Kostenlose, freiwillige Hilfe bei Low Budget Filmdreh möglich?

8. Juli 2024 Thema abonnieren
 Von 
Jannik123
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 0x hilfreich)
Kostenlose, freiwillige Hilfe bei Low Budget Filmdreh möglich?

Guten Abend,

Ich bin leider sehr verwirrt und je mehr ich recherchiere, desto mehr Hürden scheint es zu geben.


Ist es möglich, beispielsweise mit Freunden, einen Kurzfilm zu drehen, bei denen sie umsonst mithelfen? (Beispielsweise für kleine Rollen, oder mal hier / mal da etwas machen).

Zwar vorerst ohne Gewinnabsicht, da es hauptsächlich um die Kunst geht - Aber manchmal kommen vielleicht ein paar Euro durch Werbung heraus, wenn er gut ankommt. Oder angenommen, es würde jemand für ein paar Hundert euro die Senderechte für den Kurzfilm kaufen, um ihn zum streamen anzubieten (Beispielsweise ein Indie Film Streamer).


Wäre es da überhaupt möglich, dass Freunde umsonst helfen, und damit den Mindestlohn unterschreiten?
Ich habe einige Ideen, und die Freunde würden eher deswegen mitmachen, weil sie daran Spaß haben und teils auch ihre Ideen mit einbringen.

Ich bezahle außerdem alles aus dem eigenen Geldbeutel (Wobei möglicher Gewinn wieder über ein Gewerbe laufen würde, wenn es überhaupt Gewinn gibt).

Ein anderes Beispiel wäre auch noch - Es gibt ja einige Youtuber, die manchmal geschauspielerte Szenen in den Videos haben, auch da teils von Freunden. Beispielsweise bei kurzen Sketchen und co.. Oder wenn der Kameramann kurz im Bild ist für einen Sketch, bei dem er etwas schauspielert. Müsste dann jeder noch zusätzlich als Schauspieler bezahlt werden, auch, wenn er nichts dafür haben möchte?


2. ) Wie wäre es, wenn ich mit Freunden gemeinsam solche Projekte mache, bei denen sie genau gleich viel machen, es also wirklich ein Projekt ist, das von uns zusammen entsteht.


Ich würde wirklich so gerne Kunstprojekte erschaffen, ohne riesiges Budget und ohne Verwirrung, aber blicke leider nicht mehr durch :(

Liebe Dank an Euch!!

-- Editiert von User am 8. Juli 2024 19:14

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24 Antworten
Sortierung:

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122556 Beiträge, 40151x hilfreich)

Zitat (von Jannik123):
Ist es möglich, beispielsweise mit Freunden, einen Kurzfilm zu drehen, bei denen sie umsonst mithelfen?

Klar.

Problematisch wird es erst, wenn sie kostenfrei mithelfen sollen, dann da kommt ganz schnell der Mindestlohn ins Spiel.



Zitat (von Jannik123):
Zwar vorerst ohne Gewinnabsicht, da es hauptsächlich um die Kunst geht

Weder ist eine Gewinnerzielungsabsicht (bzw. das fehlen derselben) relevant.
Noch bewahrt die Absicht Künstler zu sein, vor den niederen Gefilden der profanen Gesetze - sind Künstler durchaus häufig Unternehmer und Arbeitgeber.



Zitat (von Jannik123):
Ich bezahle außerdem alles aus dem eigenen Geldbeutel

Das machen sehr viele Unternehmer ... vor allem am Anfang.



Zitat (von Jannik123):
Müsste dann jeder noch zusätzlich als Schauspieler bezahlt werden, auch, wenn er nichts dafür haben möchte?

Das kommt auf die vertraglichen Vereinbarungen an.

Der Mindestlohn gilt jedenfalls pro Arbeitsverhältnis, nicht pro Aufgabe.



Zitat (von Jannik123):
2. ) Wie wäre es, wenn ich mit Freunden gemeinsam solche Projekte mache, bei denen sie genau gleich viel machen, es also wirklich ein Projekt ist, das von uns zusammen entsteht.

Das nennt sich dann GbR, damit sind dann alle Unternehmer, alle machen mit, alle tragen das Risiko gemeinsam, alle bekommen was vom Gewinn ab.



Zitat (von Jannik123):
bei denen sie genau gleich viel machen

Das wäre in einer GbR gar nicht nötig, wenn gleich immer wünschenswert.



Zitat (von Jannik123):
Ich würde wirklich so gerne Kunstprojekte erschaffen, ohne riesiges Budget und ohne Verwirrung, aber blicke leider nicht mehr durch

Ist denn da noch kein Anwalt unter den Schaffenden?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#3
 Von 
Jannik123
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 0x hilfreich)

Erst einmal vielen lieben Dank für die tolle Antwort!


Ich würde noch gerne etwas nachfragen:


Zitat (von Harry van Sell):
Klar.

Problematisch wird es erst, wenn sie kostenfrei mithelfen sollen, dann da kommt ganz schnell der Mindestlohn ins Spiel.



Was bedeutet das genau? Bzw. worauf muss man direkt achten, damit der Mindestlohn nicht ins Spiel kommt?


Das mit der GbR klingt auch interessant - Vor Allem bei häufigeren Projekten. Ich schaue mich nochmals um, wie das bei einmaligen gemeinsamen Projekten wäre.
Da denke ich auch beispielsweise an andere Kollaborationen in der Kunst, die nur ein Projekt groß sind.

Viele Grüße :)

-- Editiert von User am 8. Juli 2024 21:05

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122556 Beiträge, 40151x hilfreich)

Zitat (von Jannik123):
worauf muss man direkt achten, damit der Mindestlohn nicht ins Spiel kommt

Die Antwort ist einfach - schwer ist nur die Umsetzung ...

Zum einen verhindern das ein Arbeitsverhältnis entsteht
Und falls das nicht klappt, schauen ob eine der Ausnahmen greift
https://www.gesetze-im-internet.de/milog/__22.html



Zitat (von Jannik123):
wie das bei einmaligen gemeinsamen Projekten wäre.

Die GbR ist für einmaligen, mehrmaligen oder dauerhaften Gebrauch gedacht.
Quasi das Schweizer Taschenmesser des Gesellschaftsrechts.


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#5
 Von 
Jannik123
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antwort!
Das mit der GbR klingt super!

Zitat (von Harry van Sell):
Die Antwort ist einfach - schwer ist nur die Umsetzung ...

Zum einen verhindern das ein Arbeitsverhältnis entsteht
Und falls das nicht klappt, schauen ob eine der Ausnahmen greift


Ich glaube aber, dass leider keine Ausnahme greift. Und freiwillig ist es zwar, aber ehrenamtlich wäre es wahrscheinlich nur bei Vereinen und co.

Wie könnte man verhindern, dass ein Arbeitsverhältnis entsteht?


Schade, dass es doch eher kompliziert ist. Im Prinzip ginge es nur darum, dass Freunde einem kostenlos und freiwillig bei einem Projekt helfen.

Allerdings würden, wenn es gar nicht geht, Kurzfilme vielleicht gar nicht existieren, manchmal sind auch da, bei low / no budget Projekten zig Leute dabei, über längere Zeit (manchmal sogar Jahre).

Irgendeinen Weg gibt es sicherlich.

Soetwas gibt es sicherlich auch oft bei kleinen, lokalen Bands, die Musikvideos drehen. Dort kennt man sich, und Freunde helfen mal hier, mal da. Vielleicht mit einer kleinen Rolle im Video, der andere filmt ein wenig, usw.


-- Editiert von User am 8. Juli 2024 22:33

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#6
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17752 Beiträge, 6585x hilfreich)

Gefunden
https://www.slashcam.de/info/Klare-rechtliche-Lage-bei-No-Budget-Kurzfilmen-954154.html
Dort eiern sie mit klaren Antworten genau so rum wie hier, aber der Gedanke GbR scheint doch zielführend zu sein. Die GbR kommt zwar schon durch gemeinsame Verabredung zustande, der Teufel steckt aber bekanntlich im Detail - ohne Beratung wird es kaum gehen bei einem komplexen Vorhaben. Vmtl. wird es nötig sein, einen Vertrag aufzusetzen und der wird Geld kosten.

Wenn du dich mit solchen Gedanken trägst, kennst du vll. Filmemacher, die schon Filme gemacht haben - vielleicht redest du mit diesem und jenem und fragst nach Erfahrungen für Anfänger ...

-- Editiert von User am 8. Juli 2024 23:55

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#7
 Von 
Jannik123
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antwort!

Und ja, den Beitrag habe ich schon entdeckt, leider am Ende mit mehr Fragen als Antworten :sweat:

Zitat (von blaubär+):
Wenn du dich mit solchen Gedanken trägst, kennst du vll. Filmemacher, die schon Filme gemacht haben - vielleicht redest du mit diesem und jenem und fragst nach Erfahrungen für Anfänger ...


Leider kenne ich da niemanden, und vermutlich würden viele die noch nicht so viel Erfahrung haben gar nicht auf all das achten.

Die meiste Inspiration ziehe ich leider von Filmemachern aus anderen Ländern, auch im Bezug auf Ablauf und co.. Dort scheint es oft etwas leichter zu sein als in Deutschland.

Liebe Grüße :)

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122556 Beiträge, 40151x hilfreich)

Zitat (von Jannik123):
vermutlich würden viele die noch nicht so viel Erfahrung haben gar nicht auf all das achten

Richtig, viele machen einfach und schauen dann groß wenn es über sie herein bricht.



Mal abgesehen vom Mindestlohn, denke man nur daran, dass einer der freiwilligen Helfer einen Unfall hat, sich das Bein bricht. Da stehen dann schnell mal Summen in Höhe eines Autos im Raume.



Zitat (von blaubär+):
Vmtl. wird es nötig sein, einen Vertrag aufzusetzen

Das wäre überaus empfehlenswert.


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#9
 Von 
Jannik123
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Richtig, viele machen einfach und schauen dann groß wenn es über sie herein bricht.


Das versuche ich auf jeden Fall zu vermeiden

Zitat (von Harry van Sell):
Das wäre überaus empfehlenswert.


Und das wäre auch gar kein Problem für alle, sie würden auch bestätigen, dass niemand ein Honorar oder Bezahlung dafür erwartet.

Aber die Frage ist, ob so ein Vertrag dabei helfen würde ? Jeder ist dazu bereit, kostenlos mitzumachen, nur dürfen sie es (Auch mit Vertrag)?


Vielen Dank nochmals :)

-- Editiert von User am 9. Juli 2024 00:40

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#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122556 Beiträge, 40151x hilfreich)

Zitat (von Jannik123):
sie würden auch bestätigen, dass niemand ein Honorar oder Bezahlung dafür erwartet.

Was nach MiLoG nichtig und damit völlig nutzlos wäre.



Zitat (von Jannik123):
Aber die Frage ist, ob so ein Vertrag dabei helfen würde ? Jeder ist dazu bereit, kostenlos mitzumachen, nur dürfen sie es

Richtig aufgesetzt (z.B. als GbR) wäre das durchaus möglich.


Signatur:

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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#11
 Von 
Jannik123
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Richtig aufgesetzt (z.B. als GbR) wäre das durchaus möglich.
'

Super! Ich dachte immer, bei einer GbR müsste jeder bezahlt werden oder wie ein Mitarbeiter eingestuft werden.

Bedeutet das, dass innerhalb einer GbR festgelegt werden kann, dass jeder Teilnehmer auf ein Gehalt / Gage verzichtet?

Und könnten in dieser GbR spontan neue Teilnehmer Teil davon sein? Beispielsweise, wenn man mit 7-8 Freunden das Kunstprojekt startet, nach ein paar Wochen aber für ein paar Tage jemand dazukommt und hilft, dann aber wieder geht?

Das wäre ja im Prinzip so, wie wenn eine Band einen Gastmusiker hätte (Der vielleicht auch umsonst spielt, beispielsweise da er befreundet ist oder die Gelegenheit nutzen möchte, einmal auf der Bühne zu stehen)

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#12
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17752 Beiträge, 6585x hilfreich)

Zitat (von Jannik123):
ob so ein Vertrag dabei helfen würde ?

Fürs Erste: Niederschreiben, was Ziel, Absicht und Wille ist, wer konkret was beiträgt oder beisteuert usf - und sich das durch Unterschrift bestätigen lassen. Vertrag klingt womöglich anspruchsvoll, aber einen einzubeziehen, der Vertragsgestaltung besser kennt als du, ist sicher nicht die schlechteste Idee. Ggf. muss so ein Dokument auch angepasst werden, wenn sich Änderungen während des Projekts ergeben. Verschriftlichung relevanter Vorgänge.
Eine schriftliche Grundlage braucht so ein Projekt m.E. unbedingt, allein schon, um der Vergesslichkeit vorzubeugen - wer weiß denn nach drei, fünf ... Jahren noch, was genau ...

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#13
 Von 
Jannik123
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 0x hilfreich)



Vielen Dank für die Antwort!!

Ich glaube, das mit der GbR könnte gut klappen.


Nun aber schon die nächste Frage -

Wie wäre das, wenn jemand aus dem EU Ausland dabei wäre?
Ein Freund aus England ist nämlich immer einmal zu Besuch bei mir. Er ist auch Musiker und hat ein Visum, um bis zu 90 Tage pro Jahr beispielsweise bei Filmen mitzumachen.


Er würde auch gerne kostenlos mitmachen, in einer Rolle.

Würde die GbR da auch funktionieren?

Und wenn er doch bezahlt werden muss, wie würde das mit Sozialabgaben funktionieren?
Soweit ich weiß, gelten Schauspieler in UK als selbstständig und könnten daher sowohl gratis mitmachen, als auch auf Rechnung bezahlt werden.

Aber das wäre wahrscheinlich nur so, wenn wir in England wären.

Wie würde sich das lösen lassen?


Liebe Grüße nochmals :)


Zitat (von blaubär+):
Eine schriftliche Grundlage braucht so ein Projekt


Zitat (von Harry van Sell):
Richtig aufgesetzt (z.B. als GbR) wäre das durchaus möglich.

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#14
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17752 Beiträge, 6585x hilfreich)

Zitat (von Jannik123):
Nun aber schon die nächste Frage -

Mir scheint, du strapazierst das Forum und willst eigentlich Rechtsberatung ....

1x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Jannik123
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Mir scheint, du strapazierst das Forum und willst eigentlich Rechtsberatung ....


Oh, das tut mir natürlich Leid. Mir gehen gerade so viele Fragen durch den Kopf und das Forum hatte ich erst gestern entdeckt. Die Idee war, zumindest eine grobe Richtung zu bekommen und das Hirngewusel etwas zu entwirren.

Liebe Grüße

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Jannik123
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich hatte auch gelesen, dass einige Anfänger auch deswegen kostenlos Rollen annehmen, um Erfahrung zu sammeln, zu üben und Referenzen zu haben.

Könnte das als Gegenleistung gelten? Oder wäre ein "Tausch" nur möglich, wenn die Schauspieler selbstständig wären (Was sie in Deutschland nicht sind)

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122556 Beiträge, 40151x hilfreich)

Zitat (von Jannik123):
Wie würde sich das lösen lassen?

Das wurde schon gelöst, denn in Deutschland gelten Deutsche Gesetze.



Zitat (von Jannik123):
Er würde auch gerne kostenlos mitmachen, in einer Rolle.

Würde die GbR da auch funktionieren?

Kommt auf sein Visum an.



Zitat (von Jannik123):
Und wenn er doch bezahlt werden muss, wie würde das mit Sozialabgaben funktionieren?

Die leistet dann der Arbeitgeber gemäß der gesetzlichen Vorgaben.



Zitat (von Jannik123):
Ich hatte auch gelesen, dass einige Anfänger auch deswegen kostenlos Rollen annehmen, um Erfahrung zu sammeln, zu üben und Referenzen zu haben.

Für echte Praktikanten gilt der Mindestlohn nicht (siehe oben)



Zitat (von Jannik123):
Könnte das als Gegenleistung gelten?

Der Mindestlohn ist stets in Geld zu zahlen.



Zitat (von Jannik123):
wenn die Schauspieler selbstständig wären (Was sie in Deutschland nicht sind)

Wie kommt man darauf? In DE gibt es durchaus selbständige Schauspieler - die große Masse ist allerdings angestellt.


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#18
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10927 Beiträge, 4250x hilfreich)

Zitat (von Jannik123):
Wie wäre das, wenn jemand aus dem EU Ausland dabei wäre?
Ein Freund aus England ist nämlich immer einmal zu Besuch bei mir.


Und p.s.
England ist nicht mehr in der EU. ;)

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Jannik123
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
England ist nicht mehr in der EU.


Ahh, das meinte ich. Außerhalb der EU Ausland wollte ich schreiben. Bin total durcheinander :crazy:


Das ist noch etwas, das mich ziemlich verwirrt. Ob er kostenlos helfen könnte, oder wie man ihn ünerhaupt bezahlt, wenn er doch bezahlt werden müss (Wohin die Sozialabgaben gehen). Oder ob er als selbstatändig zählt und auf Rechnung dabei sein könnte.


-- Editiert von User am 10. Juli 2024 14:55

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Jannik123
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antwort!!!

Zitat (von Harry van Sell):
Kommt auf sein Visum an.


Das müsste ich noch einmal nachschauen.

Allerdings scheinen die Engländer bis zu 90 Tage sogar ohne Visum hier tätig sein zu können :)

"Künstler, Darsteller und Kreativschaffende, die für einen kurzen, befristeten Zeitraum nach Deutschland einreisen. Es besteht keine Visumspflicht für britische Staatsangehörige für einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen."



Zitat (von Harry van Sell):
Die leistet dann der Arbeitgeber gemäß der gesetzlichen Vorgaben.


Ich frage mich dabei nur, wie das gehen würde, wenn der Kumpel aus England kommt. Und falls er als selbstständig zählen würde, müsste es keine Sozialabgaben geben.

Zitat (von Harry van Sell):
Wie kommt man darauf? In DE gibt es durchaus selbständige Schauspieler - die große Masse ist allerdings angestellt.


Jede Seite, bei der ich geschaut hatte, meinte leider, Schauspieler wären nichtselbstständig.

Ansonsten würde es sicherlich auch die kostenlose Hilfe funktionieren.

In England gelten Schauspieler wohl als selbstständig, deswegen hatte ich überlegt, ob er bei einem Besuch hier auch als selbstständig gelten würde.

Aber vielleicht könnten Schauspieler hier unter gewissen Voraussetzungen doch als selbstständig gelten?


Da stelle ich mir auch einen Musikvideodreh einer Band vor. Dort performt die Band zwar, aber schauspielert auch teilweise in Rollen.
Dann müsste wahrscheinlich jeder als Angestellter bezahlt werden.

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
Jannik123
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 0x hilfreich)

https://www.anwalt.de/rechtstipps/urteil-scheinselbststaendigkeit-von-darstellerinnen_184137.html

Das habe ich noch gefunden.
Fast überall anders steht aber, dass Schauspieler nicht selbstständig seien.


Beispielsweise hier:
https://www.anwalt.de/rechtstipps/scheinselbststaendigkeit-in-der-filmbranche-kameraleute-tonleute-beleuchter-uvm_125982.html

"Dabei sprechen die Regisseure – je nach Persönlichkeit – den Fachleuten vor Ort (Kamera, Ton, Licht, Schauspieler etc.) mal mehr mal weniger eigenen Entscheidungsspielraum zu – eine weisungsfreie Tätigkeit wird es dadurch jedoch nicht."

Wobei es beim Theater doch im Prinzip nicht anders ist. Es gibt Aufführungszeiten, Probezeiten, Skripte die vorgelegt werden, einen Regisseur der Anweisungen gibt, usw. Und der Punkt, dass die Schauspieler schließlich zu Zeiten zusagen müssen, ist bei Filmen doch auch so.

Oder auch bei Bands - Dort gibt es oft einen Bandleader, der vorgibt, welche Songs gespielt werden (Sagen wir mal, es ist eine cover / tribute Band). Es gibt feste Auftrittszeiten, etc..


-- Editiert von User am 10. Juli 2024 18:29

-- Editiert von User am 10. Juli 2024 18:32

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Ally McBeal
Status:
Schüler
(377 Beiträge, 95x hilfreich)

Hi,

neben den Abgaben für Lohn, Steuern und Sozialversicherung würde ich mir darüber Gedanken machen, ob diese Tätigkeit bei der KSK (Künstlersozialkasse) anmeldenpflichtig wäre. Die möchten nämlich auch ein Stück vom Kuchen haben. Und Schauspieler fallen, glaube ich, unter ,,Künstler"

Ally

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122556 Beiträge, 40151x hilfreich)

Schauspieler die gesagt bekommen, was sie wann wo wie machen müssen, sind Arbeitnehmer.
Schauspieler die frei entscheiden, was sie wann wo wie machen wollen, dürfen selbständig sein (dürfen aber auch Arbeitnehmer sein).


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Jannik123
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antworten :)

Zitat (von Ally McBeal):
nämlich auch ein Stück vom Kuchen haben


Stimmt, das habe ich schon gesehen. Da müsste sicherlich der jährliche Beitrag bezahlt werden.


Zitat (von Harry van Sell):
Schauspieler die gesagt bekommen, was sie wann wo wie machen müssen, sind Arbeitnehmer.
Schauspieler die frei entscheiden, was sie wann wo wie machen wollen, dürfen selbständig sein (dürfen aber auch Arbeitnehmer sein).


Dann habe ich es richtig verstanden - Und das Theateraufführungs-Beispiel aus dem Link ist vielleicht eine Sonderregelung. Da Schauspieler bei einer Theateraufführung ja eigentlich auchgesagt bekommen, was sie machen müssen, wann und wo.


Liebe Grüße :)

-- Editiert von User am 10. Juli 2024 22:52

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Und jetzt?

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