Kündigung Elternzeit Urlaubstage

29. Januar 2019 Thema abonnieren
 Von 
Miran2013
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Kündigung Elternzeit Urlaubstage

Hallo zusammen,
ich hätte eine Frage!
Ich habe jetzt zum 24.9 mein Arbeitsverhältnis gekündigt!
Habe meinen Chef gebeten den Urlaubsanspruch von meiner Elternzeit von 3 Jahre zu bezahlen! Nach erhalt meiner Kündigung habe ich ein Schreiben bekommen das die mir den Urlaub kürzen! Daraufhin habe ich widersprochen und geschrieben das nach erhalt meiner Kündigung nicht mehr möglich ist! Jetzt sagen die da ich vor der Kündigungsfrist gekündigt habe würde mir der Anspruch nicht zustehen!
Ist das richtig so?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17779 Beiträge, 6587x hilfreich)

/// ... da ich vor der Kündigungsfrist gekündigt habe ...

Das verstehe ich nicht. Was genau ist damit gemeint?
Du kannst kündigen, wie du magst.
Der AG allerdings nicht. Der hätte erst am Ende der Elternzeit die Möglichkeit dazu.

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#2
 Von 
Miran2013
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
/// ... da ich vor der Kündigungsfrist gekündigt habe ...

Das verstehe ich nicht. Was genau ist damit gemeint?
Du kannst kündigen, wie du magst.
Der AG allerdings nicht. Der hätte erst am Ende der Elternzeit die Möglichkeit dazu.


Es geht darum das ich vor der Kündigungsfrist gekündigt habe! Jetzt sagen die mir das ich keinen Anspruch auf die Urlaubstage in der Elternzeit habe!

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#3
 Von 
ratlose mama
Status:
Lehrling
(1365 Beiträge, 514x hilfreich)

Während der Elternzeit darf der AG den Urlaub um 1/12 des Jahresanspruchs für jeden vollen Monat Elterntzeit kürzen. Das darf er vorher, während oder am Ende der Elternzeit ggü. dem AN erklären.

Er darf das auch noch sofort nach der Kündigung durch den AN. Von diesem Recht hat er dann dir ggü. wohl nachweislich Gebrauch gemacht.

Seh´s mal anders rum. Würdest du gerne für jemanden zahlen, der 3 Jahre nicht für dich tätig war und erklärt, dass er auch in Zukunft nicht mehr für dich tätig werden wird ;-). Ich denke auch du würdest dich gegen Zahlungen, die dir "nichts" bringen wehren.

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#4
 Von 
Miran2013
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von ratlose mama):
Während der Elternzeit darf der AG den Urlaub um 1/12 des Jahresanspruchs für jeden vollen Monat Elterntzeit kürzen. Das darf er vorher, während oder am Ende der Elternzeit ggü. dem AN erklären.

Er darf das auch noch sofort nach der Kündigung durch den AN. Von diesem Recht hat er dann dir ggü. wohl nachweislich Gebrauch gemacht.

Seh´s mal anders rum. Würdest du gerne für jemanden zahlen, der 3 Jahre nicht für dich tätig war und erklärt, dass er auch in Zukunft nicht mehr für dich tätig werden wird ;-). Ich denke auch du würdest dich gegen Zahlungen, die dir "nichts" bringen wehren.


Nach $ 17 abs.1 satz 3 steht mir der Urlaub zu! Nach er hat der kündigung darf er keine kürzung mehr vornehmen

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#5
 Von 
Ohadle
Status:
Schüler
(211 Beiträge, 77x hilfreich)

Warst Du den während der Elternzeit Teilzeitbeschäftigt?
Und wenn ja warum hast du da keinen Urlaub genommen / beantragt?

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#6
 Von 
Garfield73
Status:
Student
(2146 Beiträge, 744x hilfreich)

Der AG darf Dir den Urlaub bis zu Deinem AUSSCHEIDEN kürzen.
Also bis zum 24.9., denn erst da scheidest Du aus dem Unternehmen aus.
Es kommt nicht darauf an, wann Du die Kündigung eingereicht hast, sondern wann Dein Arbeitsverhältnis endet!

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#7
 Von 
ratlose mama
Status:
Lehrling
(1365 Beiträge, 514x hilfreich)

Er kann schlicht und einfach während der Kündigungszeit die Kürzung noch erklären. Nicht mehr erklären dürfte er sie nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Dazu gibt es auch ein entsprechendes Urteil aus dem Jahr 2015 Az. – 9 AZR 725/13 -

Da endete das Arbeitsverhältnis im Mai und im darauffolgendem September erklärte der AG, dass er den Urlaubsanspruch kürzt. Das geht nicht. Aber solange das Arbeitsverhältnis noch besteht (aber schon gekündigt ist) darf der AG den Urlaubsanspruch für jedes volle Elternzeitmonat eben um 1/12 kürzen.

Manchmal verstehe ich inwzischen (vor allem kleine AG), die keine Frauen mehr einstellen wollen, wenn nach 3 Jahren Elternzeit nicht mehr zurückgekommen wird, aber natürlich selsbtverständlich für 3 Jahre der Urlaub bezahlt werden soll ;-)

-- Editiert von ratlose mama am 29.01.2019 13:22

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#8
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33360 Beiträge, 5804x hilfreich)

@TE
Bitte lies nochmal nach: http://www.gesetze-im-internet.de/beeg/__17.html
Absatz 1
Satz 1 Der Arbeitgeber kann den Erholungsurlaub, der dem Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin für das Urlaubsjahr zusteht, für jeden vollen Kalendermonat der Elternzeit um ein Zwölftel kürzen.
Satz 2 Dies gilt nicht, wenn der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin während der Elternzeit bei seinem oder ihrem Arbeitgeber Teilzeitarbeit leistet.

Zitat (von Miran2013):
Nach $ 17 abs.1 satz 3 steht mir der Urlaub zu!
Welcher Satz 3?

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#9
 Von 
ratlose mama
Status:
Lehrling
(1365 Beiträge, 514x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Welcher Satz 3?


Ich denke sie meint § 17 Abs. 3 BEEG .

Danach ist der Urlaubsabspruch abzugelten, wenn das Arbeitsverhältnis während oder zum Ende der Elternzeit endet.
Damit hat sie ja auch Recht. Nur darf der AG den Urlaubsanspruch eben um je 1/12 kürzen und muss das dem AN mitteilen. Und das darf er eben auch noch nach der Kündigung, solange das Arbeitsverhältnis noch besteht.

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#10
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33360 Beiträge, 5804x hilfreich)

Zitat (von ratlose mama):
Ich denke sie meint § 17 Abs. 3 BEEG .
Ja, das hoffe ich ;)
Sie hat Anspruch und der Chef darf jetzt kürzen.

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