Ist das schon Mobbing und wenn ja, kann ich dagegen vorgehen

9. Juli 2023 Thema abonnieren
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guest-12313.02.2024 09:53:28
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Frischling
(43 Beiträge, 22x hilfreich)
Ist das schon Mobbing und wenn ja, kann ich dagegen vorgehen

Sorry langer Text.
Versuche es kurz zu halten.

Freiwillige Versetzung in andere Filiale (arbeite im Einzelhandel) wegen Arbeit meines Mannes.

Alles war "weitestgehend" in Ordnung, dachte ich zumindest.
Bis ich eine Woche vor Weihnachten krank wurde.
Nach einer Woche zurück, Ignoranz seitens der beiden Leitungen, mir gegenüber.
Danach war die Filialleitung krank und danach ich 3 Wochen wegen Beschwerden wo später die OP zu kam.

Dazwischen im Dezember bis auf 2 (die mir wichtigsten Wochen des Urlaubes) dieser nicht genehmigt wurde, sondern ich sollte unbegründet verschieben. Was ich nicht tat, da mein Mann es auch nicht mehr konnte.
Immer wieder Antworten wie, bis August ist es noch lange, oder eine Kollegin hat gekündigt usw.

Während meiner AU im Januar Mitteilung (6 Wochen vorher) an Filialleitung das ich am 21.2 operiert werde und vermutlich 3-4 wochen ausfalle.

Während AU nach OP, weiteres hinter meinem Urlaub her laufen, per Email dann Zusage der Filialleitung und anschließend wieder Absage, was nicht zulässig war.
Nach 5 Monaten dann endlich genehmigt.

Während AU keine Antwort auf meine regelmäßigen Krankmeldungen per Email ( wurde so geklärt, das ich es per Email mitteile).

Zurück nach dann durch Komplikationen 10 Wochen AU ( AG weiß nicht den Grund der OP)
Verhalten der Leitungen, distanziert, keine Fragen zu Gesundheitszustand, keine Krankenrückkehrgespräch, so tun als wäre ich nie weg gewesen, aber mit Ignoranz und Teambildung.
Kein Weitergeben wichtiger Informationen und Änderungen, trotz Nachfrage.

Nach etwa 10 Tagen Rückkehr, teilt mir eine Kollegin, welche seit meiner Rückkehr sonst nicht mehr mit mir gesprochen hat mit, ob ich mich auf das Gespräch mit den Chefs freue und das der Stellvertreter ihr das gesagt hätte.
Ich war schockiert, sagte jedoch nichts dazu und wartete auf die Einladung, sollte es stimmen.
Einige Tage später, ohne Einladung kam ich auf die Arbeit und vier Führungskräfte wollten mit mir ein "Krankenrückkehrgespräch " führen, sie fragten mich ob ich die Einladung erhalten habe, welche es nie gab und ich verneinte.
Und dann teilte ich mit das ich das Gespräch so nicht durchführen muss und weniger unter 8 Augen. Ich erzählte nicht, das ich bereits davon wusste.
Führte das Gespräch dann mit einer neutralen Person der Firma.
Man hat mir offensichtlich versucht, ohne sich vorher ausreichend zu informieren, Dinge vorzuwerfen, die nicht stimmten und ich das Gegenteil beweisen konnte.
Gleichzeitig wurde mir vorgeworfen, ich hätte kein Vertrauen zu den Führungskräften.
Wie denn bei vorher benannten Gründen, die ich auch nannte und man gab mir recht.

Am nächsten Tag ging ich in AU, weil ich völlig fertig war nervlich, das man so etwas unmenschliches mit mir macht.
Als ich nach 2 Wochen wieder kam, suchte ich das Gespräch mit der Filialleitung unter vier Augen und teilte ihr mit das ich von dem Gespräch wusste und es nicht angeht, das der Stellvertreter solche Informationen an eine Angestellte weitergibt, die nichts damit zu tun hat und bevor ich davon wusste.
Sie gab mir recht.

Am nächsten Tag sollte ich ins Büro mit Filialleitung, Stellvertreter und der Kollegin die mir von dem Gespräch erzählt hat.
Die Kollegin stritt ab es je zu mir gesagt zu haben und das ich lügen würde. Der Stellvertreter äußerte, es ihr nie gesagt zu haben.
Und: die Filialleitung unterstellte mir plötzlich, wie die Kollegin es mir sagen konnte, wenn sie und der Stellvertreter erst drei Tage später davon erfuhren.

Das Gespräch war extrem aggressiv und unüberlegt.
Danach war ich wieder in AU, weil ich mir so was nicht anhängen lasse.

Es geht eigentlich noch weiter, aber das würde den Rahmen sprengen.
Es soll jetzt am 25.7 das BEM Gespräch geben, zwischen Bereichsleitung, Filialleitung, der Rechtsabteilung und mir.
Ich nehme meinen Mann mit.
Ich will gerne in eine andere Filiale, weil das für mich nicht mehr tragbar ist.

Aber zählt das schon als Mobbing oder wie würdet ihr das sehen?

-- Editiert von User am 9. Juli 2023 20:08

-- Editiert von User am 9. Juli 2023 20:15

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9 Antworten
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#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39602x hilfreich)

Zitat (von Vinselibiddy):
Aber zählt das schon als Mobbing

Ich sehe da kein Mobbing.



Zitat (von Vinselibiddy):
Am nächsten Tag ging ich in AU, weil ich völlig fertig war nervlich, das man so etwas unmenschlichen mit mir macht.

Da nichts unmenschliches zu erkennen ist, empfehle ich - auch unter Beachtung der anderen Punkte - die Konsultation eines Experten aus dem Bereich der Psyche.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
guest-12313.02.2024 09:53:28
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 22x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Da nichts unmenschliches zu erkennen ist, empfehle ich - auch unter Beachtung der anderen Punkte - die Konsultation eines Experten aus dem Bereich der Psyche.


Nicht unmenschliches?
Ich werde bewusst des Lügen beschuldigt obwohl klar ist das ich die Wahrheit gesagt habe.

Das Gespräch zuvor Wird bewusst ohne Einladung geführt und mir Dinge ohne Tatbestand vorgeworfen.

Und ich soll was mit der Psyche haben?

Würde gerne wissen, wie toll sie solch eine Situation finden würden. Zumal man seitdem ich erneut zurück bin, so tut, als wäre nie etwas gewesen uns plötzlich zu nett zu mir ist.

Sie kennen jetzt tatsächlich auch nur die Kurzform um da emotional urteilen zu können.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39602x hilfreich)

Zitat (von Vinselibiddy):
Würde gerne wissen, wie toll sie solch eine Situation finden würden.

Onb man die Situation "toll" findet oder nicht ist irrelevant.
Es zählt einzig, ob etwas juristisch an zu greifen wäre.

Und Unhöflichkeiten, inkompetente Führung, mangelnde Führungsqualitäten, schlechter Stil und Kommunikationsprobleme sind zwar "nicht toll", juristisch aber nicht angreifbar.



Zitat (von Vinselibiddy):
Ich werde bewusst des Lügen beschuldigt obwohl klar ist das ich die Wahrheit gesagt habe.

Davon konnte ich nichts in der Schilderung lesen.



Zitat (von Vinselibiddy):
Sie kennen jetzt tatsächlich auch nur die Kurzform

Es mag sein, das sich aus der Langform anderes ergibt.

Man führt ein Tagebuch über die Vorfälle?



Zitat (von Vinselibiddy):
um da emotional urteilen zu können.

In der Juristerei wird nicht emotional geurteilt, sowas ist dann den Talkschos und anderen vorbehalten.
Vor Gericht zählen Fakten, keine Emotionen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
guest-12313.02.2024 09:53:28
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 22x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Davon konnte ich nichts in der Schilderung lesen.

Kollegin hat mir die Info zum Gespräch mitgeteilt, dies danach jedoch abgestritten mir je gesagt zu haben.
Der Stellvertreter streitet ab es je der Kollegin gesagt zu habe und die Filialleitung behauptet sie und der Stellvertreter hätten erst drei Tage nachdem mir die Kollegin davon erzählt von dem Gespräch erfahren.
Also habe ich mir das alles nur ausgedacht?
So kann ich dauerhaft nicht dort arbeiten.



Zitat (von Vinselibiddy):
Sie kennen jetzt tatsächlich auch nur die Kurzform

Es mag sein, das sich aus der Langform anderes ergibt.

Man führt ein Tagebuch über die Vorfälle?


Ich führe tatsächlich Tagebuch über alles, auch über die Fehler der Leitungen, weil es einige Punkte gibt die nicht rechtens sind.
Zb, das überprüfen von Kameraaufnahmen ohne berechtigten Grund. Ich rede hier von Dingen, wie wer hat die Ware falsch versäumt, das ist unzulässig

Ich habe eine ziemlich lange Liste mit Daten und Uhrzeiten.
Das wäre jedoch letzte Instanz

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39602x hilfreich)

Zitat (von Vinselibiddy):
Kollegin hat mir die Info zum Gespräch mitgeteilt, dies danach jedoch abgestritten mir je gesagt zu haben.
...

Da fehlt dummerweise der wichtigste Punkt
Zitat (von Vinselibiddy):
obwohl klar ist das ich die Wahrheit gesagt habe.

Also, wie will man den Punkt beweisen?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#6
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38159 Beiträge, 13931x hilfreich)

Erst war man zu unfreundlich zu Dir, dann zu nett. Ich denke mal, im Augenblick kann man sich Dir gegenüber benehmen wie man will, es ist falsch. Ganz sicherlich ist einiges unglücklich gelaufen, und zwar von beiden Seiten aus. Auch Dein ständiges Fehlen wird Dir als Newcomer in der Filiale nicht unbedingt Freunde machen. Gerade, wenn es zu Trotzkrankschreibungen kommt, weil man sich irgend etwas nicht bieten lässt.

Immerhin, man redet noch miteinander. Allerdings ist ein BEM-Gespräch mit der Besetzung eher unüblich. Ich kann nur dringend empfehlen, Dir innerhalb der Firma Verbündete zu suchen. Nimm Kontakt zum Betriebsrat auf und sieh zu, dass von dort jemand zum Gespräch mitkommt. Jedenfalls sehe ich keine juristische Grundlage für einen Versetzungsanspruch.

wirdwerden

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#7
 Von 
guest-12313.02.2024 09:53:28
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 22x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
zu nett. Ich denke mal, im Augenblick kann man sich Dir gegenüber benehmen wie man will, es ist falsch. Ganz sicherlich ist einiges unglücklich gelaufen, und zwar von beiden Seiten aus. Auch Dein ständiges Fehlen wird Dir als Newcomer in der Filiale nicht unbedingt Freunde machen. Gerade, wenn es zu Trotzkrankschreibungen kommt, weil man sich irgend etwas nicht bieten lässt.

Immerhin, man redet noch miteinander. Allerdings ist ein BEM-Gespräch mit der Besetzung eher unüblich. Ich kann nur dringend empfehlen, Dir innerhalb der Firma Verbündete zu suchen. Nimm Kontakt zum Betriebsrat auf und sieh zu, dass von dort jemand zum Gespräch mitkommt. Jedenfalls sehe ich keine juristische Grundlage für einen Versetzungsanspruch.


Hauptsächlich war ich krank wegen meiner OP.
Und zuerst ignorieren und dann mega nett mir sein, während mich schon wegen der nächsten Sache bei der Personalabteilung verpfeift, welche keine Hand und Fuß hat. Und das statt mich zu fragen.

Generell habe ich vermehrt das Gespräch gesucht, aber das ist nicht erwünscht.
Stattdessen wartet man indem man alles ignoriert und plötzlich überfreundlich zu mir ist ( und damit meine ich nicht nett, sondern extrem überfreundlich), darauf das sich Probleme in luft auflösen und dieses Verhalten wird mit allen Mitarbeitern durchgeführt.
Nur das ich im Gegensatz zu anderen nichts davon halte.

Betriebsrat haben wir keinen.

Und wenn die wollen das die Situation sich verbessert, sollten sie mich versetzen.

Und Trotzkrankmeldungen nenne ich das kaum, wenn ich Seitdem unter Schlafstörungen und extremen Migräneattacken leide, die teilweise unerträglich sind.
Also wenn meine Gesundheit drunter leidet, ist das kaum zu verharmlosen

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#8
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38159 Beiträge, 13931x hilfreich)

Wie kommst Du auf die Idee, dass der Arbeitgeber will, dass sich die Situation verbessert?

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39602x hilfreich)

Zitat (von Vinselibiddy):
Und wenn die wollen das die Situation sich verbessert, sollten sie mich versetzen.

1. Ich habe den Eindruck, das denen das eher komplett egal ist. Insofern würde ich mich nicht der vagen Hoffnung "wenn die wollen" hingeben.
2. was wenn es am anderen Standort genauso geht?



Zitat (von Vinselibiddy):
wenn ich Seitdem unter Schlafstörungen und extremen Migräneattacken leide, die teilweise unerträglich sind.
Also wenn meine Gesundheit drunter leidet, ist das kaum zu verharmlosen

Richtig, aber das ist kein Problem das Juristen lösen können.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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