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Ist die verlängerte Kündigungsfrist rechtens?

9.4.2007 Thema abonnieren
 Von 
schnilba
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Ist die verlängerte Kündigungsfrist rechtens?

Hallo, ich habe folgendes Problem: Ich möchte bei meinem Arbeitgeber kündigen. In meinem Vertrag steht: "Die Kündigungsfrist beträgt 6 Wochen zum Quartalsende. Sollte sich aufgrund gesetzlicher Vorschriften die Kündigungsfristen verlängern, so gilt diese Verlängerung für beide Vetragsparteien gleichermaßen." Da ich schon seit 14 Jahren bei meinem AG beschäftigt bin behauptet dieser dass sich meine Kündigungsfrist auf 5 Monate zum Monatsende lt. § 622 Absatz 2verlängert. In dem § 622 steht aber dass dies nur gilt bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber . Meine Frage ist die verlängerte Kündigungsfrist rechtens?? Welche Möglichkeiten habe ich nach 6 Wochen zum Quartalsende rauszukommen??

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
venotis
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2300x hilfreich)

Hallo, wie alt bist du denn?

Der AG hat recht. Insofern die Kündigungsfrist für den AN nicht länger ist (und das ist sie nicht). Kann man das so wie in dem Vertrag vereinbaren.
Das einzige, was die Frist verkürzen würde, wäre in dem Fall das: <font color=red>'Bei der Berechnung der Beschäftigungsdauer werden Zeiten, die vor der Vollendung des 25. Lebensjahrs des Arbeitnehmers liegen, nicht berücksichtigt.'</font>

MfG

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
schnilba
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo, ich bin damals mit 26 Jahren angefangen. Aber wie ist das denn mit dem § 622, dass sich die Kündigungsfrist verlängert nur bei Kündigung des Arbeitgebers? Wenn ich als Arbeitnehmer kündige dürfte dass doch eigentlich nicht gelten!? Das Gesetz soll ja eigentlich zum Schutz des Arbeitnehmers gelten und nicht das der Arbeitgeber sich dadurch einen Vorteil "erschleicht", das ist ja Zweckentfremdung.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
venotis
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 2300x hilfreich)

quote:
Wenn ich als Arbeitnehmer kündige dürfte dass doch eigentlich nicht gelten!?


Klar gilts. Du hast doch u.a. folgendes unterschrieben.

quote:
und gesetzlicher Vorschriften die Kündigungsfristen verlängern, so gilt diese Verlängerung für beide Vetragsparteien gleichermaßen.


Und das Gesetz verbietet es nicht. Wenn man sowas nicht will, dann darf mans nicht unterschreiben.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
blaubär49
Status:
Schlichter
(7434 Beiträge, 1977x hilfreich)

... der gedanke, dass längere kündigungsfristen für den AN in jedem fall besser seien, stammt wohl noch aus zeiten, da lange betriebzugehörigkeit positiv gesehen wurde. und sicher hat auch schnilba als er oder sie den vertrag unterschrieben hat - nicht überrissen, dass das auch ein nachteil sein könnte. der einzige ausweg ist ein auflösungsvertrag, wozu aber der AG mitspielen muss.

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