Kündigung durch mich AN, während der Probezeit

14. Dezember 2014 Thema abonnieren
 Von 
Kerstinchen
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 142x hilfreich)
Kündigung durch mich AN, während der Probezeit

Hallo :)

Ich hatte die Tage schon einmal von meinem cholerisch und über Grenzen schreitenden Chef geschrieben, der mir im Grunde gedroht hat und mich an den Schultern gepack hatte und hören wollte, ob ich nun Angst hätte...

Bin aufgrund dessen, weil ich seit Wochen extreme Gesundheitliche und seelische Beschwerden habe, die vom Job her rühren, zu meinem Arzt gegangen und auch zum Arbeitsamt und habe aufgrund des Schreibens meiner Ärztin die Möglichkeit, meinen Job zu kündigen ohne dass ich eine Sperrfrist beim Arbeitsamt erhalten werde.

Folgendes: Ich bin nun noch bis zum 19. Dez. 2014 krank geschrieben.
Ich habe meinen Arbeitsvertrag, den ich vor erst 6 Wochen unterschrieben habe, noch nicht unterschrieben vom Arbeitgeber zurück erhalten.
Ich würde gerne fristlos kündigen, damit ich mich endlich erholen und damit abschließen kann, um mich auf der Suche nach einem anderen Job, zu machen.

Ich bekomme keine Sperre beim Amt, wenn ich nun kündige.
Schön und gut, aber man wollte oder konnte mir nicht weiterhelfen in Bezug auf die Frage, wann und ob ich nun fristlos selber kündigen kann.
Ich bin in der Probezeit und habe meinen Vertrag nicht zur Hand.
Aber aufgrund meiner Gesundheit müßte es doch möglich sein, direkt außerordentlich zu kündigen, oder?
Das hieße, ich schreibe heute die Kündigung, sende sie morgen per Einschrieben mit Rückschein ab, und kündige ab Erhalt des Einschreibens?

Ist das richtis so? Dann könnte ich mich auch ab morgen arbeitsuchend melden?

Viele Fragen, vielen Dank für Ihre Mühen.

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4953 Beiträge, 2375x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Dann könnte ich mich auch ab morgen arbeitsuchend melden? <hr size=1 noshade>

Arbeitssuchend kannst Du die gleich melden, nur nicht arbeitslos.
quote:<hr size=1 noshade>Ich habe meinen Arbeitsvertrag, den ich vor erst 6 Wochen unterschrieben habe, noch nicht unterschrieben vom Arbeitgeber zurück erhalten. <hr size=1 noshade>

Weshalb fristlos kündigen, nach § 622 BGB , Abs. 3, sind während der Probezeit zwei Wochen, dazu hast Du ja bestimmt auch anteilig noch Anspruch auf Resturlaub.


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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118396 Beiträge, 39564x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>dazu hast Du ja bestimmt auch anteilig noch Anspruch auf Resturlaub. <hr size=1 noshade>

Nach nur 6 Wochen Arbeit? Eher nicht.





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"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
:blaubär:
Status:
Student
(2472 Beiträge, 1263x hilfreich)

"Fristlos" wird nicht gehen, jedenfalls nicht wegen Krankheit. Der Grund müsste im Arbeitsverhältnis selbst liegen. Ob dieses Anpacken, Schütteln und Anschreien einen Grund hergibt, ist auch so eine Sache - soweit ich es kenne, müsstest du erst betriebsintern alle Wege gegangen sein, dich also zumindest schriftlich dagegen verwahrt haben u.dergl.
Vielleicht ist es einen Versuch wert, vielleicht fragst du zuvor einen Fachanwalt - auf jeden Fall sollten diese Ereignisse gut dokumentiert sein. Hülfe auch beim AA.
Ordentlich, fristgemäß ja - eben mit 14 Tagen in der Probezeit.
Anteiliger Urlaub steht dir zu, und zwar für 1 Monat (sofern du auch seit 6 Wochen arbeitest).

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#4
 Von 
Juergen703
Status:
Schüler
(231 Beiträge, 71x hilfreich)

Hallo Kerstinchen,

1. ich würde mir auf jeden Fall schriftlich vom Arbeitsamt geben lassen das bei einer Kündigung deinerseits dir keine Nachteile entstehen.

2. Danach einfach fristlos kündigen zusätzlich zu den normalen Bedingungen Kündigen falls die fristlose nicht anerkannt werden sollte.

3. Falls eine fristlose Kündigung nicht anerkannt werden sollte, lässt du dich einfach bis zum Ende des Arbeitsvertrages weiter krank schreiben.



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"Jürgen"

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#5
 Von 
Kerstinchen
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 142x hilfreich)

Vielen Dank für die Antworten. :)

Ich habe die Bestätigung vom Arbeitsamt schon, dass ich keine Sperre bekomme.
Kündigen, so sagte mir der Sachbearbeiter, kann ich schon.

Für mich sind die gesundheitlichen Umstände (wochenlange Blutungen, Magen-Darm-Defekt) wie auch seelischen Umstände so groß, dass ich wohl hoffentlich außerordentlich kündigen müßte.

Ich würde morgen die Kündigung, per Einschreiben mit Rückschein, versenden. Gebe an, dass ich fristlos kündige.
Wenn sie das in der Firma nicht einsehen, dann müßte ja automatisch die 2-Wochenregel in Kraft treten, oder?


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0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4953 Beiträge, 2375x hilfreich)

quote:
Wenn sie das in der Firma nicht einsehen, dann müßte ja automatisch die 2-Wochenregel in Kraft treten, oder?

Nein eben nicht, sondern das müsste wasserdicht formuliert werden.

Wenn ich lese was dein AG bisher so alles verbockt hat, würdest Du ihm sogar unter Umständen nur einen Gefallen tun.
Mit der regulären Kündigung 2 Wochen muss er dich für die Zeit auch noch bezahlen, aufgelaufener Urlaub vergüten, sofern Du während der Zeit noch AU wärst (vorausgesetzt ein verständnisvoller Hausarzt).


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#7
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16240 Beiträge, 9209x hilfreich)


Krankheit zum Ende der Kündigungsfrist kann auch nach hinten losgehen:
- Geht die Krankheit länger als das Arbeitsverhältnis, bekommt man kein ALG1. Denn ALG1 setzt am Anfang Arbeitsfähigkeit vorhaus.
- Kann man wegen Krankheit den Urlaub nicht nehmen und muss ihn sich deshalb auszahlen lassen, dann ruht der ALG-Anspruch für die Zeit der Urlaubsabgeltung. D.h. unterm Strich bekommt man dann weniger ALG1.
- Wenn die Krankheit genau mit der Kündigung anfängt und auffälligerweise genau am letzten Tag der Kündigungsfrist endet, dann könnte das den Medizinischen Dienst der Krankenkasse auf den Plan rufen.



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"
Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB ."

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8066x hilfreich)

quote:
Ich habe die Bestätigung vom Arbeitsamt schon, dass ich keine Sperre bekomme.


Die Bestätigung haben Sie schriftlich?
An mündliche Bestätigungen erinnert sich in der AfA eher keiner, wenn es darauf ankommt.

quote:
Kündigen, so sagte mir der Sachbearbeiter, kann ich schon.


Kündigen kann jeder :sweat: :sweat:
Aufgrund meiner beruflichen Erfahrung kann ich Ihnen nur dringend davon abraten, fristlos zu kündigen, außer Sie haben schriftlich von der AfA dass Sie das dürfen. Ansonsten wird Ihr Arbeitslosengeld gesperrt werden aufgrund des selbstverschuldeten Verlusts des Arbeitsplatzes.
automatische Fristen gibt es da gar nicht.

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0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
MaMichelle
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 44x hilfreich)

Da Sie in der Probezeit sind, haben Sie in der Regel eine Kündigungsfrist von 2 Wochen. Da können Sie auch ganz normal kündigen und müssen nicht unbedingt fristlos kündigen. Wenn es Ihnen zudem gesundheitlich schlecht geht, wird sich sicher auch ein Arzt finden, der Sie krankschreibt.

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0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
e_hommel
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Guten Tag,

bitte Verwenden Sie für derartige Anfragen ausschließlich den Bereich Presseanfragen http://www.123recht.net/forum_forum.asp?forum_id=74

Es ist nicht erlaubt für derartige Anfragen bestehende Threads von Usern zu verwenden. Daher wurde der Inhalt vollständig entfernt.



-- Editiert von e_hommel am 13.08.2015 12:11

-- Editiert von Moderator am 13.08.2015 16:18

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