Kündigung unwirksam

16. Februar 2024 Thema abonnieren
 Von 
Kimmie600
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Kündigung unwirksam

Hallo, ich bin seit 17 Monaten als Buchhalter in einer Firma, die ziemlich chaotisch war bevor ich kam, beschäftigt.
Ich habe alles auf Vordermann gebracht, arbeite aber nur 20 Stunden wöchentlich. Ich musste mir alles selbst aneignen, weil mich niemand einarbeiten konnte, weil meine Vorgängerin alles stehen und liegen ließ. Nun hat mein Chef eine Annonce geschaltet und eine Buchhalterin zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Das habe ich mit bekommen und ihn darauf angesprochen. Ich würde zu langsam arbeiten, meinte er. Dabei arbeite ich nicht langsam, aber in einer Buchhaltung sind eben viele Dinge zu erledigen, nicht nur Banken buchen. Wir haben Tausende Kunden, die abgestimmt und durch geschaut werden müssen usw. Er hat von Buchhaltung keine Ahnung und weiß gar nicht, was da alles dran hängt. Er meinte er würde die perfekte Buchhalterin suchen, und sie könnte ja ein Praktikum machen und mir würde er natürlich Zeit lassen, damit ich etwas anderes finden kann. Ich habe noch keine Kündigung bekommen, aber diese wäre doch unwirksam oder? Es liegt doch gar kein vernünftiger Grund vor. Ich könnte bei so einem dürftigen Kündigungsgrund doch glatt eine Klage beim Arbeitsgericht gewinnen oder? Wahrscheinlich schlägt er mir einen Aufhebungsvertrag vor, das macht er immer mit seinen Angestellten. Den würde ich vielleicht auch annehmen, da ich fast schon einen anderen Job habe, aber könnte ich dann nicht eine Abfindung verlangen? Vielen Dank für eine Antwort.

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32160 Beiträge, 5654x hilfreich)

Zitat (von Kimmie600):
Ich habe noch keine Kündigung bekommen,
Luft ist Luft und weiter nichts.
Zitat (von Kimmie600):
Ich könnte bei so einem dürftigen Kündigungsgrund doch glatt eine Klage beim Arbeitsgericht gewinnen oder?
Du hast noch gar nichts. Weder Kündigung noch Grund.
Zitat (von Kimmie600):
Wahrscheinlich schlägt er mir einen Aufhebungsvertrag vor, das macht er immer mit seinen Angestellten.
Ja, kann sein. Und ja, du könntest auch ein Abfindung verlangen.

Meine Güte--- so richtig was für Hellseher, oder?
Aber nein: Nein, er muss dir keine Abfindung zahlen. Definitiv nicht.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38440 Beiträge, 14004x hilfreich)

Wie viele Mitarbeiter hat denn die Firma, nach Köpfen und auf ganztags arbeitende Mitarbeiter umgerechnet?

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17432 Beiträge, 6488x hilfreich)

Vorab: Du weißt jetzt ganz genau, wo das Chaos der Firma wohnt. Der Fisch stinkt vom Kopf her. So eine Überraschung.

Deine Darstellung lässt einen Kleinbetrieb vermuten - siehe Frage von wirdwerden #2.
Wenn Kleinbetrieb, dann gilt das KSchG nicht, dann kann leicht und ganz ohne Angabe eines Grundes gekündigt werden. Dann gilt jede Kündigung, auch eine sonst schwach begründete.

Bleibt dann noch die hochinteressante Frage, woran dein Chef denn einen 'perfekten Buchhalter' (m/w/d) erkennen will ...

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120082 Beiträge, 39829x hilfreich)

Zitat (von Kimmie600):
aber diese wäre doch unwirksam oder?

Eine schöne Frage für das Hellseherforum.



Zitat (von Kimmie600):
Es liegt doch gar kein vernünftiger Grund vor

Den braucht es auch nicht.



Zitat (von Kimmie600):
Ich könnte bei so einem dürftigen Kündigungsgrund doch glatt eine Klage beim Arbeitsgericht gewinnen oder?

Genau, oder ...



Zitat (von Kimmie600):
aber könnte ich dann nicht eine Abfindung verlangen?

Bekanntermaßen kann man ja fast alles verlangen.
Probleme gibt es meist erst beim „bekommen" bzw. „durchsetzen", denn da spielen eine Vielzahl
von Faktoren (kann er, will er, darf er, ist er vertraglich verpflichtet, sind diese vertraglichen
Verpflichtungen gültig, Gesetze, Verordnungen, …) mit.

Falls dann - so wie hier - keine Rechtsgrundlage erkennbar ist, tendieren die Erfolgsaussichten gegen 0.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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