Geschäftsleitung fordert Firmenschlüssel zurück

6. Juli 2024 Thema abonnieren
 Von 
stress_am_arbeitsplatz
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)
Geschäftsleitung fordert Firmenschlüssel zurück

Guten Morgen liebe Forumsteilnehmer,

heute wurde ich per Brief von der Geschäftsleitung terminlich aufgefordert die Firmenschlüssel zurück zu geben im Rahmen des ruhenden Arbeitsverhältnisses. Muss ich dieser Aufforderung folge leisten?

Eckdaten:

- ungekündigtes bestehendes Arbeitsverhältnis
- Betriebsratsmitglied
- seit 18 Monaten arbeitsunfähig
- Nahtlosigkeitsantrag § 145 SGB III
- Erwerbsminderungsantrag gestellt u. dem AG mitgeteilt


Wenn ich nicht muss, würde ich den Firmenschlüssel nicht zurückgeben wollen, da das Arbeitsverhältnis weiterhin besteht u. über die EMR-antrag noch nicht entschieden ist, bzw. selbst bei befristeter voller EM-Rente das Arbeitsverhältnis weiter fortbesteht.

Ich bin natürlich gerne bereit dem Arbeitgeber meine Sicht der Dinge mitzuteilen.

Habe nach entsprechender Suche den nachfolgenden link gefunden:
https://flotte.de/artikel/41/393/herausgabeverlangen-bzgl--firmenschlussel-durch-arbeitgeber-statthaft

Könnte sich durch meine Betriebsratstätigkeit ggf. an dem Herausgabeanspruch geändert haben?


Vielen Dank für Eure Antwort.

-- Editiert von User am 6. Juli 2024 10:54

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14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17734 Beiträge, 6581x hilfreich)

Auch ein BR-Mitglied hat keinen erkenntlichen Anspruch darauf, die Räume der Firma zu betreten. Insofern: diese Eigenschaft ändert nichts. Wenn sich durch den EMR-Entscheid am Ende etwas ändert in dem Sinn, dass du dort weiter arbeiten wirst, wirst du wahrscheinlich auch wieder einen Schlüssel bekommen, oder?

Angemerkt: Nach meiner Wahrnehmung verbeißt du dich über Gebühr in diese Randereignisse - Loslassen scheint mir eher angesagt und andere Prioritäten setzen.

-- Editiert von User am 6. Juli 2024 11:11

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#2
 Von 
cirius32832
Status:
Schlichter
(7622 Beiträge, 1584x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Auch ein BR-Mitglied hat keinen erkenntlichen Anspruch darauf, die Räume der Firma zu betreten.


Insbesondere, wenn das Arbeitsverhältnis ruht

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#3
 Von 
stress_am_arbeitsplatz
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

@blaubäre+ ,

naja, für mich sind das keine "Randereignisse bzw. Loslassen".

Das ist für mich ein weiterer Punkt, den der AG vollzieht - genau wie bei meinen 11 Kollegen - um sich meiner zu entledigen.

Der AG "zieht" seine Strategie durch. Ich bin darauf finanziell angewiesen, dass die "Verabschiedung" aus der Firma nicht eine Nullnummer wird.

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#4
 Von 
Holperik
Status:
Praktikant
(569 Beiträge, 185x hilfreich)

Die Frage wäre ja, wer ist Eigentümer des Schlüssels, und das sind wohl kaum Sie. Sie haben nur den Besitz. Der Eigentümer kann grundsätzlich die Herausgabe seines Eigentums verlangen, wenn ihnen kein Recht zum Besitz zusteht. Und dieses Recht kann ich nicht erkennen.

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#5
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33237 Beiträge, 5786x hilfreich)

Zitat (von stress_am_arbeitsplatz):
Könnte sich durch meine Betriebsratstätigkeit ggf. an dem Herausgabeanspruch geändert haben?
Ich sehe da nichts, was helfen könnte.
Du bist sicher während der AU auch nicht als BR in den Firmenräumen tätig gewesen, oder?
Unabhängig davon bekommst du vermutlich den Firmenschlüssel und weitere Arbeitsmittel wieder, wenn du tatsächlich weiter beschäftigt bleibst.
Eine Erwerbsminderung hindert nicht per se an Weiterbeschäftigung.

Ich vermute, diese *kleinen Nickeligkeiten* aufgrund des längst gestörten Verhältnisses bringen nichts.
Der AG könnte, mW sogar zu Recht, neue Schlüssel auf deine Kosten anfertigen lassen. Evtl. hat er das auch schon angekündigt.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#6
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5586 Beiträge, 2505x hilfreich)

Zitat (von stress_am_arbeitsplatz):
Ich bin darauf finanziell angewiesen, dass die "Verabschiedung" aus der Firma nicht eine Nullnummer wird.


Du bist Arbeitsunfähig!!

Du kannst froh sein, wenn dein Abschied aus der Firma nur eine Nullnummer wird, du solltest eher mal mit einem erheblichen Minus rechnen.

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#7
 Von 
Holperik
Status:
Praktikant
(569 Beiträge, 185x hilfreich)

„Der AG "zieht" seine Strategie durch. Ich bin darauf finanziell angewiesen, dass die "Verabschiedung" aus der Firma nicht eine Nullnummer wird"
Selbstverständlich tut er das-so wie Sie auch. Und wenn ich mir die Rahmendaten so ansehe, kann ich den AG verstehen.
Ihre finanziellen Probleme sind nicht Sache des AG, zumal sie durch ihre Tätigkeit als BR und die Arbeitsunfähigkeit ihrem AG schon zu genüge viel Freude bereitet haben dürften. Was erwarten Sie da? Zudem halte ich ihre Absicht, noch Geld herauszuholen, für eher schwer umsetzbar. Sie haben einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt, der AG dürfte (je nach Lebensalter) davon ausgehen, dass sie sowieso nicht zur Arbeit zurück kehren und sich die Sache spätestens durch Eintritt in das Renteneintrittsalter (und entsprechender vertraglicher Regelungen) durch Beendigung des AV von selbst erledigt.

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#8
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(859 Beiträge, 104x hilfreich)

Zitat (von stress_am_arbeitsplatz):
Das ist für mich ein weiterer Punkt, den der AG vollzieht - genau wie bei meinen 11 Kollegen - um sich meiner zu entledigen.


Eben deshalb sollte man kein sinnlosen Grabenkämpfe führen die man mangels Rechtsanspruch gar nicht gewinnen kann.

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#9
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17734 Beiträge, 6581x hilfreich)

Zitat (von stress_am_arbeitsplatz):
Das ist für mich ein weiterer Punkt, den der AG vollzieht - genau wie bei meinen 11 Kollegen - um sich meiner zu entledigen.

Das ist dir sozusagen eingebrannt und darin liegt deine Tragik, nicht anzuerkennen, wie es tatsächlich um dich bestellt ist. Und dazu noch deine Neigung, dich in aussichtslose Positionen verbeißen zu wollen.
Aber das sind keine Rechtsfragen; das sage ich dir als entfernter Kollege gewissermaßen,

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#10
 Von 
stress_am_arbeitsplatz
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich danke Euch für die Beiträge.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122458 Beiträge, 40140x hilfreich)

Zitat (von stress_am_arbeitsplatz):
Könnte sich durch meine Betriebsratstätigkeit ggf. an dem Herausgabeanspruch geändert haben?

Nö.

Insofern sollte man bezüglich des Schlüssels nicht im "Don Quijote Modus" verharren.



Zitat (von stress_am_arbeitsplatz):
Ich bin darauf finanziell angewiesen, dass die "Verabschiedung" aus der Firma nicht eine Nullnummer wird.

Das könnte auch so schon problematisch werden.
Wenn dann noch der Austausch der Schließanlage dazu kommt, wird man ein fettes Minus einfahren ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
neuhierangemeldet
Status:
Beginner
(139 Beiträge, 5x hilfreich)

Zitat (von stress_am_arbeitsplatz):
Der AG "zieht" seine Strategie durch. Ich bin darauf finanziell angewiesen, dass die "Verabschiedung" aus der Firma nicht eine Nullnummer wird.


Wie darf man das verstehen? Du bist AU, kostest den AG nichts mehr und solange Du weg bist, braucht er sich doch gar keine Gedanken mehr machen. Erst wenn Du wieder arbeitsfähig bist?

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38998 Beiträge, 14084x hilfreich)

...... und wenn Du wieder arbeitsfähig bist, dann muss Dir Dein Arbeitgeber wie auch immer Zugang zum Arbeitsplatz verschaffen. Aber erst dann.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
amz621718-85
Status:
Schüler
(401 Beiträge, 39x hilfreich)

seit 18 Monaten unfähig zu Arbeiten.. wozu sollte man sie auf der Arbeit noch brauchen und wozu vor allem sollten sie daher den Schlüssel noch brauchen?

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