Kündigung aufgrund mangelnder Produktion

7. August 2003 Thema abonnieren
 Von 
Leo71
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Kündigung aufgrund mangelnder Produktion

Hallo zusammen!

Ich stehe vor einem folgendem Problem. Ich bin im Vertrieb bei einer Versicherung im Angestellten-Verhältnis (Außendienst) und mir wurde vorgestern nahegelegt zu kündigen. Stutzig wurde ich, als folgende Dinge passierten:
1. Begründung waren die schlechten Ergebnisse im ersten Halbjahr meinerseits. Diese Begründung kam obwohl ich insgesamt in 3 (!) Agenturen versetzt wurde und jedesmal wieder bei Null anfangen mußte
2. Mir wurde angeboten die Kündigung "ausnahmsweise und zwecks fairer Regelung" um einen Monat nach hinten zu schieben wenn ich einen Aufhebungsvertrag in gegenseitigem einvernehmen unterschreibe bzw. eine Kündigung meinerseits erfolgt
3. Nachdem ich darauf hinwies, daß eine Kündigung aus dem genannten Grund eigentlich nicht rechtens ist, kam als Antwort: "Dann werden wir uns halt was anderes enfallen lassen und das ganze Programm mit Abmahnung usw durchziehen"
4. Vor rund 4 Wochen hatte ich einen Beobachter bei einem Kundengespräch dabei. Dieser attestierte mir ausnahmslos Gutes beim Kundengespräch (so wie seitens Arbeitgeber verlangt bzw. in vielen Punkten sogar besser als verlangt).
5. Heute habe ich nochmals mit meinem Vorgesetzten gesprochen. Ich habe erklärt, das ich nicht einseitig Kündigen werde und dies mit Sperre des Arbeitslosengeldes begründet. Darauf meinte er wir müssen es ja nur intern so festhalten wegen der 4-wöchigen Verschiebung des Termins, damit bei einer Innenrevision keine Probleme auftauchen. Normalerweise erfolgen Kündigungen bei uns Quartalsweise

Was soll ich jetzt tun? Unterschreiben oder es darauf ankommen lassen? Ich habe bisher weder eine Abmahnung noch etwas ähnliches erhalten. Es kam zwar ab und an der Hinweis auf unzureichende Kundenfrequenz aber dieser erfolgte nur im Vier-Augen-Gespräch seitens meines direkten Vorgesetzten. Schriftlich wurde nicht fixiert bzw. durch mich gegengezeichnet.

Wäre für jede Hilfe dankbar!

Grüße

Leo

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
MarionH
Status:
Schüler
(366 Beiträge, 94x hilfreich)

Also grundsätzlich rate ich, keinen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben und nicht selber zu kündigen, es sei denn, eine andere Firma hat Ihnen bereits einen Arbeitsvertrag angeboten (würde mich vorsichtshalber schon mal bewerben).

Ist Ihnen denn eine Abfindung angeboten worden? Aber wenn Sie einen Aufhebungsvertrag unterschreiben oder selber kündigen haben Sie kaum Chancen auf ne Abfindung - äußerst billig für Ihren Chef! und müssen zusätzlich mit Kürzungen beim Arbeitslosengeld rechnen.

Wenn Ihr AG sie raushaben will, soll er doch kündigen. Dann hat er den Stress mit Betriebsrat und evtl. einer Kündigungsschutzklage Ihrerseits auf dem Hals. Da er die Arbeit umgehen will, drückt er Ihnen das einfach hin - äußerst unfair!

Lassen Sie sich doch ein Zwischenzeugnis ausstellen - da an Ihrer Arbeitsqualität gezweifelt wird. Wenn die Ihnen ein gutes ausstellen, hat Ihr AG keine Argumente mehr!


hoffe ich konnte etwas helfen
Marion

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