Geringfügig beschäftigt Kündigung Urlaubsanspruch

1. Juli 2011 Thema abonnieren
 Von 
Bocholt123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Geringfügig beschäftigt Kündigung Urlaubsanspruch

Hallo,

ich war vom 01.04. bis 15.06.2011 als geringfügig entlohnte Beschäftigte tätig und hätte jetzt zwei Fragen:

1) Feiertagsregelung.
Im Arbeitsvertrag steht bzgl. der Arbeitszeit:
"Die Arbeitszeiten des Arbeitnehmers richten sich je nach Bedarf des Arbeitgebers. In der Regel beträgt die Arbeitszeit 9 Stunden wöchentlich auf 3 Tage verteilt. Die Arbeitszeit pro Arbeitstag beträgt 3 Stunden ab 8 Uhr morgens. Die Arbeitszeit wird auf die 3 Arbeitstage Dienstag, Donnerstag und Samstag verteilt. Eventuelle Änderungen der Arbeitszeit müssen vorher vom Arbeitgeber genehmigt werden. Bei Bedarf beträgt die wöchentliche Arbeitszeit 12 Stunden."

Der 2. Juli war ein Donnerstag und Feiertag. Mein Ex-AG ist der Meinung, dass er diesen Tag nicht zahlen muss - schließlich stünde "nach Bedarf des Arbeitgebers" im Vertrag. Ich sehe das etwas anders. Wer hat Recht?

2) Urlaubsregelung
Laut Vertrag müßten mir 2,5 Urlaubstage zustehen. Mein Ex-AG ist jedoch der Meinung, diese nicht zahlen zu müssen, da ich ja "nur 2,5 Monate beschäftigt" war. Ich sehe das anders und bin der Meinung, dass mir diese Urlaubstage sehr wohl zustehen und er sie mir auszahlen muss.

Herzlichen Dank im Voraus für Antworten / Tipps / etc.

Und einen wunderschönen Freitag und ein tolles Wochenende


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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17757 Beiträge, 6585x hilfreich)

mir scheint, dass du in beiden fällen richtig liegst.

da dein vertrag bestimmte wochentage als regel vorsieht, wäre es rechtsmissbräuchlich, die arbeitszeit zu verlegen, (nur) um um die entgeltfortzahlung für einen wochenfeiertag herum zu kommen.

urlaub steht dir für jeden vollen monat arbeit zu, folglich für zwei monate. ich komme auf 2 urlaubstage 24*(3/6)*(2/12)

-- Editiert am 01.07.2011 11:54

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#2
 Von 
Bocholt123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

vielen Dank für schnelle Antwort.
Nochmals zum Feiertag: Ich habe in dieser Woche nur die drei Stunden am Samstag gearbeitet - die Arbeitszeit am Donnerstag wurde also nicht "verlegt". Ich hätte trotzdem gearbeitet, er meinte aber, dass er dann Feiertagszuschuss zahlen müsse bzw. es sich am Freitag nicht lohnen würde, da ich ja Samstag wieder da bin.
Ich bin immer noch der Meinung, dass er den Donnerstag zahlen muss. Richtig, oder? Bin jetzt etwas verunsichert, wegen des "die Arbeitszeit zu verlegen". DANKE im Voraus

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#3
 Von 
arbeits-zorro
Status:
Schüler
(304 Beiträge, 294x hilfreich)

quote:
Im Arbeitsvertrag steht bzgl. der Arbeitszeit:
"Die Arbeitszeiten des Arbeitnehmers richten sich je nach Bedarf des Arbeitgebers. In der Regel beträgt die Arbeitszeit 9 Stunden wöchentlich auf 3 Tage verteilt. Die Arbeitszeit pro Arbeitstag beträgt 3 Stunden ab 8 Uhr morgens. Die Arbeitszeit wird auf die 3 Arbeitstage Dienstag, Donnerstag und Samstag verteilt. Eventuelle Änderungen der Arbeitszeit müssen vorher vom Arbeitgeber genehmigt werden. Bei Bedarf beträgt die wöchentliche Arbeitszeit 12 Stunden."


Das könnte man gut in ein Lehrbuch aufnehmen. Als Beispiel für eine dilettantische Vereinbarung der Marke Eigenbau. Da widerspricht ja ein Satz dem anderen. Einiges erscheint zudem unwirksam.

quote:
schließlich stünde "nach Bedarf des Arbeitgebers" im Vertrag.


Mit anderen Worten, wenn er mal gar nichts zu arbeiten hat, bekommst du auch kein Geld. Das funktioniert nicht.

Aus meiner Sicht steht dir die Feiertagsbezahlung in Höhe von 3h eindeutig zu. Nicht unbedingt wegen Rechtsmissbrauch. Denn um ein Recht zu missbrauchen, muss man dieses erstmal haben. So wie ich das sehe, sind 3 Stunden Arbeit jeweils Dienstag, Donnerstag und Samstag vereinbart. Ich kann da kein "Verlege-Recht" des AG erkennen. Man könnte die Klausel auch so böse lesen, dass du an diesen Tagen immer von 8 bis 11 Uhr arbeiten müsstest, auch wenn der AG sicherlich meinte "3h pro Tag irgendwann ab 8 Uhr".

Beim Urlaub hast du selbstverständlich Anspruch auf 2/12 deines Jahresurlaubsanspruchs.

Fazit: Lass dich vom AG nicht verarschen und fackel da nicht lange rum. Eine Klage ist in deinem Fall sehr einfach erledigt.


Gruß
AZ

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#4
 Von 
Bocholt123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

nochmals: DANKE

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