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Genehmigter Urlaub und dann Kündigung durch Arbeitnehmer

 Von 
Hans34
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 12x hilfreich)
Genehmigter Urlaub und dann Kündigung durch Arbeitnehmer

Hallo,
folgender fiktiver Fall.
A hat seinen Jahresurlaub beantragt und auch bereits genehmigt bekommen.
Allerdings ist dieser genehmigte Urlaub größer als der bis zum Urlaubsantritt erarbeitete Anspruch. Arbeitgeber geht also davon aus, dass A bis Ende des Jahres auch in der Firma arbeiten wird.

Jetzt möchte A noch vor dem Urlaubsantritt mit Wirkung kurz nach Urlaubsende kündigen.
Frage: Verringert sich dadurch der bereits genehmigt Urlaub, weil A ja vor Jahresende ausscheidet? Der bis zum Zeitpunkt des Ausscheidens erarbeitete Urlaubsanspruch dann also geringer ist als der genehmigte?

Danke und Grüße

-- Editier von Hans34 am 26.07.2016 11:12

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Frage Anspruch Urlaub bereits


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17748 Beiträge, 7935x hilfreich)

Seit wann arbeitet A in der Firma?
Denn, siehe Bundesurlaubsgesetz:

Zitat:
§ 4 Wartezeit
Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.

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#2
 Von 
Hans34
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 12x hilfreich)

mehr als 6 Monate.

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#3
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17748 Beiträge, 7935x hilfreich)

https://www.darmstadt.ihk.de/produktmarken/Beraten-und-informieren/recht_und_fair_play/Arbeitsrecht/bestehendeArbeitsverhaeltnisse/Urlaub/Urlaubsanspruch/2552870

Zitat:
2. Bei einer Beendigung zu einem Zeitpunkt nach dem 30.06.:
Bei einem Ausscheiden beispielsweise zum 31.07. ist die Sachlage eine andere, jedenfalls wenn das Arbeitsverhältnis bereits seit dem 01.01. eines Jahres bestand. Die Regelung zum Teilurlaub ist hier nicht heranzuziehen. Vielmehr hat der Arbeitnehmer immer einen Anspruch auf den vollen gesetzlichen Mindesturlaub, bei einer 5-Tage-Woche also auf 20 Urlaubstage.
In welchem Umfang der darüber hinaus arbeitsvertraglich vereinbarte Zusatzurlaub in Anspruch genommen werden kann, hängt davon ab, ob im Arbeitsvertrag eine "pro rata temporis"-Regelung getroffen wurde (dt. etwa zeitanteilig). Dies ist eine Klausel, nach welcher der Urlaub im Jahr des Eintritts in ein Unternehmen oder im Jahr des Ausscheidens der Urlaub nur anteilig gewährt werden soll.

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#4
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6983 Beiträge, 3869x hilfreich)

Dann steht A zumindest schonmal der volle gesetzliche Urlaubsanspruch zu, was 20 Tage bei einer 5-Tage-Woche wären oder 24 Tage bei einer 6-Tage-Woche.

Was mit übergesetzlichen Urlaubsansprüchen ist, müsste man im zugrundeliegenden Arbeits- oder evtl. Tarifvertrag nachsehen.
Was steht denn zum Urlaub dazu drin?

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