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Kündigung mündlicher Arbeitsvertrag Gehalt verweigert Mahnbescheid zustellen

17. Februar 2016 Thema abonnieren
 Von 
miki14
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 3x hilfreich)
Kündigung mündlicher Arbeitsvertrag Gehalt verweigert Mahnbescheid zustellen

Hallo,

Ich habe vom Mitte September bis Ende Oktober in einem kleinem Laden als Verkäufer ausgeholfen. Mit der leitenden Angestellten hatte Ich nach der ersten Woche vereinbart 10-15 Stunden pro Woche auf 450 Euro Basis zu arbeiten. Als ich ihr meine Daten/Sozialversicherungsnummer geben wollte sagte sie, ich müsste den Vetrag mit dem Inhaber (der noch ein anderes Geschäft hat) abschliessen. Ich rief den Inhaber mehrmals an aber er war nicht erreichbar und rief auch nicht zurück. Dann rief mich die leitende Angestellt am Ende der zweiten Woche an und sagte ich müsse unbedingt kommen, sie habe mit dem Inhaber geredet und sie würde den Vertrag mit mir machen. Das Gehalt würde bar bezahlt (Ich habe Kopien der Abrechnungen). Da die Leiterin dann gleich zwei Wochen krankgeschreiben war musste ich und 2 andere Angestellte 20-25 Stunden arbeiten um sie zu vertreten und ich hatte noch immer kein Vertrag. Als sie zurückkam kündigte sie mir telefonisch (auch den anderen 2 Aushilfskräften). Sie bestellte mich für die nächste Woche in den Laden um mir mein Gehalt auszuzahlen. Als ich kam verweigerte sie mir das Gehalt mit der Begründung das Geld in der Kasse gefehlt hätte und uns vom Gehalt abgezogen wurde (die beiden anderen sagten mir aber dass ihnen das Gehalt voll ausbezahlt wurde). Ich habe den Inhaber daraufhin telefonisch und schriftlich (mit Zeugen) abgemahnt aber er verweigert die Zahlung und leugnet alles, er kenne mich nicht. Die Frist ist seit sechs Wochen abgelaufen und ich müsste ihm einen Mahnbescheid zukommen lassen. Der Inhaber ist allerdings ein "Mahnungverweigerer", er lässt sich von seinen Angestellten verleugnen und die Fax / Telefonnummern sind ungültig. Ich fürchte dass er die Zustellung des Mahnbescheids verweigern/verhindern wird. Kann ich auch die leitende Angestellte abmahnen? Was ist die beste Vorgehensweise? Vielen Dank für Eure Antworten.

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3143 Beiträge, 3449x hilfreich)

Zitat:
Als sie zurückkam kündigte sie mir telefonisch (auch den anderen 2 Aushilfskräften).


Mündliche Kündigungen sind unwirksam.

Aber: Die Frist für eine Kündigungsschutzklage ist abgelaufen (hätten Sie innerhalb von 3 Wo. einreichen müssen).


Zitat:
Ich fürchte dass er die Zustellung des Mahnbescheids verweigern/verhindern wird.


Wird per Zustellungsurkunde zugestellt (kann er daher nicht verweigern /verhindern).


Zitat:
Kann ich auch die leitende Angestellte abmahnen?


Nein

Zitat:
Was ist die beste Vorgehensweise?


Es ist anzunehmen, dass der AG Widerspruch einlegt.

Also Zahlungsklage wäre vermutlich besser.

2x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17783 Beiträge, 8016x hilfreich)

Ich versteh auch immer gar nicht, warum hier diese Mahnbescheide diskutiert werden. Wenn fälliges Gehalt zu zahlen ist, dann klagt man ganz einfach (erstmal und oft dauerhaft) ohne Kosten über die Rechtsantragsstelle des Arbeitsgerichts. Der Rechtspfleger vor ort formuliert auch noch die Klage.

Zitat:
Da die Leiterin dann gleich zwei Wochen krankgeschreiben war musste ich und 2 andere Angestellte 20-25 Stunden arbeiten um sie zu vertreten und ich hatte noch immer kein Vertrag.

Wenn Sie sich nun mit den beiden zusammentun und dann klagen alle 3, das wäre nicht falsch. Es gibt hier keine Sammelklagen, aber Sie können ja die Arbeit bestätigen.
Um Geld zu kriegen muss jeder von Ihnen sehr genau darlegen können, welche Arbeitszeit er genau bezahlt kriegen will. Reden Sie mit den ehemaligen Kollegen. Dann ist die Klage recht einfach.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
miki14
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von altona01):
Wenn Sie sich nun mit den beiden zusammentun und dann klagen alle 3


Zitat (von miki14):
Als ich kam verweigerte sie mir das Gehalt mit der Begründung, dass Geld in der Kasse gefehlt hätte und uns vom Gehalt abgezogen wurde (die beiden anderen sagten mir aber dass ihnen das Gehalt voll ausbezahlt wurde)


Die 2 anderen Angestellten haben kein Grund zum klagen, sie wurden bezahlt. Aber sie würden bezeugen, dass ich gearbeitet habe. Ich habe auch Gehaltsabrechnungen.


Zitat (von altona01):
Ich versteh auch immer gar nicht, warum hier diese Mahnbescheide diskutiert werden


Tut mir leid für meine "absolute beginner" fragen. Da ich den Inhaber vor meiner Kündigung nie gesprochen habe und nur mit der Leiterin einen mündlichen Arbeitsvertrag vereinbarte war ich mir nicht sicher wen ich denn abmahnen/verklagen muss/kann. Unzustellbare Mahnbescheide sind keine Seltenheit.

-- Editiert von miki14 am 18.02.2016 08:17

1x Hilfreiche Antwort

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