht, seine Annahme war 3.

Wir leben nicht mehr in der Steinzeit - seit verbindlicher Anwendung des ElStAM-Systems hat der AG zwingend am Rückmeldesystem teilzunehmen und auch zwingend die für den AN gemeldeten Steuermerkmale zu verwenden. Somit kennt er sie auch.

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"Viele Leute glauben, daß sie denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen. (W. James)"

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47359 Beiträge, 16775x hilfreich)

quote:
Im Durchschnitt sind es je nach Bundesland 250 Arbeitstage im Jahr, das sind auf den Monat 20,8 Tage.


ei der Umrechnung von Stundenlohn in Monatsgehalt werden jedoch die Feiertage mitgezählt, so dass sich je nach genauer Rechenmethode sogar 21,74 Arbeitstage pro Monat ergeben.

52 /12 * 5 = 21,66 (Basis 52 Wochen/Jahr = 364 Tage)
365 / 12 / 7 * 5 = 21,72 (Basis 365 Tage pro Jahr)
365,25 / 12 / 7 * 5 = 21,74 (Basis 365 Tage pro Jahr zzgl. Schaltjahr)

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