Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
13.493 Ratgeber, 2.347.261 Forenbeiträge, 254.709 Rechtsberatungen
609.361
Registrierte
Nutzer

Knifflige Frage zu Kündigung

30.10.2015 Thema abonnieren
 Von 
Lando123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 2x hilfreich)
Knifflige Frage zu Kündigung

Hallo miteinander,

ich habe eine knifflige Situation zu lösen:

Ich bin seit 01.04.2011 bei einem Unternehmen beschäftigt, gesetzliche Kündigungsfristen.
Zum 01.05.2016 plane ich voraussichtlich einen Wechsel in die Geschäftsführung einer neuen GmbH (inkl. eigenen Anteilen, aber in der Minderheit).
Natürlich werde ich erst dann kündigen, wenn ich den neuen Vertrag unterschrieben habe.

Nun ist aber die Frage - je nachdem wann der neue Vertrag von mir unterschrieben wird - wie ich mich mit meiner aktuellen Kündigung verhalten soll. Angenommen ich würde den neuen Vertrag am 10.02.16 unterschreiben (oder auch früher, spielt ja exakt nicht DIE Rolle), dann müsste ich theoretisch ja bis spätestens 31.03.2016 kündigen, um die dann gültige Kü-frist von 1 Monat zum Monatsende einzuhalten.
Ich gebe aber zu, dass ich damit schon ein gewisses Problem habe, denn ich habe mich in all der Zeit immer wohlgefühlt bei meinem jetzigen Arbeitgeber. Ich fände es schon irgendwie taktlos und undankbar, innerhalb von 1 Monat zu sagen "schau zu wie Du Ersatz bekommst", auch wenn das vielleicht die Praxis ist. Ich bin im Vertrieb tätig und würde natürlich auch helfen den Nachfolger einzuarbeiten, je nachdem wie schnell er gefunden wird. Die Einarbeitung könnten zwar auch meine Kollegen übernehmen, aber ich fände das trotzdem irgendwie uncharmant.
Ich möchte im Guten gehen.

Trotzdem: wenn ich jetzt im Januar oder Februar kündigen würde und so in meinen Augen genug Vorlaufzeit einräume und deutlich mache, dass ich gerne bei der Besetzung und Einarbeitung helfe, dann besteht ja trotzdem auch immer noch die Gefahr, dass mein AG so "angesäuert" über meine Kündigung ist, dass er anders reagiert als ich hoffe, nämlich dann eine eigene Kündigung ausspricht, z.B. zum 28.02.16 oder 31.03.16. Ich fange definitiv nicht vor 01.05.16 bei der neuen Stelle an.

Gibt es da irgendwelche Regelungen, die eine vorgezogene Kündigung des AG bei ordentlicher Kündigung des AN vorsehen? Ja ich weiß, eine ordentliche Kündigung wäre es vom Zeitraum her nicht, aber es ist ja auch nicht so, dass ich zum 31.12.2018 kündige und bis dahin einen gewissen "Schutz" hätte. Dann könnte ja jeder AN zum 31.12.20XX kündigen und bis zu seiner Rente gesichert sein. Ist mir schon klar.

Was würdet Ihr an meiner Stelle tun ? Oder gibt es hier eben doch rechtliche Vorgaben ?

Ich danke für Rückmeldungen bereits mal vorab.

VG
Lando

-- Editier von Lando123 am 30.10.2015 12:55

-- Editier von Lando123 am 30.10.2015 12:56

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Arbeitsrechtlicher Notfall?

Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Arbeitsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14441 Beiträge, 5615x hilfreich)

/// ... denn ich habe mich in all der Zeit immer wohlgefühlt bei meinem jetzigen Arbeitgeber. Ich fände es schon irgendwie taktlos und undankbar

Gleichwohl rechnest du mit einer Gegenkündigung, wenn du zu früh mit deiner Absicht 'rausrückst --- Denkpause.
Nun denn: Wenn Trennung angesagt ist und das Vertrauen nicht so groß, dass du offen reden kannst, dann bleibt dir wohl nichts, als dich auf deine Interessen zu besinnen und nicht auch noch die Probleme des künftigen Ex-AG mitzubedenken oder gar zu lösen.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Lando123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 2x hilfreich)

Tja, aber wie es auch oft in "glücklichen Ehen" der Fall ist, drehen gehörnte Ehefrauen oder Ehemänner dann durch, wenn man ihnen die Tatsachen vor Augen führt.

Ich finde das eben aus diesem Grund nicht ganz soooo einfach....

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14441 Beiträge, 5615x hilfreich)

Tja, einfach ist es gewiss nicht - aber die 'Quadratur des Kreises' ist ein unmögliches Vorhaben, wie inzwischen bewiesen ist. Du musst dich also entscheiden - und da wird dir das Hemd näher sein als der Rock, wie man so sagt.

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Lando123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 2x hilfreich)

Als die Hose.... ;)
Aber Recht hast Du allemal, danke Dir!!!

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6982 Beiträge, 3881x hilfreich)

Exkurs

Zitat (von Lando123):
Als die Hose....


Es wird wohl auch bei Männern der Rock sein. Die Bezeichnung "Rock" dürfte wohl eher nicht die Beinbekleidung sein sondern aus der Zeit stammen, als man auch bei Männern bei Jacken im weitest gehenden Sinn vom Rock gesprochen hat. Moderner würde man wohl eher sagen: Jemanden ist das Hemd näher als die Jacke.

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
zwitschervogel
Status:
Schüler
(300 Beiträge, 147x hilfreich)

Keine sehr gute Eigenschaft für einen zukünftigen Geschäftsführer für einen Arbeitgeber soviel Empathie aufzubauen...

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Lando123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 2x hilfreich)

Zwitschervogel:

Ich vermute den altbekannten Spruch: "man sieht sich immer zweimal im Leben" kennst Du nicht?! Würde mich jedenfalls nicht wundern.
Im übrigen schadet es grundsätzlich immer mehr verbrannte Erde zu hinterlassen als im Guten auseinander zu gehen.

Das nur mal zu einem so banalen Kommentar

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Oinaru
Status:
Frischling
(45 Beiträge, 17x hilfreich)

Mmmhhhh.... Ich kann deine Bedenken total verstehen. Aber würde dein Arbeitgeber, wenn er merkt, dass es ihm wirtschaftlich nicht so geht, dir schon Monate vorher sagen "Schau dich mal lieber nach einer neuen Arbeit um, ich weiß nicht, ob sich die Lage bald bessert!"? Ich denke eher nicht. Die Gefahr, dass du etwas findest und dann weg bist, obwohl sich seine wirtschaftlich Lage wieder stabilisiert hat, ist auch für ihn zu hoch.
Ich denke, in dem Fall sollte jeder an sich denken. Wenn du ihm erklärst, dass du trotzdem den letzten Monat hilfreich zur Seite stehst und deine Kündigung nichts mit ihm zu tun hat (denn das, was dir beim neuen Job geboten wird, kann er dir ja nicht bieten), dann wird es schon im Guten auseinander gehen, bin ich mir ziemlich sicher. Zumal du ja sagtest, dass ihr ein sehr gutes Verhältnis habt.

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 229.439 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
94.540 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen