Kündigung und Urlaub überzogen aber genehmigt

6. Juli 2011 Thema abonnieren
 Von 
bugmenot
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 1x hilfreich)
Kündigung und Urlaub überzogen aber genehmigt

Hallo,
ich habe gerade folgendes Problem: und zwar habe ich letzte Woche fünf Tage Urlaub in Anspruch genommen. Den Urlaub genehmige ich mir selbst da ich Abteilungsleiter bin. Ich hatte bis Jahresende noch 14 Tage über. Der Urlaubsantrag ist vor Monaten durchgegangen. Jetzt habe ich meinem AG gesagt, dass ich zum Ende August kündigen werde. Nun haben sie mir die 2 Tage die ich "zuviel" genommen habe gestrichen und als Überstunden verrechnet. Darf der AG das so einfach? Ich habe im Urlaubsgesetz gelesen, dass mir pro Monat ein zwölftel des Urlaubs zusteht aber nur wenn ich in der ersten Jahreshälfte ausscheide. Ich bin der Meinung, dass der AG mir den Urlaub gesetzeswidrig entzogen hat. Ich bekomme nämlich noch Urlaubsgeld für die Tage. (Habe 30Tage p.a) Vielen Dank im Voraus!

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12309.07.2016 16:31:25
Status:
Junior-Partner
(5011 Beiträge, 2533x hilfreich)

quote:
Darf der AG das so einfach?


Nein, zuviel gewährter Urlaub kann nicht verrechnet werden, so sagt es der § 5 Abs. 3 BurlG

"(3) Hat der Arbeitnehmer im Falle des Absatzes 1 Buchstabe c bereits Urlaub über den ihm zustehenden Umfang hinaus erhalten, so kann das dafür gezahlte Urlaubsentgelt nicht zurückgefordert werden."
http://www.gesetze-im-internet.de/burlg/__5.html

quote:
Ich habe im Urlaubsgesetz gelesen, dass mir pro Monat ein zwölftel des Urlaubs zusteht aber nur wenn ich in der ersten Jahreshälfte ausscheide.


Richtig. Daráus folgt im Umkehrschluss, dass Ihnen ab dem 1.7. des Jahres der volle Jahresurlaub zusteht.
Steht im AV etwas über eine 12-telung im Austrittsjahr oder findet ein Tarifvertrag mit einer entsprechenden Klausel Anwendung?

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#2
 Von 
bugmenot
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 1x hilfreich)


quote:
Steht im AV etwas über eine 12-telung im Austrittsjahr oder findet ein Tarifvertrag mit einer entsprechenden Klausel Anwendung?


Nein ich habe trotz Nachweispflicht keinen schriftlichen Arbeitsvertrag ausgehändigt bekommen. Ergo es wird in Streitfall für den Arbeitnehmer entschieden, richtig? Da ich ja schon seit Jahren 30 Urlaubstage p.a. habe gilt das Gewohnheitsrecht. Demnach stehen mir die volle 30 Tage zur Verfügung. Stimmt das so?
Danke im Voraus!

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12309.07.2016 16:31:25
Status:
Junior-Partner
(5011 Beiträge, 2533x hilfreich)

Das könnte man so unterschreiben. Das mit dem Gewohnheitsrecht lassen wir mal weg, das gehört nicht dahin. Muss man im Notfall nur noch einen Richter finden, der den Wunschtext runterrattert.

Urlaubsanspruch: 30 Tage pro Jahr
Auscheiden in der 2. Jahreshälfte: 30 Tage, da keine 12telung des übergesetzlichen Urlaubsanspurchs vertraglich vereinbart ist und auch kein TV Anwendung findet

War da noch was mit dem Urlaubsgeld oder ist Urlaubentgelt gemeint?

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#4
 Von 
bugmenot
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 1x hilfreich)

Das mit dem überzogen war eine Behauptung des AGs.
Ich war der Meinung es ist alles rechtens da ich noch 13 Tage
über hatte nahm ich mir 5 davon und als ich aus dem Urlaub zurück
kam hieß es ich hab zu viel genommen da ich nur Anspruch auf ein
12tel pro Monat habe und dass sie mir die zwei gestrichen haben
und von den Überstunden abgezogen. Und ja ich bekomme 100%
Urlaubsgeld und wollte noch 3 Tage im August nehmen.
Habe noch zwei Wochen Bildungsurlaub den ich Ende August machen
wollte. Wie ist es in meinem Fall geregelt? Da ich ja eine
Leitende Funktion habe kann der AG diesen verweigern richtig?


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