In Probezeit gekündigt - zu genommener Betriebsurlaub abziehen?

16. September 2023 Thema abonnieren
 Von 
Drenc123
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
In Probezeit gekündigt - zu genommener Betriebsurlaub abziehen?

Hallo,
Ich bräuchte mal euren Rat, ich habe am 01.04.23 eine neue Stelle angefangen, mit anteilig 23 Urlaubstage für dieses Jahr. Ich wurde dann jetzt zum 30.09 gekündigt, somit währen es für 6 Monate 15 Urlaubstage (40h Woche 30 Urlaubstage in Jahr) jetzt ist es aber so das ich im April schon Urlaub hatte y die Praxis komplett geschlossen hatte, sprich Betriebsurlaub. Zu der Zeit war ich eine Woche da und noch nicht komplett eingearbeitet, also hätte ich auch nicht arbeiten können zumal eh kein Praxisbetrieb war. Außerdem war im Juni und im August die Praxis auch geschlossen, wieder Betriebsurlaub. Leider habe ich dadurch 8 Tage zu viel Urlaub genommen. Ich befürchte jetzt das er mir die Abziehen wird von meinen Lohn da er es schon angekündigt hat.
Ist das rechtens? Ich meine ich hatte keine andere Wahl als im April auch in den Urlaub zu gehen.

Danke für die Antworten!

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121647 Beiträge, 40048x hilfreich)

Zitat (von Drenc123):
Ist das rechtens?

Bei Betriebsurlaub sehe ich da erhebliche Probleme für den AG - immerhin hat er das ja verursacht und nicht der AN.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17633 Beiträge, 6553x hilfreich)

Zitat (von Drenc123):
Leider habe ich dadurch 8 Tage zu viel Urlaub genommen.

'Genommen' hast du den Urlaub nicht - vielmehr hat dein AG ihn dir verordnet. Und das ist am Ende sein Problem, dass das mehr ist, als dir anteilig zusteht.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Holperik
Status:
Praktikant
(544 Beiträge, 178x hilfreich)

Zitat (von Drenc123):
Ich befürchte jetzt das er mir die Abziehen wird von meinen Lohn da er es schon angekündigt hat.
Ist das rechtens? Ich meine ich hatte keine andere Wahl als im April auch in den Urlaub zu gehen.

Eben, dass ist das Problem Ihres Arbeitgebers. Ausserdem gilt für das Urlaubsentgelt § 5 III BUrlG, also müssen sie Urlaubsentgelt (quasi die Gehaltszahlung während des Urlaubs), welches Sie auf Grund von Urlaub, der bereits genommen wurde, aber auf den nach dem Bundesurlaubsgesetz noch gar kein Anspruch bestand, erhalten haben, sowieso nicht zurück zahlen. Anders kann es sein bei Urlaubsgeld, also ein Extrazahlung anläßlich des Urlaubs, aber das wurde hier ja wohl nicht gezahlt.
Im Übrigen: hätten Sie kein Urlaub genommen, wäre der Arbeitgeber in sog. Annahmeverzug geraten, d.h. sie wollten arbeiten, konnten aber nicht, weil der AG ihre Arbeitsleistung nicht angenommen hat(er war ja im Urlaub). Dann hätte er Ihnen auch das Gehalt zahlen müssen.

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#4
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2357 Beiträge, 366x hilfreich)

Dann stellt sich auch die Frage:

Der AN verplant von 30 Tagen Urlaubsanspruch der Arbeitnehmer ganze 23 Tage in Betriebsurlaub so dass dem AN nur 7 Tage zur eigenen Verfügung stehen...

Allein das ist schon eher unzulässig als noch grenzwertig.

1x Hilfreiche Antwort

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