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Ich habe gekündigt - darf der Chef den "Spieß" rumdrehen?

9.10.2019 Thema abonnieren Zum Thema: Chef geben
 Von 
teisn
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Ich habe gekündigt - darf der Chef den "Spieß" rumdrehen?

Hallo Zusammen,
vielleicht kann mir hier jemand einen Rat geben.
Ich habe Anfang Oktober fristgerecht zum 31.12.2019 gekündigt. Ich möchte meinen Chef die Möglichkeit geben sich nach einem Ersatz umzuschauen und wollte einfach mit offenen Karten spielen.
Mein Chef war wegen meiner Kündigung nicht begeistert. Jetzt habe ich Bedenken das mein Chef mir Kündigen könnte um vielleicht die Zeit bis zu meinem "Abgang" zu verkürzen. Ich habe in meiner Firma schon von solchen Vorfällen gehört.
Dürfte er das bzw. was könnte ich dagegen machen?
Vielleicht hat jemand von euch schonmal sowas erlebt.

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Chef geben


13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unparteiischer
(9909 Beiträge, 1644x hilfreich)

Zitat (von teisn):
Jetzt habe ich Bedenken
Bitte melde dich doch hier, WENN der Chef das tatsächlich macht.

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#2
 Von 
teisn
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok, danke!
aber hätte er grundsätzlich die Möglichkeit, dass sowas auch durchgeht und ich am ende der "Dumme" bin?

(PS: meine Kündigungsfrist beträgt 4 Wochen)

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#3
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11666 Beiträge, 4963x hilfreich)

Zitat (von teisn):
Dürfte er das
Ja klar, warum denn nicht. Solange er die Kündigungsfrist einhält ist alles in Ordnung.

Zitat (von teisn):
bzw. was könnte ich dagegen machen?
Real? Nichts. Theoretisch könnte man Kündigungsschutzklage einreichen.

Signatur: Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28
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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(74042 Beiträge, 32852x hilfreich)

Zitat (von teisn):
Dürfte er das

Ja, das dürfte er durchaus, wenn die vertraglichen Vereinbarungen das hergeben.



Zitat (von teisn):
bzw. was könnte ich dagegen machen?

Man kann gegen ungerechtfertigte Kündigungen innerhalb von 3 Wochen Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht erheben. Dann wird offiziell geprüft, ob die Kündigung korrekt ist.

Eine "Rachekündigung" ist nicht erlaubt.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#5
 Von 
blaubär+
Status:
Gelehrter
(10446 Beiträge, 4490x hilfreich)

Der Unterschied ist der, dass du keinen Kündigungsgrund benötigst, dein Chef aber schon - jedenfalls, wenn es ich nicht gerade um einen Kleinbetrieb handelt.
Die Absicht, dem Chef durch sehr frühe Kündigung Gelegenheit zu geben .... , mag ehrenwert sein, ist aber nicht unbedingt klug.

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(74042 Beiträge, 32852x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
dein Chef aber schon - jedenfalls, wenn es ich nicht gerade um einen Kleinbetrieb handelt.

Bei einer Kündigung wie hier wird auch der Kleinbetrieb eine Begründung liefern müssen, will er nicht vor Gericht verlieren.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#8
 Von 
teisn
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo nochmal,
der aktuelle Stand ist, dass mein Chef keine Kündigung nachgeschoben hat - aber er verweigert unter fadenscheinigen Vorwänden die Bestätigung (Unterschriftsfeld hatte ich direkt unter jede Ausführung meiner Kündigung gesetzt) des Erhalts der Kündigung.
Ich hatte jedoch eine mir wohlgesonnene Kollegin gebeten, bei der Übergabe der Kündigung dabei zu sein - als Zeugin sozusagen.

Nun meine Frage: Brauche ich überhaupt die Unterschrift (als Bestätigung für die Kenntnisnahme) meines Chefs unter der Kündigung oder kann ich darauf verzichten?

Vielen Dank im Voraus.

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#9
 Von 
Anami
Status:
Unparteiischer
(9909 Beiträge, 1644x hilfreich)

Zitat (von teisn):
Brauche ich überhaupt die Unterschrift
NÖ.

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#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(74042 Beiträge, 32852x hilfreich)

Zitat (von teisn):
aber er verweigert unter fadenscheinigen Vorwänden die Bestätigung

Da er dazu überhaupt nicht verpflichtet ist, könnte er auch ein deutliches "nein" sagen.
Wird man halt mit leben müssen, die Beweislast des Zuganges trägt der Arbeitnehmer.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#11
 Von 
spatenklopper
Status:
Schlichter
(7350 Beiträge, 3386x hilfreich)

Zitat (von teisn):
Nun meine Frage: Brauche ich überhaupt die Unterschrift (als Bestätigung für die Kenntnisnahme) meines Chefs unter der Kündigung oder kann ich darauf verzichten?

Darauf kannst Du getrost verzichten.
Die Kündigung ist eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung.

In verständlichen Worten, falls unverständlich:
Die Kündigung muss dem Chef lediglich zugegangen sein.
Ob er sie ließt, den Empfang bestätigt, oder direkt in die Tonne wirft ist egal, solnage Du nachweisen kannst, dass Du die Kündigung übergeben hast und genau dafür hast Du Deine Kollegin mitgenommen.

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#12
 Von 
Tehlak
Status:
Schüler
(192 Beiträge, 70x hilfreich)

Man könnte auch - sollte man da wirklich "Racheaktionen" vermuten - um die bezeugende Kolleging aus dem Schußfeld zu nehmen, gegen Gebühr, den Gerichtsvollzieher mit der Zustellung beauftragen. Das ist dann wirklich Gerichtsfest.

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#13
 Von 
teisn
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Also vielen vielen Dank für eure Antworten! Manchmal gibt es Dinge die man eben noch nicht erlebt hat und auch keine Ahnung hat oder nicht weiss wie man sich verhalten soll! schönes Wochenende an alle!

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