Kündigung und Krankmeldung - Dringende Hilfe benötigt!

15. Mai 2018 Thema abonnieren
 Von 
Derrel2016
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Kündigung und Krankmeldung - Dringende Hilfe benötigt!

Vorab entschuldige ich mich für Schreibfehler oder meine Ungenauigkeit, bin ziemlich durcheinander gerade.

Zu mir. habe zum 31.05 hin gekündigt mit einer 4 Wochen Kündigungsfrist. In dieser Zeit bis zum Freitag 11.05.2018 gearbeitet. Dabei musste ich Rechnungskorrekturen Sortieren (Ordner aufmachen und einheften, das wars) Nun habe ich mich am 14.05 Krank gemeldet.

Jetzt habe ich eben ein Schreiben meiner Firma im Briefkasten gehabt was mich fassungslos macht, ich schreibe es hier mal nieder.
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"erneut haben Sie sich heute ohne Angabe von Gründen schriftlich per Email krank gemeldet.
Die Vorladung beim medizinischen dienst Ihrer Krankenkasse haben Sie eigenmächtig abgesagt.

Durch Ihr Verhalten schädigen Sie uns - mittlerweile seit Wochen - vorsätzlich. Die Ihnen zugeteilte Arbeit wurde nicht ordnungsgemäß ausgeführt. Fragen erfolgten in diesem Zusammenhang beim zuständigen Leiter Finanzen Ihrerseits nicht.

letztmalige Frist bis zum Mittwoch 16.05.2018 16:00 Uhr

Mit Herrn XXX in unseren Hause telefonisch Kontakt aufzunehmen um:

1. zu klären wann die zu viel in Anspruch genommenen Urlaubstage nachgearbeitet werden.

2. Wann und wie Ihre erneuten Fehlzeiten nachgearbeitet werden.

Ihre neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird von uns nicht anerkannt, da Sie den Termin beim medizinischen dienst nicht wahr genommen haben.

Melden Sie sich nicht, werden wir eine Fremdfirma beauftragen, die Ihre nicht erledigten Aufgaben für Sie erledigt. Sie werden diese Kosten aufgrund Ihrer Arbeitnehmerhaftung anschließend freundlicherweise übernehmen. Angesetzt waren 160 Stunden. Rechnen Sie mit einem Stundensatz von um die 80 € pro Stunde zzgl. Auslagen, Vollstreckungsgebühren, etc"

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Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, vor meiner Kündigung war ich mehrere Wochen erkrankt und erhielt ein Termin zum Medizinischen Dienst, allerdings war ich schon 2 Wochen wieder in Arbeit als der Termin stand. Da Telefonierte ich mit den Medizinischen DIenst und mir wurde gesagt ich sei in Arbeit so sei der Termin nichtig.
Jetzt heißt es im Schreiben ich hätte den Termin eigenmächtig abgesagt? Ich war doch gesund und am Arbeiten da wurde nichts abgesagt

zu den zuviel genommenen Urlaubstagen: habe 2 tage zuviel genommen durch die Kündigung, allerdings auch 17 Überstunden, mein Chef sagte somit wäre das ja ausgeglichen also kein Problem.

zu den angeblich nicht gemachten Tätigkeiten, ich arbeite im Lager, durch meine Kündigung musste ich die Rechnungen Sortieren, das habe ich aber auch gemacht, auch wenn es nicht zu meinen Tätigkeiten gehört da in meinen Arbeitsvertrag steht "sonstige arbeiten"

Meine frage, kommen die mit sowas durch? Was kann ich tun um mich zu wehren? komme ich um einen Anwalt noch herum? ich weiß gerade echt nicht weiter! eine Rechtsschutz Versicherung oder große Ersparnisse verfüge ich nicht

Ich hoffe wirklich sehr Ihr könnt mir helfen!

Mit freundlichen Gruß

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
little-beagle
Status:
Student
(2181 Beiträge, 1247x hilfreich)

Erstmal durchatmen.

Was davon ist denn nun (unstrittig) richtig?

Du bist seit dem 14.5. krank. Okay. Warst Du beim Arzt und hast eine Krankschreibung? Hast Du diese fristgerecht beim Arbeitgeber eingereicht (das wird vermutlich auch heute noch gehen, falls Du sie gestern nicht eingereicht hast).

Bist Du wegen DERSELBEN Erkrankung krankgeschrieben wie zuvor? Oder wegen etwas anderem?

Da gestern der 14.5. war, wird Dir der AG vermutlich ja nicht gestern einen MDK-Termin eingestellt haben. Insofern wäre ich da jetzt erstmal entspannt, insbesondere wenn Du wegen einer anderen Erkrankung krankgeschrieben bist als zuvor.

Allenfalls würde ich da mit einem freundlichen Zweizeiler drauf antworten, dass Du wegen Deiner aktuellen Erkrankung keinesfalls zu einem MDK-Besuch aufgefordert worden seist und das an Tag 1 der Krankheit ja auch etwas seltsam wäre. Sofern Dein AG auf einen MDK-Termin besteht, bist Du aber selbstverständlich bereit, diesen wahrzunehmen und der AG solle Dir bitte Ort und Zeit mitteilen. Bzgl. der 2 zuviel in Anspruch genommenen Urlaubstage erinnere ich an unsere Absprache, die mit den vorhandenen Überstunden auf meinem Zeitkonto (17 Stunden) zu verrechnen. Aufgrund der aktuellen Krankschreibung kann von Fehlzeiten zudem keine Rede sein. Mit freundlichen Grüßen...

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#2
 Von 
Derrel2016
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo little-beagle.
Ich bin wegen derselben Erkrankung krank geschrieben wie zuvor, allerdings war ich nur 2 Wochen darauf krank geschrieben, quasi jetzt grade die 3t Woche, ich habe vor 2 Wochen mit den zuständigen MDK telefoniert und diese sagten mir auch wenn ich nochmal krank sei könnte der AG ein Termin veranlassen, das ist auch absolut kein Problem für mich und steht ihm auch zu

Ich war gestern am 14.05 beim Arzt, am selben tag habe ich noch die AU Bescheinigung beim AG eingereicht,
diese scheint er nun nicht zu akzeptieren, glaube komme nicht drumherum einen Anwalt aufzusuchen oder?

ich weiß nicht ob es ratsam ist jetzt auf deren Email zu Antworten? Mein AG weiß ganz genau das ich ab den 1.6 meine neue Arbeit in einer anderen Firma beginne, deswegen weiß ich nicht worauf dieser hinaus möchte.

vielen dank für deine Antwort & deine Zeit!

Mit freundlichen Grüßen

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17245 Beiträge, 6431x hilfreich)

Gemach, gemach - kein Grund die große Flatter zu kriegen. Sicher ist wohl nur, dass du bei deinem AG verschissen hast. Gegen Panik hilft es, die verschiedenen Themen oder auch Vorwürfe zu trennen und einzeln zu sondieren.
Die Drohungen halte ich für substanzlos. Viel Pulverdampf und nichts dahinter. Vor allem brauchst du derzeit rein gar nichts zu unternehmen - erst wenn wirklich was geschehen sollte (Gehaltskürzung oder sonst was), gehst du zum Arbeitsgericht und reichst Lohnklage ein. Das kostet ggf. Gebühren, aber überschaubar.
Der Reihe nach:

Arbeitnehmerhaftung gibt es, wenn durch das Handeln des AN dem AG ein Schaden entsteht. Die AN-Haftung ist aber begrenzt insofern, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz vorliegen müssen. Ist nicht in Sicht.
Schlechtleistung wird dir vorgeworfen, will aber auch erst einmal nachgewiesen werden. Anspruch hat der AG auf Leistung 'mittlerer Güte' - keine gute Ausgangslage für ihn, dich in Regress zu nehmen, berechtigt den AG aber insbesondere nicht, deswegen mirnichtsdirnichts dafür externe Kosten zu produzieren. Dass durch Krankheit Arbeit liegen bleibt, ist selbstverständlich - der AG kann auch entscheiden, das durch Fremkräfte abarbeiten zu lassen - aber er kann die Rechnung nicht an dich weiterleiten.
AU und MD - der AG kann nicht eine AU 'nicht anerkennen'. Er kann den MD einschalten, ja. Aber der MD kann auch nur feststellen, ob du arbeitsfähig bist. Der Vorwurf unberechtigten Fernbleibens von der Arbeit fällt in sich zusammen.
Zuviel Urlaub - nacharbeiten musst du gar nichts. Verrechnet werden kann u.U. schon

p.s. Auf die Mail antwortest du am besten gar nicht - würde den AG u.U. nur Munition liefern. Auch wenn der AG evtl. anrufen sollte - bloß nicht rangehen! Dazu bist du in keiner Weise verpflichtet - im Frei nicht und im Krankenstand schon gar nicht.

-- Editiert von blaubär+ am 15.05.2018 13:25

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Derrel2016
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen dank erstmal für eure Zeit, es beruhigt mich enorm zu wissen das ich nichts großes befürchten muss...

habe soeben eine Email von meiner Firma erhalten mit den Inhalt:
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"Wir bestätigen den Eingang Ihrer Erkrankung/ Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ( AU)

Beigefügt erhalten Sie in der Anlage den Scan der AU; sowie eine Abschrift unseres gestrigen Einschreibens, mit der Bitte um Kenntnisnahme."
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Im Einwurf schreiben stand ja das die meine AU nicht anerkennen, laut Email bestätigen die aber den Eingang,
bedeutet das nicht das die meine AU doch akzeptieren? Versteh das nicht so ganz.

Vor allem habe noch nie eine Email wegen einer AU von denen erhalten, ausgerechnet heute nach deren Einwurf Schreiben, und da ich denen sowieso nicht mehr traue weiß ich nicht welche Absichten sich dahinter verstecken.

Ich hätte morgen ein Termin bei einen Anwalt für Arbeitsrecht, soll ich diesen Wahrnehmen oder doch absagen? möchte halt ungern Geld für eine Beratung bezahlen da mein Letzer Lohn wahrscheinlich eh erstmal niedriger ausfallen wird, bzw weg fällt dank meiner Firma...

PS: geantwortet habe ich der Firma noch nicht, werde es wohl auch nicht.

Mit freundlichen Grüßen...

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17245 Beiträge, 6431x hilfreich)

Ein Anwalt wird nur dein Geld kosten ...
Und ich sehe nicht, wofür du derzeit einen brauchen solltest. Es ist ja nichts passiert, abgesehen von einer bösen Email. Und selbst wenn: das geht in der ersten Instanz beim Arbeitsgericht auch ohne Anwalt.
Mir kommt die Email ja so vor, als habe da ein Choleriker seine Wut an der Tastatur abgearbeitet ...
Also 'Unrat vorbei schwimmen lassen' und Ruhe bewahren. Kein Grund für überstürzte Aktivitäten in Sicht.

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