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Kündigung und urlaubsgeld

24.6.2020 Thema abonnieren
 Von 
Honk1104
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 0x hilfreich)
Kündigung und urlaubsgeld

Hallo zusammen.

Ich habe heute meine Kündigung zum 31.7 erhalten. Im Kündigungsschreiben steht kein Kündigungsgrund, ich gehe aber davon aus das es wegen Krankheit sein wird. Momentan bin ich auch krank geschrieben.
Meine Fragen dazu. Normalerweise bekommen wir mit der Juni Abrechnung Urlaubs Geld gezahlt. Habe ich darauf jetzt noch Anspruch trotz der Kündigung? Laut AV handelt es sich um freiwillige Leistungen.
Was ist mit meinem Resturlaub wenn ich den auf Grund meiner jetzigen Krankheit nicht bis zum 31.7 nehmen kann, muss der Rest ausgezahlt werden?
Lohnt es sich eine Kündigungsschutz Klage einzureichen?

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
spatenklopper
Status:
Unparteiischer
(9195 Beiträge, 3894x hilfreich)

Zitat (von Honk1104):
Normalerweise bekommen wir mit der Juni Abrechnung Urlaubs Geld gezahlt. Habe ich darauf jetzt noch Anspruch trotz der Kündigung?


Grundsätzlich besteht kein Anspruch auf Urlaubsgeld, es sei denn der AV oder ein TV würden etwas anderes hergeben.

Zitat (von Honk1104):
Was ist mit meinem Resturlaub wenn ich den auf Grund meiner jetzigen Krankheit nicht bis zum 31.7 nehmen kann, muss der Rest ausgezahlt werden?


Ja.

Zitat (von Honk1104):
Lohnt es sich eine Kündigungsschutz Klage einzureichen?


Da Du über Deinen Arbeitgeber nichts verrätst, keine Ahnung.
Kleinbetrieb, mittelständisches Unternehmen, Konzern...und was wäre Dein Ziel?

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#2
 Von 
Honk1104
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 0x hilfreich)

Sorry, es handelt sich um ein mittelständisches Unternehmen mit ca. 600 Angestellten. Das Ziel Waere evtl. Eine Abfindung rausschlagen zu können. Ich bin im September 3 Jahre bei der Firma.

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#3
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14409 Beiträge, 5597x hilfreich)

'Abfindungen rausschlagen' ist weitgehend Wunschdenken - Aussicht auf Erfolg bestünde dann, wenn die Kündigung auf wackeligen Beinen stünde und für den AG unsicher wäre. Aussichtslos bei betriebsbedingter Kündigung, evtl. erfolgreich, wenn man dir tatsächlich wegen häufiger oder langer Fehlzeit kündigen wollte - der Kündigungsgrund muss spätestens in einem K'Schutzprozess offenbart werden.

Ach ja: Urlaubsgeld steht ja offenbar unter dem Vorbehalt der Freiwilligkeit. Danach hast du keinen Anspruch. Wenn der AG aber nicht konstant auf die Freiwilligkeit dieser Leistung hingewiesen haben sollte, kann ein Anspruch entstanden sein.

-- Editiert von blaubär+ am 24.06.2020 13:36

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
spatenklopper
Status:
Unparteiischer
(9195 Beiträge, 3894x hilfreich)

Zitat (von Honk1104):
Sorry, es handelt sich um ein mittelständisches Unternehmen mit ca. 600 Angestellten.


Das ist schon mal gut, dafür um so ungewöhnlicher, dass kein Kündigungsgrund angegeben ist.
Gibt es im Unternehmen einen Betriebsrat?

Zitat (von Honk1104):
Das Ziel Waere evtl. Eine Abfindung rausschlagen zu können


Sollte auf den ersten Blick nicht unmöglich sein.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14409 Beiträge, 5597x hilfreich)

@spatenklopper
Ungewöhlich wäre, wenn im Kündigungsschreiben der Kündigunggrund genannt wäre.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
spatenklopper
Status:
Unparteiischer
(9195 Beiträge, 3894x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
'Abfindungen rausschlagen' ist weitgehend Wunschdenken -


Naja, in den Güteverhandlungen wird die zu 90% einfach abgenickt, da die AG in der Regel keine Lust haben das Verfahren weiterzuführen.
Von daher sehe ich die Chancen auf eine kleine Abfindung jetzt nicht so schlecht.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
spatenklopper
Status:
Unparteiischer
(9195 Beiträge, 3894x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Ungewöhlich wäre, wenn im Kündigungsschreiben der Kündigunggrund genannt wäre.


Wenn man dazu verpflichtet ist, einen Kündigungsgrund (spätestens eben im Kündigungsschutzprozess) anzugeben, machen sich doch so manche Firmen die Mühe, den (haltbaren) Grund direkt in die Kündigung zu schreiben, um gar nicht erst vor dem Gericht erscheinen zu müssen.

Beim schreiben der Kündigung sind die 10 Sekunden "Mehrarbeit", verglichen mit mehreren Stunden Arbeitsgericht, letztendlich meist profitabler.

-- Editiert von spatenklopper am 24.06.2020 13:45

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(99930 Beiträge, 36991x hilfreich)

Zitat (von Honk1104):
Habe ich darauf jetzt noch Anspruch trotz der Kündigung?

Eventuell



Zitat (von Honk1104):
Laut AV handelt es sich um freiwillige Leistungen.

Je nach Wortlaut der Klausel und wie das tatsächlich gehandhabt wurde, ist das keineswegs mehr freiwillig.



Zitat (von Honk1104):
Lohnt es sich eine Kündigungsschutz Klage einzureichen?

Das weis man immer erst hinterher.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Anami
Status:
Unsterblich
(23344 Beiträge, 4588x hilfreich)

Zitat (von Honk1104):
Ich habe heute meine Kündigung zum 31.7 erhalten.
Du solltest mit deinen Geld-Fragen bitte bis nach dem Juni-Zahlungstermin warten.
Dürfte ja schon spätestens nächste Woche Dienstag auf dem Kontoauszug zu sehen sein.
Zitat (von Honk1104):
muss der Rest ausgezahlt werden?
Wahrscheinlich findet sich in deiner letzten Abrechnung---Ende Juli--- die Summe für die Urlaubsabgeltung.

Ob sich eine KS-Klage lohnt?
Ich weiß nicht. Ich lese nur dass du krank bist...

Meist ist die ganze VORHER- Fragerei gar nicht hilfreich. Lohnt sich also nicht.



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