Grundsatz Treu und Glauben oder Rückzahlung?

22. April 2015 Thema abonnieren
 Von 
thaone
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 6x hilfreich)
Grundsatz Treu und Glauben oder Rückzahlung?

Hallo,

folgendes hat sich zugetragen:

Ich bin leider länger erkrankt und habe dann Krankengeld bezogen. Nach einigen Monaten bekam ich von einer Arbeitskollegin den Hinweiß das ich mal in der Buchhaltung nachfragen soll, da meine Firma angeblich die Differenz zwischen Lohn und Krankengeld weiter bezahlen würde.

Gesagt getan, ich habe die Buchhaltung angerufen, diese versicherte mir das ich Anspruch (im Sinne der Firmenpolitik) darauf habe und einige Tage später erhielt ich dann auch ca. 1000 Euro rückwirkend für die Vergangenen Wochen.

Weitere Zahlungen kamen aber ersteinmal nicht. Darauf hin ( 3 Monate nach der Zahlung) habe ich die Buchhaltung angeschrieben (Mail) und gefragt ob das nicht vortlaufend gezahlt wird.

Die Kurze Antwort: Ich hätte das gar nicht bekommen dürfen, da es nur für MItarbeiter gilt die schon 10 Jahre in der Firma sind.

Die nächste Gehaltsabrechung kam per Post und anstelle der 0 € steht seitdem eine Forderung von diesen 1000 € auf dem Dokument.

Mehrere e-Mails (Widerspruch) an die Buchhaltung das es nicht mein Verschulden ist und ich davon ausgehen konnte das mir das Geld zusteht nach dem Telefonat blieben bis lang unbeantwortet.

Was kann ich noch machen?

Es sieht jetzt auch so aus das ich gekündigt habe, mir aber noch Urlaubstage und Überstunden im Wert von 1200 Euro ausgezahlt werden sollen. ICH MÖCHTE DAS NICHT VERRECHNEN LASSEN.

Liebe Grüße

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17734 Beiträge, 6580x hilfreich)

Mitunter bedauere ich es auch, dass Personalabteilungen nicht für Fehlauskünfte haften. Aber es kommt nun einmal darauf an, ob ein AN einen Anspruch hat oder nicht. Du hast offenbar Geld bekommen, das dir nicht zusteht. Auch wenn du das nicht erkennen konntest, dürfte der Einspruch der Entreicherung - so heißt das - an der Höhe des Betrages scheitern.

3x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
thaone
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Mitunter bedauere ich es auch, dass Personalabteilungen nicht für Fehlauskünfte haften. Aber es kommt nun einmal darauf an, ob ein AN einen Anspruch hat oder nicht. Du hast offenbar Geld bekommen, das dir nicht zusteht. Auch wenn du das nicht erkennen konntest, dürfte der Einspruch der Entreicherung - so heißt das - an der Höhe des Betrages scheitern.


D.h. Obwohl ich mich abgesichert habe indem ich angerufen habe und mir mitgeteilt hat ich hätte Anspruch (Telefonat unter Zeugen geführt) kann man mir 3 Monate später erzählen: ätsch Pech gehabt hattest doch keinen Anspruch! ???

Also ich weiß ja da recht haben und Recht bekommen zwei verschiedene Paar Schuhe sind, aber da muss sich auch keiner wundern das irgendwelche Leute mit dem selben Rechtsempfinden irgendwann Selbstjustiz ausüben.

2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12330.08.2015 11:38:25
Status:
Lehrling
(1436 Beiträge, 561x hilfreich)

Zitat (von thaone):
aber da muss sich auch keiner wundern das irgendwelche Leute mit dem selben Rechtsempfinden irgendwann Selbstjustiz ausüben.


Willst Du etwa die Personalabteilung lynchen? Das fände ich jetzt aber arg übertrieben. ;)

2x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
dummfragerin
Status:
Praktikant
(775 Beiträge, 342x hilfreich)

Bevor ich jemanden lynche würde ich mir im ersten Schritt die Regelung zeigen lassen. Wahrscheinlich kommt sie aus einem Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung! Dort wird klar stehen, was dir zusteht und was nicht. Und ja: wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Hier ist wohl leider ein Fehler passiert, der für dich negative Auswirkungen hat.

2x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
thaone
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 6x hilfreich)

Guckt mal in den Nachrichten... Ich hab es erledigt.

Quatsch, natürlich würde ich niemanden lynchen, war eher ein Beispiel dafür das man sich nicht wundern muss...

Sehe auch ein das Fehler passieren, aber die können doch nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen werden. Da habe ich eben ein anderes Rechtsempfinden.

Werde jetzt trotzdem die Firma anmahnen. Mal sehen was passiert

2x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
thaone
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 6x hilfreich)

Guckt mal in den Nachrichten... Ich hab es erledigt.

Quatsch, natürlich würde ich niemanden lynchen, war eher ein Beispiel dafür das man sich nicht wundern muss...

Sehe auch ein das Fehler passieren, aber die können doch nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen werden. Da habe ich eben ein anderes Rechtsempfinden.

Werde jetzt trotzdem die Firma anmahnen. Mal sehen was passiert

2x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
guest-12330.08.2015 11:38:25
Status:
Lehrling
(1436 Beiträge, 561x hilfreich)

Ich sehe hier keinen Schaden, der entstanden ist. Der Mitarbeiter hat aus Versehen zu viel Geld erhalten und soll dieses nun zurückzahlen. Von daher verstehe ich "auf dem Rücken der Mitarbeiter" nicht. Für Deinen Ärger darüber habe ich aber durchaus Verständnis.

Zitat (von thaone):
Mal sehen was passiert


Sollte eine Verrechnung stattfinden, hast Du immer noch die Möglichkeit, vor dem Arbeitsgericht zu klagen und den Betrag zu fordern. Dann wird ein Richter seinem Rechtsempfinden Ausdruck verleihen. Kosten entstehen bis zur Güteverhandlung dabei für Dich keine, sofern Du keinen Anwalt bemühst. Wäre nett, wenn Du uns dann über den Ausgang berichtest.

2x Hilfreiche Antwort

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