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Kündigung fristlos

4. Mai 2022 Thema abonnieren
 Von 
ip576801-42
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Kündigung fristlos

Hallo.
Ein Gespräch mit dem Arbeitgeber hat ergeben, daß er bereit ist die Kündigung neu zu formulieren, damit ich keine Sperre bekomme.
Nun soll ich ihm mitteilen, wie dass geschrieben werden soll und er unterschreibt dann. Wie kann ich jetzt die Kündigung umformulierem??

So lautet die Kündigung vom Arbeitgeber.

)Datum 03.05.2033
Lieber....
leider müssen wir dir mitteilen, dass du fristlos ( ersatzweise ordentlich fristgerecht zum 15.06.2022) aus folgenden Grund.
Am 27.04.2022 auf der Baustelle........... hast Du Dich stark sicherheitsgefährend und damit grob fahrlässig verhalten. Du hast dich und (Kollegen) stark gefährdet. Besonders kritisch ist es, dass auch der Kunde in diesem ebenfalls stark gefährdet und einer Gefahr für Gesundheit und ggf. schlimmer ausgesetzt war.
Bitte melde dich in den nächsten drei Tagen bei der Agentur für Arbeit, um Nachteile beim Bezug von Arbeitslosengeld zu vermeiden

Freundliche Grüße
.....


Wie kann ich es jetzt ändern um eine Sperre zu vermeiden

Ich muss dazu sagen, daß es so nicht stimmt wie es dargestellt wird. Einen Anwalt kann ich mir nicht leisten.
Bitte um Hilfe

Vielen Dank

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12325.11.2022 10:42:04
Status:
Praktikant
(698 Beiträge, 108x hilfreich)

zaubern können wir nun nicht

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15030 Beiträge, 5789x hilfreich)

Eine 'Fristlose' führt immer zu einer Sperre - so freundlich kann die Formulierung gar nicht geraten, dass das nicht passiert. Es müsste also eine ganz andere Art Kündigung her, bei der du dann nicht die Ursache der Kündigung bist - ob dein AG so weit gehen wird?
:staun:
Mir scheint ein anderer Weg gangbar: der AG kündigt dir, wie beabsichtigt, und du gehst gegen die Kündigung vor mit deiner Version des Geschehens.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15030 Beiträge, 5789x hilfreich)

Nachtrag:
Dein Chef scheint beklagenswert wenig Ahnung von Arbeitsrecht zu haben.
Wenn er der Meinung ist, dass, was immer du am Bau angestellt oder aufgeführt hast, kündigungswürdig ist und die fristlose Kündigung angemessen, dann soll er das durchziehen. Denn das ist sein Job, Schaden von der Firma und den Beschäftigten fern zu halten.
Nota: für die Fristlose gibt es ein enges Zeitfenster von 14 Tagen, das muss der Chef wissen.

Was nicht funktionieren kann: die Fristlose für angemessen zu halten, aber so freundlich zu verpacken, dass der Chef selbst seine Absicht zu kündigen torpediert.
Deine Idee läuft also darauf hinaus, dass es keine 'Fristlose' geben soll.
Das könnte auch so geschehen, dass der Chef dir umgehende Eigenkündigung zugesteht. Das würde eine Sperre zwar nicht vermeiden, aber der Makel der Fristlosen wäre weg.


-- Editiert von blaubär+ am 04.05.2022 13:58

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25995 Beiträge, 4882x hilfreich)

Ordentlich kündigen mit Frist würde er dir nicht? Auf diese Idee ist der AG nicht selbst gekommen?

Seit wann bist du dort beschäftigt?
Und was ist tatsächlich passiert?


Der AG kann dir schließlich wohl nicht betriebsbedingt kündigen.
Wenn du selbst kündigst, kommt die Sperrzeit auch.
Wenn der AG dir fristlos kündigt und du dich per Klage gegen diese Kündigung wehrst, kommt die Sperrzeit auch (vorerst).

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
ip576801-42
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,
er selbst hat das Gespräch nach der Kündigung mit mir gesucht. Ich habe gesagt, dass ich bezüglich wegen des Kündigungsgrund mich entschieden habe mich vom Anwalt beraten zu lassen. Das Gespräch beim Anwalt ist morgen. Und er möchte es ohne Anwalt klären. Ich möchte es aber ohne Anwalt nicht, weil der Grund so einfach nicht stimmt. In Wirklichkeit ist der Grund, dass ich gelernter Fachwerker für GaLaBau bin. Und er dieses Fachbebiet mit aufgenommen hat. Nun er nach über einem Jahr merkt, dass es mit dem Bereich durch fehlende Arbeitskräfte nich decken kann. Er sich jetzt entschieden hat sich auf Großtore und Kleintore zu konzentrieren
Und den Gartenbereich rauszumehmen. Damit bin ich überflüssig.
Gruß

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25995 Beiträge, 4882x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Seit wann bist du dort beschäftigt?
Und welche Kündigungsfrist hast du lt. Vertrag?
Zitat (von ip576801-42):
Damit bin ich überflüssig.
Dann könnte er dir evtl. doch betriebsbedingt kündigen, was du aber trotzdem mit dem Anwalt abklären solltest.
Dein AG muss sich keinen Anwalt nehmen.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15030 Beiträge, 5789x hilfreich)

Das liest sich freilich total anders und deine Bemerkung eingangs, dass es so nicht stimme, wie der AG es schreibt, lässt nicht erkennen, wie sehr anders.
Der Anwalt kostet dich dein Geld und wird dir wenig bringen, bei der Konstellation. Aber das bleibt freilich deine Entscheidung. Nach deiner Darstellung hat also der AG einen Grund für eine fristlose Kündigung erfunden, wo er dir doch leicht aus betrieblichen Gründen hätte kündigen können.
Da hättest du locker den Weg nehmen können, den ich mit #2 vorgeschlagen hatte.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5279 Beiträge, 2423x hilfreich)

Zitat (von ip576801-42):
Wie kann ich es jetzt ändern um eine Sperre zu vermeiden


ganz einfach, du gehst zum Arbeitsgericht und klagst gegen die Kündigung.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15030 Beiträge, 5789x hilfreich)

Eine seltsame Wendung von deiner Eingangsschilderung zu #5.
Eingangs geht es um dein Verhalten am Bau, Erzeugen einer Sicherheitsgefahr für Anwesende einschließlich des Bauherrn. Zwar reklamierst du, dass die Vorwürfe so nicht stimmten, also irgendwie anders gelaufen, gleichwohl im selben Kontext. Den jedenfalls hattest du nicht bestritten.
:zoff:
Nun völlig überraschend ganz anders, eine unternehmerische Entscheidung deines AG, bei der du hinten runterfällst.
Diese Wendung ist sehr dazu geeignet, Verwirrung zu stiften.
So viel kann ich sagen: Gerichte mögen nicht veralbert werden.

0x Hilfreiche Antwort

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