Kündigung in Probezeit. Welche Frist gilt nun? Wer muss unterschreiben?

31. Januar 2022 Thema abonnieren
 Von 
Bussel23
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
Kündigung in Probezeit. Welche Frist gilt nun? Wer muss unterschreiben?

Moin.

Sicherlich schon dutzende Male erklkärt, aber ich raffs immer noch nicht ganz.

Folgendes Szenario:

Der AN befindet sich seit 07.09.2021 in unbefristetem ArbVerh mit 6 Monaten PZ.
AG und AN einigeten sich am 01.11.2021 auf einen Nachtrag mit Änderung der wöchentlichen Arbeitszeit von 40 auf 35h mit erneuter 6 Monatsfrist PZ.
Im AV vermerkt ist eine 2-wöchige K-Frist NACH der PZ jeweils zum Ende des Monats.

Nun bekommt AN am 31.1.2022 zum Dienstschluß seine Kündigung ausgehändigt.
Diese wurde am 31.1.2022 erstellt und greift zum 4.1.2022. Der AN soll für die verbleibenden 4 Tage Resturlaub nehmen.
Der AN befindet sich demzufolge in der Probezeit.
Unterschrieben hat weder der Chef persönlich, noch jemand Zuständiges der Personalabteilung oder der Betriebsleiter.
Unterschrieben hat lediglich der Objektleiter (ohne das berühmte "i.A.").
Angeblich auf Anweisung des Firmenchefs.

Mich dürstet es nach Antworten auf folgende Fragen:

Greift hier keine 2-Wochenfrist in der Probezeit?
Wer muss die Kündigung seitens AG unterschreiben?
Muss ich zwingend meinen Urlaub nehmen?

Vielen Dank im Vorraus.

Bussel

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31 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118370 Beiträge, 39563x hilfreich)

Zitat (von Bussel23):
Greift hier keine 2-Wochenfrist in der Probezeit?

Nein, jetzt nicht mehr.



Zitat (von Bussel23):
Wer muss die Kündigung seitens AG unterschreiben?

Ein Verantwortlicher, das kann auch der Objektleiter sein.



Zitat (von Bussel23):
Muss ich zwingend meinen Urlaub nehmen?

Bei einer Freistellung kann der Urlaub angerechnet werden.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31464 Beiträge, 5566x hilfreich)

Zitat (von Bussel23):
Diese wurde am 31.1.2022 erstellt und greift zum 4.1.2022.
Das klappt nicht. Ist der 4.2.22 gemeint?
Zitat (von Bussel23):
Im AV vermerkt ist eine 2-wöchige K-Frist NACH der PZ jeweils zum Ende des Monats.
Dazu bitte mal den Wortlaut dieser Klausel. Wer hat diese Änderung im AV zu verantworten? Auch nur der Objektleiter?

Ich meine, das widerspricht sich
1. der Arbeitsvertrag hat einen anderen Inhalt.
2. die Kündigung ist nicht fristgerecht und nicht vertragsgemäß erfolgt.
3. Ob der Objektleiter zu Kündigungen berechtigt ist, müsstest du prüfen. Vielleicht hat er die *Weihen*.
Zitat (von Bussel23):
Angeblich auf Anweisung des Firmenchefs.
Ist das (heute) mündlich überliefert?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Bussel23
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Ersteinmal vielen Dank für die schnellen Antworten.


Oh, ja, zum 04.02.2022 natürlich. Mein Fehler.

Die Klausel im AV lautet wie folgt:

[...]"wird folgender Vertrag geschlossen:

-Einsatzort...
-...
-...
usw...
-nach der Probezeit 2- wöchige Kündigungsfrist jeweils zum Ende des Monats."
[...]

Kündigung wurde heute (31.01.2022) persönlich vom Objektleiter übergeben.

Grüße

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47191 Beiträge, 16724x hilfreich)

Da stellt sich die Frage, was in der Probezeit gilt. Ist ein Tarifvertrag anwendbar? Wenn ja, dann ist es denkbar, dass darin eine so kurze Probezeit vermerkt ist.

Zitat (von Bussel23):
Unterschrieben hat weder der Chef persönlich, noch jemand Zuständiges der Personalabteilung oder der Betriebsleiter.
Unterschrieben hat lediglich der Objektleiter (ohne das berühmte "i.A.").
Angeblich auf Anweisung des Firmenchefs.


Dann musst die Kündigung unverzüglich wegen fehlender Vollmacht zurückweisen, am besten heute noch.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
guest-12324.04.2023 06:27:18
Status:
Lehrling
(1448 Beiträge, 232x hilfreich)

Ich bezweifle auch, dass die Probezeit wirksam vereinbart wurde.

Die Probezeit kann unabhängig von der Anzahl der Verträge in der Summe maximal 6 Monate betragen.

Hier hat man den AV geändert und, so wie ich es verstehe, zwei Dinge verändert.
Die wöchentliche Arbeitszeit sowie eine erneute Verlängerung der Probezeit. Hier ist zumindest streitbar, das das wirksam ist, denn durch die Verlängerung der AZ hat m.e. eine gewisse "Bewährung" zum Ausdruck gebracht. Da wirkt die unzulässige Verlängerung missbräuchlich. Bringt aber wohl auch "nur" zwei Wochen.....

Die Kündigungsfrist von vier Tagen (31.1 zum 4.2) halte ich auch für unzulässig.

Das Vollmachtsthema, kann man machen, hilft aber m.e. nicht, da der Fehler geheilt werden kann und unbeachtlich ist, wenn die Kündigung auch anderweitig ungültig sein kann.

Was ist das Ziel?

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#6
 Von 
Bussel23
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo.

Zitat (von kalledelhaie):
Hier hat man den AV geändert und, so wie ich es verstehe, zwei Dinge verändert.
Die wöchentliche Arbeitszeit sowie eine erneute Verlängerung der Probezeit. Hier ist zumindest streitbar, das das wirksam ist, denn durch die Verlängerung der AZ hat m.e. eine gewisse "Bewährung" zum Ausdruck gebracht. Da wirkt die unzulässige Verlängerung missbräuchlich. Bringt aber wohl auch "nur" zwei Wochen.....


Ja, richtig verstanden.
Hier wurden die Wochenstunden von 40h auf 35h herabgesetzt. Wegen Pflegefall in der Familie des AN.
Die PZ wurde quasi neu angesetzt auf 6 Monate.

Bezüglich der 2 Wochen Kündigungsfrist: Genau DARUM gehts eigentlich. Wäre etwas mehr Zeit, sich was Neues zu suchen.


Grüße

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
guest-12315.09.2023 08:23:49
Status:
Junior-Partner
(5465 Beiträge, 925x hilfreich)

Zitat (von Bussel23):
Bezüglich der 2 Wochen Kündigungsfrist: Genau DARUM gehts eigentlich. Wäre etwas mehr Zeit, sich was Neues zu suchen.
Gibt es einen Tarifvertrag?

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Bussel23
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von bostonxl):
Gibt es einen Tarifvertrag?


Hi.

Es ist ein Arbeitsvertrag, welcher ein brutto Festgehalt mit daraus errechnetem Stundenlohn,
24 Tage Urlaub zu je 8 bzw 7 Stunden und eben o.g. 2-Wochen-KF NACH der PZ jew. zum Ende des Monats beinhaltet.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47191 Beiträge, 16724x hilfreich)

Zitat (von kalledelhaie):
Ich bezweifle auch, dass die Probezeit wirksam vereinbart wurde.


Das ist letztlich irrelevant, weil seit Arbeitsbeginn noch keine 6 Monate vergangen sind.

Zitat (von kalledelhaie):
Die Kündigungsfrist von vier Tagen (31.1 zum 4.2) halte ich auch für unzulässig.


Es gibt Tarifverträge, die eine derartig kurze Kündigungsfrist in der Probezeit vorsehen. Dann wäre sie zulässig.
Häufig gibt es so etwas im Bereich der Zeitarbeit. Aber auch der BRTV für das Baugewerbe sieht in der Probezeit lediglich eine Kündigungsfrsit von 6 Tagen vor.

Zitat (von kalledelhaie):
Das Vollmachtsthema, kann man machen, hilft aber m.e. nicht,


Man gewinnt ein paar Tage, da der AG dann eine neue wirksame Kündigung zustellen muss.

Zitat (von kalledelhaie):
wenn die Kündigung auch anderweitig ungültig sein kann.


Warum sollte die Kündigung anderweitig ungültig sein?

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31464 Beiträge, 5566x hilfreich)

Zitat (von Bussel23):
Es ist ein Arbeitsvertrag,
Die von dir genannte Klausel ist dann eine abweichende Vereinbarung zur gesetzlichen Kündigungsfrist nach § 622(1) BGB.
Das ist zulässig.
Aber deine Probezeit läuft ja noch. Sowohl nach 1. AV als auch mit dem Nachtrag.

Die Kündigung innerhalb der Probezeit muss entweder auch in einer Klausel zu finden sein (zB. im alten AV) oder gilt eben nach Gesetz. Das sind dann 2 Wochen nach § 622 (3) BGB.
ODER in deinem AV wird auf einen Tarifvertrag hingewiesen, dort findet sich evtl. eine kürzere K-Frist.

Am 31.1. zum 4.2. zu kündigen---ist falsch. Auch Urlaub *zu befehlen*, gilt dann nicht.

Ich würde heute wieder zur Arbeit erscheinen, meine Arbeitskraft deutlich anbieten und die Kündigung zurückweisen.
Dieses schriftlich machen und zwar gegenüber dem AG, der im Arbeitsvertrag genannt ist (Firma x).
Ob der Objektleiter unterschriftsberechtigt war oder nicht, stellt sich noch heraus.

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__622.html
Absätze 1 und 3.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Bussel23
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Mir fällt grad ein, ich kann den Vertrag einfach mal posten :augenroll:


Herr/Frau
Vorname Name
Anschrift

[Anfang]

Arbeitsvertrag

Zwischen dem Arbeitnehmer
Vorname Name, Anschrift, Geburtsdatum

und der

Firma XYZ GmbH

wird folgender Vertrag geschlossen:

-Einsatzort: Raum Dingsbums
-Probezeit: 6 Monate
-wöch. Arbeitszeit von 40 Stunden
-monatl. Festgehalt i.H.v. XXX€, dies entspricht einem Stundenlohn von XXX€
-Jahresurlaub 24 Tage zu je 8h
-nach der Probezeit 2-wöchige Kündigungsfrist jeweils zum Ende des Monats

Der Arbeitnehmer wird als xxxxxxxx eingestellt und ist für xxxxx, xxxxx,xxxxx, xxxxxx zuständig.

Das Arbeitsverhältnis beginnt am xx.xx.xxxx und läuft auf unbestimmte Zeit.


Ort, Datum, Unterschrift Arbeitnehmer Arbeitgeber


[Ende]


Ist auch nur ein Blatt, ohne Arbeitsschutzbelehrung, keine Regelung bezüglich Krankheit, nix.


Der Nachtrag ebenfalls nur 1 Blatt, identisch mit dem o.g., bis auf Festgehalt und Wochenstunden und Datum.

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#12
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16790 Beiträge, 5860x hilfreich)

Die Kündigung ist somit falsch. Es gelten die gesetzlichen 2 Wochen. Entweder sieht der AG den Fehler ein oder du musst dein Ansprüche vor dem Arbeitsgericht einklagen.
Auf jeden Fall hingehen und deine Arbeitskraft anbieten!

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#13
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47191 Beiträge, 16724x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Die Kündigung ist somit falsch.


Das ist immer noch nicht klar.

Wer z.B. im Baugewerbe arbeitet, für den ist der BRTV für das Baugewerbe allgemeinverbindlich, d.h. er gilt auch dann, wenn seine Geltung nicht ausdrücklich im Arbeitsvertrag vereinbart wurde.

Zitat (von Anami):
Die von dir genannte Klausel ist dann eine abweichende Vereinbarung zur gesetzlichen Kündigungsfrist nach § 622(1) BGB.
Das ist zulässig.


Die einzelvertragliche Verkürzung einer Kündigngsfrist ist nur in den in § 622 Abs. 5 BGB genannten Fällen zulässig. Ob so ein Fall hier vorliegt ist aber nicht relevant, da die Vereinbarung zur Kündigungsfrist erst nach 6 Monaten gilt, hier also gar nicht greift.

Wenn man selbst nicht weiß, ob ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag gilt, dann könnte die Information weiter helfen, zu welchem Gewerbe der AG gehört.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31464 Beiträge, 5566x hilfreich)

Danke @hh für die Korrektur.
Stimmt. :sweat:

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#15
 Von 
Bussel23
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Ist anscheinend komplizierter als ich dachte^^

AG ist im Facility Management tätig.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16790 Beiträge, 5860x hilfreich)

Zitat (von hh):
Das ist immer noch nicht klar.

Wer z.B. im Baugewerbe arbeitet, für den ist der BRTV für das Baugewerbe allgemeinverbindlich,
DAs ist natürlich richtig. Da der Fragesteller aber nie auf die Frage nach einem TV reagiert hat ging ich einfach mal davon aus, dass es keinen entprechenden gibt.
Das scheint sich ja auch zu bestätigen. Für Facility Management wäre mir jetzt kein TV bekannt der, ohne freiwillige Unterwerfung durch den AV, Anwendung finden würde.

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0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Bussel23
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

So, ich war jetzt unterwegs und bekam dann einen Anruf einer Rechtsanwaltskanzlei.
Eine 2-Wochen Frist käme hier in meinem Fall nur in Betracht, wäre eine entsprechende Klausel für die PZ vorhanden.
Somit ist die Kündigung rechtens ich hab Pech gehabt.
Nichtsdestotrotz, drückt mir doch bitte die Daumen. ich habe in den nächsten Tagen 4 Bewerbungsgespräche.

Ich danke Euch recht herzlich für Eure Meinungen und Mühen.

Herzliche Grüße, Bussel23

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47191 Beiträge, 16724x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Für Facility Management wäre mir jetzt kein TV bekannt der, ohne freiwillige Unterwerfung durch den AV, Anwendung finden würde.


Zustimmung

Und für diejenigen, die es interessiert hier eine Liste der allgemeinverbindlichen Tarifverträge.

Damit gilt während der Probezeit eine Kündigungsfrist von 14 Tagen und die Vereinbarung einer Kündigungsfrist von 2 Wochen nach Ablauf von 6 Monate wäre auch nur dann wirksam, wenn der AG nicht mehr als 20 AN beschäftigt.

Wenn der AN die verlängerte Kündigungsfrist durchsetzen will, dann muss er innerhalb von 3 Wochen nach Erhalt der Kündigung klagen.

Zuvor kann er gegenüber dem AG die Kündigung noch wegen fehlender Vollmacht zurückweisen und damit noch ein paar Tage gewinnen. Eine solche Zurückweisung nach § 174 BGB muss aber unverzüglich erfolgen.

1x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118370 Beiträge, 39563x hilfreich)

Zitat (von hh):
Dann musst die Kündigung unverzüglich wegen fehlender Vollmacht zurückweisen, am besten heute noch.
Zitat (von -Laie-):
oder du musst dein Ansprüche vor dem Arbeitsgericht einklagen.

Die beiden Züge sind schon lange abgefahren ...

Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16790 Beiträge, 5860x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Die beiden Züge sind schon lange abgefahren ...
????? Warum sollte das einen Tag nach Erhalt der Kündigung nicht mehr funktionieren?

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#21
 Von 
guest-12315.09.2023 08:23:49
Status:
Junior-Partner
(5465 Beiträge, 925x hilfreich)

Zitat (von Bussel23):
So, ich war jetzt unterwegs und bekam dann einen Anruf einer Rechtsanwaltskanzlei.
Eine 2-Wochen Frist käme hier in meinem Fall nur in Betracht, wäre eine entsprechende Klausel für die PZ vorhanden.
Somit ist die Kündigung rechtens ich hab Pech gehabt.
War das wirklich ein Anwalt? § 622 BGB sagt was anderes. Oder spielt das gar nicht Deutschland?

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47191 Beiträge, 16724x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Die beiden Züge sind schon lange abgefahren ...


Warum sollte das so sein?
Die Kündigung ist von gestern. Da ist noch nichts abgefahren.

Zitat (von Bussel23):
Eine 2-Wochen Frist käme hier in meinem Fall nur in Betracht, wäre eine entsprechende Klausel für die PZ vorhanden.
Somit ist die Kündigung rechtens ich hab Pech gehabt.


Unsinn!
Ich hoffe Du hast für diese Auskunft kein Geld bezahlt.

Du kannst gerne selbst einen Blick in den § 622 Abs. 3 BGB werfen um festzustellen, dass diese Auskunft offensichtlich falsch war.

Es bleibt bei meiner Antwort#18

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31464 Beiträge, 5566x hilfreich)

Zitat (von Bussel23):
Somit ist die Kündigung rechtens ich hab Pech gehabt.
Sorry, verstehe ich nicht. Und ich halte diese telefonische Aussage auch für Unsinn. Du hast die Kündigung in der Probezeit erhalten. Mit 4 Tagen Frist gibt es keine Regelung. Weder IN noch NACH der PZ.
Aber irgendwas hast du ja hier vorenthalten.
Wie kommst du sonst dazu, von einem auf den anderen Tag gleich Bewerbungsgespräche zu haben...und die 4 Tage Urlaub gleich zu nutzen?

Wie auch immer: Lass dich nicht wieder verar*** und schau dir deine AG und die Verträge genau an, bevor du was unterschreibst.
--------------------------------------------
Zitat (von Harry van Sell):
Nein, jetzt nicht mehr.
Darf man fragen, was du damit gestern 30 min. nach dem EP gemeint hast?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Bussel23
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Sorry, verstehe ich nicht. Und ich halte diese telefonische Aussage auch für Unsinn. Du hast die Kündigung in der Probezeit erhalten. Mit 4 Tagen Frist gibt es keine Regelung. Weder IN noch NACH der PZ.
Aber irgendwas hast du ja hier vorenthalten.
Wie kommst du sonst dazu, von einem auf den anderen Tag gleich Bewerbungsgespräche zu haben...und die 4 Tage Urlaub gleich zu nutzen?


Was soll ich denn hier vorenthalten haben? Kündigung kam von Jetzt auf Gleich.
Diese 4 Tage, denke ich mir, kommen dadurch zustande, dass ich noch 2 Tage Resturlaub aus 2021 habe plus meinem Urlaubsanspruch für Januar. Ergibt wohl 4 Tage. Diese SOLL ich ja nehmen, da ich anscheinend nicht mehr im Objekt erwünscht bin.
Bezüglich deiner Frage nach den Bewerbungsgesprächen:
Als ehemaliger Langzeitarbeitsloser hab ich persönlich keinen Bock mehr auf AlgII !
Demzufolge bewerbe ich mich wie ein Blöder bei auch jedem noch so bescheidenen Jobangebot um möglichst innerhalb der Woche was neues zu haben. Auch wenn nur übergangsweise. Hauptsache kein Hartz.
Ferner habe ich mir nun auch den Entschluss gefasst, in dieser Firma keine Minute länger zu verbringen, als bis zur Übergabe des Firmeneigentums. Dort arbeiten kann und will ich nun nach dieser Aktion einfach nicht mehr, da das Vertrauensverhältnis komplett zerstört ist. Ich hoffe, das ist soweit verständlich.

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16790 Beiträge, 5860x hilfreich)

Zitat (von Bussel23):
Dort arbeiten kann und will ich nun nach dieser Aktion einfach nicht mehr, da das Vertrauensverhältnis komplett zerstört ist. Ich hoffe, das ist soweit verständlich.
Dann solltest du erst recht gegen die Kündigung vorgehen. Ist schließlich bares Geld für dich. Auch wenn es nur um ein paar Tage geht.

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0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31464 Beiträge, 5566x hilfreich)

Zitat (von Bussel23):
Kündigung kam von Jetzt auf Gleich.
Ja, ist bekannt. Die Kündigungsfrist beträgt 2 Wochen.
Zitat (von Bussel23):
da ich anscheinend nicht mehr im Objekt erwünscht bin.
Ja. Auch möglich. Man kann dir innerhalb der PZ kündigen und dich freistellen, wenn du im Objekt nicht erwünscht bist. Geht alles!! Aber mit der richtigen Frist von 2 Wochen.
Für die Zeit der Freistellung bis zum letzten Beschäftigungstag muss der AG dich bezahlen.
Dann würdest du die Urlaubstage (bezahlt) nehmen und für die restlichen Tage bis zum 14.2. noch Lohn bekommen müssen.
Zitat (von Bussel23):
Als ehemaliger Langzeitarbeitsloser hab ich persönlich keinen Bock mehr auf AlgII !
Ja. Völlig verständlich.
Du verschenkst aber Geld, wenn du dich nicht gegen die falsche Kü wehrst.

Ich hatte dich schon gefragt:
- Auf Anweisung vom Firmenchef--- steht das irgendwo oder hat der Objektleiter dir das gestern gesagt?
- Dass du im Objekt nicht erwünscht bist---steht das irgendwo oder hat dir das gestern jemand gesagt?

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Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#28
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16790 Beiträge, 5860x hilfreich)

Zitat (von bertram-der-bärtige):
Quatsch.
lesen, denken, posten
Kein Quatsch. Warum sollte der Fragesteller denn Geld verschenken indem er die falsche Kündigung akzeptiert? Das wiederum wäre völliger Quatsch.

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#29
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118370 Beiträge, 39563x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Warum sollte der Fragesteller denn Geld verschenken indem er die falsche Kündigung akzeptiert?

Man hat es sogar doch noch selber zitiert?
Zitat (von -Laie-):
Dort arbeiten kann und will ich nun nach dieser Aktion einfach nicht mehr, da das Vertrauensverhältnis komplett zerstört ist



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#30
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16790 Beiträge, 5860x hilfreich)

Ja und? Weshalb sollte man deshalb auf Geld verzichten und eine falsche Kündigung akzeptieren? Hier geht es um Geld das länger bezahlt werden muss als es die falsche Kündigung vorsieht. Es gibt keinen Grund diese einfach zu akzeptieren.

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