Kündigung mit Unbefristeten Arbeitsvertrag

7. Mai 2024 Thema abonnieren
 Von 
hansfriedrich
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Kündigung mit Unbefristeten Arbeitsvertrag

Guten Tag,

ich habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag und möchte wissen, ob mein Arbeitgeber mich nach einem Jahr Anstellung einfach kündigen kann. Ich wurde noch nicht offiziell mit dem Thema konfrontiert, jedoch gibt es Gerüchte, dass dies innerhalb der nächsten 1-2 Monate passieren könnte. Ich arbeite in einer Marketing-Agentur und bin derzeit nicht voll ausgelastet. Mein Vorgesetzter hat mich darauf hingewiesen, dass dies bald der Fall sein könnte. Falls es dazu kommt, würde ich gerne wissen, wie ich vorgehen sollte. Das Unternehmen hat über 30 Mitarbeiter.

Abschnitte aus meinem Vertrag:

Dauer und Kündigung des Arbeitsverhältnisses
Das Arbeitsverhältnis beginnt am 15.06.2023 (Tag der vereinbarten Arbeitsaufnahme).
Das Arbeitsverhältnis endet vorbehaltlich einer anderweitigen Vereinbarung ohne Kündigung zu dem Zeitpunkt, zu dem der Arbeitnehmer die Regelaltersgrenze erreicht oder der Arbeitnehmer eine Rente wegen dauernder Erwerbsunfähigkeit erhält. Bis dahin ist es nach den Bestimmungen dieses Vertrages kündbar.
Die ersten sechs Monate gelten als Probezeit. Die Probezeit beginnt mit dem Tag der vereinbarten Arbeitsaufnahme. Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis jederzeit beiderseitig mit einer Frist von 2 Wochen ordentlich gekündigt werden.
Das Arbeitsverhältnis kann nach Ablauf der Probezeit beiderseitig mit einer Frist von 6 Wochen zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. Bei längerer Betriebszugehörigkeit gelten die gesetzlich bestimmten verlängerten Kündigungsfristen für beide Seiten.
Kündigungen bedürfen der Schriftform. Die Kündigungsfrist beginnt frühestens mit der
vereinbarten Arbeitsaufnahme zu laufen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, den Arbeitnehmer
Die in den arbeitsvertraglichen Unterlagen verwendeten männlichen Bezeichnungen dienen ausschließlich der besseren Lesbarkeit und gelten wertneutral für beide Geschlechter und Gender.
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Die in den arbeitsvertraglichen Unterlagen verwendeten männlichen Bezeichnungen dienen ausschließlich der besseren Lesbarkeit und gelten wertneutral für beide Geschlechter und Gender.
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§ 3
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während der Kündigungsfrist von der Arbeit freizustellen, wobei dies unter Anrechnung etwaiger Resturlaubsansprüche und eines etwaigen anderweitigen Verdienstes erfolgt.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt hiervon unberührt.
Der Arbeitnehmer wird auf die Bestimmung des § 4 KSchG hingewiesen: Will ein Arbeitnehmer geltend machen, dass eine Kündigung sozial ungerechtfertigt oder aus anderen Gründen rechtsunwirksam ist, so muss er innerhalb von drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung Klage beim Arbeitsgericht auf Feststellung erheben, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgelöst ist.

-- Editiert von Moderator topic am 9. Mai 2024 17:17

-- Thema wurde verschoben am 9. Mai 2024 17:17

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
Rechtsanwalt Andreas Wehle
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 23x hilfreich)

Hallo,
wenn Sie in diesem doch kleinen Betrieb weiter tätig sein wollen, werden Sie um eine Kündigungsschutzklage nicht herumkommen. Die müssen Sie innerhalb von 3 Wochen nach Erhalt der Kündigung beim örtlich zuständigen Arbeitsgericht erheben. Nach § 12a ArbGG tragen Sie Ihre eigenen Kosten des Verfahrens in jedem Falle selbst, eine Erstattung im Fall des Obsiegens ist also ausgeschlossen.
Das Kündigungsschutzgesetz ist aufgrund der Zahl der AN im Betrieb anwendbar, so dass der AG hier eine Sozialauswahl vorzunehmen hat.
https://www.betriebsrat.de/betriebsratslexikon/br/sozialauswahl

Steht aber auch schon im Arbeitsvertrag.

Tut der AG das nicht, besteht ein Anspruch auf Weiterbeschäftigung gemäß des vereinbarten Arbeitsvertrages und Sie gehen wieder normal zur Arbeit. Mittels gerichtlichen Vergleichs ist aber auch eine Beendigung unter Zahlung einer Abfindung nach § 1a KüSchG grundsätzlich möglich.

Auch wenn die Kosten eines Anwaltes selbst zu tragen sind, ist eine Vertretung durch einen örtlichen Anwalt/Fachanwalt für Arbeitsrecht sehr zu empfehlen.

Viel Erfolg für den Fall,
mit freundlichen Grüßen
RA A. Wehle /Aachen

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