Interne Bewerbung - Habe nun deswegen Ärger - Soll nun in der Abteilung ersetzt werden

30. August 2023 Thema abonnieren
 Von 
ojra
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 1x hilfreich)
Interne Bewerbung - Habe nun deswegen Ärger - Soll nun in der Abteilung ersetzt werden

Hallo zusammen,

mein Arbeitgeber hat eine Arbeitsstelle auch Intern ausgeschrieben. Da ich seit längerem den Wunsch habe die Abteilung zu wechseln habe ich daraufhin meine Interne Bewerbung abgegeben.

Zum Hintergrund. Ich bin seit 2012 in dieser Firma / Abteilung, habe mich in den letzten 1-3 Jahren dreimal Intern beworben. Bei allen drei Internen Bewerbungen gab es Stress mit meinem Vorgesetzten / Kollegen der ja eigentlich gar nicht mein Vorgesetzter ist. Ist komisch, ist aber so.

Fakt ist, bei der ersten Bewerbung handelte es sich nicht um die ursprünglich zu besetzende Stelle, hier kam dann eine interne Halbtagskraft zum Einsatz, nach der zweiten Bewerbung überredete man mich weiterhin in meiner Abteilung zu bleiben. Man wollte woanders kein Loch stopfen und woanders eins aufreissen. Kann ich ja auch verstehen und habe mich gegen den Wechsel entschieden. Dieses Dankte man mir.

Nun gibt es erneut einige Zwischenfälle mit meinem Kollegen/Vorgesetzten (ist eigentlich seit 2012 normal) und ich habe mich entschieden mich erneut um die Stelle aus der zweiten Bewerbung zu bewerben. (Die eingestellte Person ging nach zwei Wochen wieder).

Nun wurde von meinem "Kollegen / Vorgesetzten" heute folgendes an die Geschäftsführung und einer Kollegin geschrieben.

ZITAT:

Hallo xxxx,

da ich gerade bei diesem Thema für Klarheit und Offenheit bin, habe ich xxxx gestern über unser beider Gespräch / mein Anliegen bezüglich seiner erneuten (legitimen) Bewerbung auf eine andere Stelle informiert. Der Fakt, dass er sich beworben hat, ist jetzt auch schon mehrfach an mich herangetragen worden, ich möchte dafür keine Freizeit mehr verwenden oder dazu Stellung beziehen.

Auch wir möchten in unserem Team Planungssicherheit bezüglich Personalverfügbarkeit haben, gerade weil wir wieder Zusatzaufgaben (von xxxx) übernommen haben, für die xxxx als Vertretung vorgesehen ist und derzeit auch entsprechend angelernt wird.

xxxx´s Argumentation, dass es im automotiven Bereich „runtergeht" und seine Kunden wegbrechen, der non-automotive Markt steigend ist und mehr Sicherheit für ihn in der Zukunft bringt / er sich dahingehend absichern möchte, ist aus seiner Sicht sicherlich verständlich und durchaus auch nachvollziehbar.

Für uns bedeutet das jedoch, dass wir Arbeit und Zeit investieren, wissend, dass xxxx wechseln möchte und die Investition dahingehend nicht lohnend ist; auch zweite Wahl zu sein, bis sich etwas Besseres findet, ist kein gutes Gefühl.
Nach meinem Urlaub möchten wir daher gern eine Neubesetzung der Stelle generieren, vorrangig jemanden von außerhalb xxxxxs. Mein Ziel ist es, sich wieder in Ruhe auf die Arbeitsinhalte / Aufgaben zu konzentrieren.

VG


ZITAT ENDE

Der Satz mit der Argumentation "runtergeht und ich mich absichern möchte" ist so nie von mir geäußert worden. Ich habe lediglich mal mit einer Kollegin gesprochen das mein Kundenstamm sich sehr verkleinert hat und ich bei weitem nicht mehr so viel Arbeit im Dispositiven Bereich habe wie noch vor Corona und das es in der andere Abteilung anders herum ist. Hier wurde mein Satz sehr eigenwillig umgestaltet.

Welche Rechte hat mein Arbeitgeber falls ich die Stelle in der anderen Abteilung nicht bekommen sollte?

Kann er mich kündigen?

Kann ich einfach in eine andere, nicht von mir gewünschte Abteilung versetzt werden?

Sollte es mit der Internen Bewerbung nicht klappen werde ich auf jeden Fall in der jetzigen Abteilung bleiben wollen.

Danke schon mal für die Antworten.

Sorry, langer Text aber ich konnte nicht anders. :-)








-- Editiert von User am 30. August 2023 19:47

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118574 Beiträge, 39597x hilfreich)

Zitat (von ojra):
Welche Rechte hat mein Arbeitgeber falls ich die Stelle in der anderen Abteilung nicht bekommen sollte?

Kann er mich kündigen?

Kann ich einfach in eine andere, nicht von mir gewünschte Abteilung versetzt werden?

Das könnte sich einem erschließen, wenn man die uns unbekannten vertraglichen Vereinbarungen / betreffenden Klauseln / Absprachen / Satzungen etc. liest.
Daraus ergeben sich dann durchaus auch die eigenen Rechte.

Kennt man diese, kann man sinnvoll weiterdiskutieren.

Bei Unklarheiten gerne wieder hier melden, den vollständigen Wortlaut der relevanten Stellen posten, dann können wir zielführend dazu diskutieren.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17233 Beiträge, 6430x hilfreich)

Zitat (von ojra):
Welche Rechte hat mein Arbeitgeber falls ich die Stelle in der anderen Abteilung nicht bekommen sollte?
Kann er mich kündigen?
Kann ich einfach in eine andere, nicht von mir gewünschte Abteilung versetzt werden?
Sollte es mit der Internen Bewerbung nicht klappen werde ich auf jeden Fall in der jetzigen Abteilung bleiben wollen.

1. Dein AG hat die Rechte, die sich aus deinem AV ergeben.
2. Kündigen kann er dir, nicht allerdings, weil du dich intern bewirbst/beworben hast. Aber aus anderen Gründen.
3. Das sollte sich aus deinem AV ergeben; in vielen Verträgen steht ein Passus, wonach AN andere, ihm zumutbare Aufgaben übernehmen muss, oder auch, dass Ver- oder Umsetzungen möglich sind.
4. Der AG wird nach 'billigem Ermessen' handeln, d.h. er wird dich anhören, muss deine Einwände aber nicht berücksichtigen.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17233 Beiträge, 6430x hilfreich)

P.S.
Wenn jemand sich auf eine Stelle in einer anderen Abteilung bewirbt, strebt er offenbar hinaus - das kann für die Bleibenden plausibel sein oder auch nicht. Wenn einer sich zu oft wegbewirbt oder gar nach einem nicht nachvollziehbaren Muster, bekommen solche Bewerbungen leicht ein 'Gschmäckle': da bewirbt sich jemand auf alles, um wegzukommen. (Das tut den Bewerbungen nicht gut.)

Dein Chefkollege sieht zwar die Legitimität deiner Bewerbung(en), sieht aber vor allem Unruhe und Schwächung der aktuellen Abteilung, für ihn ist es frag-würdig, Zeit und Mühe darauf zu verwenden, dich in irgendwas einzuarbeiten, wenn unsicher ist, ob du das jemals ausüben wirst u. dgl. Neben der faktischen Unsicherheit gibt es womöglich noch eine emotionale: du bist für ihn sowas wie ein Wackelkandidat, auf den man nicht setzen kann.

Mit diesen Belastungen mag er sich nicht dauerhaft beschäftigen müssen. Er strebt nach Beständigkeit für die Abteilung und mag sich selbst nicht 'ständig' mit sowas befassen müssen. Dem wirst du schwerlich mit einer Verteidigung begegnen nach der Art: dies oder das habest du nie so gesagt. Der Spagat dürfte sein, einerseits dein Streben nach einer anderen Stelle und Aufgabe plausibel zu machen und zugleich darzustellen, dass deine Loyalität und dein Arbeitseinsatz des ungeachtet der Abteilung gehört, jedenfalls bis etwas entschieden ist.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
throwaway_account
Status:
Schüler
(171 Beiträge, 19x hilfreich)

Ich sehe keinen Ärger, den du hast.

Als erstes kommst du und deine Interessen.
Dann die Interessen der Firma.
Und dann irgendwann vllt mal die Interessen dieses (nicht) Vorgesetzen Kollegen.


Also bewirb dich und dann sehen was passiert.
Ansonsten gilt was Blaubär sagt.

0x Hilfreiche Antwort

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