Gründung Betriebsrat Problematisch??

16. September 2008 Thema abonnieren
 Von 
newbie
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 5x hilfreich)
Gründung Betriebsrat Problematisch??

Hallo,

wie sieht es mit einer Gründung eines Betriebsrates in einem privaten Pflegeheim aus? Kann hier der Arbeitgeber widersrprechen? Ich kenne eigentlich kein Pflegeheim wo es einen Betriebsrat gibt, es scheint mir aber angesichts der Arbeitszeitregelungen und eigenständige Entscheidungen, sehr zum leitwesen der Mitarbeiter, der Pflegeheimleitung unabdingbar einen Betriebsrat zu gründen wo auch die Arbeitnehmerinteressen vertritt und an Entscheidungen beteiligt ist.
Es sind 70 Mitarbeiter teils in Teilzeit und Vollzeit beschäftigt...
Bei dieser Mitarbeiterzahl wären meines Wissens 5 Betriebsräte möglich....

Was ist z.b. wenn es nur 2 machen wollen...?

Bitte ggf. mit entsprechendem Gesetzesverweis mir helfen... ;-)


Danke

grüße
newbie




8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär49
Status:
Schlichter
(7434 Beiträge, 2013x hilfreich)

... nun - die mutter der lektüre ist in diesem fall das betrverfg. für einen schnellen überblick empfehle ich zu googeln.

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#2
 Von 
RobertRatlos
Status:
Praktikant
(601 Beiträge, 86x hilfreich)

Wer einen Betriebsrat gründen will, sollte das KEINESFALLS ohne massive Einbindung der zuständigen Gewerkschaft tun !

Widersprechen kann der Arbeitgeber nicht, solange die gesetzlichen Voraussetzungen gegeben sind.

Erfahrungsgemäß wird der Arbeitgeber jedoch ganz massiv versuchen, die Gründung eines BR zu verhindern.
Gerade im Bereich Pflege bewegen sich die Arbeitgeber dabei oft sogar am Rande der Legalität bis hin zu strafbaren Behinderungen, Nötigungen, Mobbing usw. !

Mit massivem Gegenwind seitens der Arbeitgeber ist daher zu rechnen.
Genau deshalb NUR mit Unterstützung der Gewerkschaft arbeiten !

-----------------
"Unverbindliche Privatmeinung bzw. Lebenserfahrung !
Rechtsberatung gibt´s beim Anwalt ! "

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#3
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17805 Beiträge, 8093x hilfreich)

Der Beitrag von RobertRatlos soll wohl abschreckende Wirkung haben....
So schlimm muß das wirklich nicht werden. Klar ist kein Chef begeistert von der Gründung eines BR, aber sehr viele AG arrangieren sich schnell mit der neuen Situation, wenn die Mitarbeiter sich formal korrekt verhalten und Unterstützung durch die Gewerkschaft erhalten.
Dem Rat, mit der Gewerkschaft eng zusammenzuarbeiten schließe ich mich unbedingt an!
Man kann auch erst mal da anrufen und sich unverbindlich beraten lassen. Bei der Gründung eines BR wird gerne geholfen!!
Da ja Mitarbeiter, die sich zur Wahl aufstellen lassen, von dem Moment an Kündigungsschutz haben, besteht jedenfalls kaum die Gefahr, gekündigt zu werden.
Und wenn sich nur zwei finden, dann hat der BR eben nur zwei Mitglieder. Das ist legal.

VIEL ERFOLG! Es ist der richtige Weg

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#4
 Von 
Peter-N.
Status:
Schüler
(459 Beiträge, 96x hilfreich)

@newbie
schließe mich der hamburgerin01 ohne Einschränkung an.Nur-aber auch nur-mit Hilfe der Gewerkschaft ist euer Vorhaben zu realisieren.Und zu RobertRatlos!So abwegig ist seine Meinung nun wirklich nicht.Ich selbst kenne Fälle,da wurde soweit eingeschüchtert,
dass betreffende Kolleginnen und Kollegen als Konsequenz dann Abstand vom genannten Vorhaben genommen haben-sprich Einschüchterungen, Drohungen und dgl.!Also,kämpfen und durchziehn!
Ihr habt absolut das Recht zur Gründung eines BR.und ihr macht das für eure Arbeinehmer!
Benötigte Lektüre,z.B.das BVG-um euch einzulesen- erhält ihr von eurer Gewerkschaft.
Los gehts! :fight:
Tut mir Leid,Paragraphen und rechtliche Belege kann ich dir im Augenblick nicht nennen.
Werde recherchieren!
Gruß,peter-norbert.

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#5
 Von 
Peter-N.
Status:
Schüler
(459 Beiträge, 96x hilfreich)

@newbie,
schau hier rein,
http://www.br-wahlen.de/gruendung _01.html
Quelle:DGB Bildungswerk Bayern
alles super beschrieben!
Tschaui,peter-norbert.

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#6
 Von 
RobertRatlos
Status:
Praktikant
(601 Beiträge, 86x hilfreich)

Der Beitrag von RobertRatlos soll wohl abschreckende Wirkung haben....

Keineswegs ! Ganz im Gegenteil !!

Aber es bringt absolut nichts, den gründungswilligen Arbeitnehmern in bestimmten Branchen alles in rosaroten Farben zu schildern.
Die KollegInnen gehen dann mit großem Enthusiasmus an die Sache heran und bekommen die kalte Dusche, sobald der Arbeitgeber möglicherweise die ersten Gegenmaßnahmen ergreift.
Oft ziehen Leute dann ihre Kandidatur zurück, weil sie sich die Geschichte leichter vorgestellt haben.

Besser von Anfang an offen und ehrlich sagen, daß auch massiver Gegenwind von Seiten des Arbeitgebers kommen kann !!



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"Unverbindliche Privatmeinung bzw. Lebenserfahrung !
Rechtsberatung gibt´s beim Anwalt ! "

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Peter-N.
Status:
Schüler
(459 Beiträge, 96x hilfreich)

@RobertRatlos,
gestatte mir bitte eine Privat-Frage!Warum RobertRatlos?,so ratlos bist du doch gar nicht,wie ich schon desöfteren hier feststellen konnte! :respekt:
genau das,was du als letztes geantwortest hast,
habe ich in meinem Obigen Beitrag auch erwähnt. Es wird garantiert einige Klippen und Hürden geben!Wäre ja auch verwunderlich, wenns nicht so wäre.
Dies soweit zu diesem Thema!
Gruß,peter-norbert.

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#8
 Von 
RobertRatlos
Status:
Praktikant
(601 Beiträge, 86x hilfreich)

Hallo peter-norbert.

Danke für die Blumen :grins:

Mein Motto:
Nicht jammern über die vielen Beulen, die man selbst eingesteckt hat, lieber Anderen helfen, nicht die selben Fehler zu machen.
Und ratlos bin ich oft genug auch heute noch...

Schöne Grüsse

RobertRatlos



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