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Kündigungsfrist - Anrechnung der Betriebszugehörigkeit

10. Dezember 2019 Thema abonnieren
 Von 
guest-12311.12.2019 16:22:34
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Kündigungsfrist - Anrechnung der Betriebszugehörigkeit

Hallo Zusammen,
vielleicht kann mir jemand helfen :)
Der Sachverhalt sieht folgendermaßen aus - Werkstudententätigkeit angefangen im Juni 2017, am 15. Oktober 2018 wurde ich von der Firma übernommen. Ich habe dann einen neuen unbefristeten Vertrag ab Mitte Oktober mit sechs Monaten Probezeit bekommen. Wie sieht jetzt die Kündigungsfrist aus? Ich würde gerne zum 15. Dezember kündigen, ist das rechtens?

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12328.05.2020 09:37:38
Status:
Student
(2498 Beiträge, 499x hilfreich)

Meines Erachtens zählen die Zeiten der Tätigkeit als Werkstudent zur Betriebszugehörigkeit.

Ob dennoch eine fristgerechte Kündigung zum 15.12.2019 möglich ist, kann hier in Ermangelung von notwendigen Angaben nicht gesagt werden. Welche Kündigungsfrist wurde denn vereinbart?

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#2
 Von 
guest-12311.12.2019 16:22:34
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe die gesetzliche Kündigungsfrist von 4 Wochen zur Monatsmitte oder -ende

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#3
 Von 
spatenklopper
Status:
Unparteiischer
(9559 Beiträge, 3962x hilfreich)

Zitat (von twiggy123):
gesetzliche Kündigungsfrist von 4 Wochen zur Monatsmitte oder -ende


Keine verkürzte Kündigungsfrist in der Probezeit?

Zitat (von twiggy123):
Ich würde gerne zum 15. Dezember kündigen


Da wir den 10. Dezember haben, dürfte eine Kündigung, bei einer Kündigungsfrist von 4 Wochen, zum 15. schwierig werden....

Oder willst Du am 15.12. kündigen, so dass der Vertrag am 31.12 endet?


-- Editiert von spatenklopper am 10.12.2019 16:39

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#4
 Von 
guest-12328.05.2020 09:37:38
Status:
Student
(2498 Beiträge, 499x hilfreich)

Das Arbeitsverhältnis kann fristgerecht frühestens zum 15.01.2020 gekündigt werden. Die Kündigungsfrist von vier Wochen ist hierbei zu beachten.

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#5
 Von 
guest-12311.12.2019 16:22:34
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich wollte diesen Freitag die Kündigung abgeben, so dass ich dann noch vier Wochen in der Firma bleibe und ab Mitte Januar eine neue Stelle antreten darf. Wahrscheinlich habe ich mich falsch geäußert.

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#6
 Von 
guest-12311.12.2019 16:22:34
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Ratsuchender@123net):
Das Arbeitsverhältnis kann fristgerecht frühestens zum 15.01.2020 gekündigt werden. Die Kündigungsfrist von vier Wochen ist hierbei zu beachten.


Ich habe irgendwo gelesen, dass die Betriebszugehörigkeit auch während der Werkstudententätigkeit auch angerechnet wird.
In diesem Fall wäre ich ja seit über zwei Jahren im Betrieb und hätte dann eine KF von 4 Wochen zum Monatsende, oder irre ich mich?

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#7
 Von 
guest-12328.05.2020 09:37:38
Status:
Student
(2498 Beiträge, 499x hilfreich)

Kündigungstermin, gesetzliche und vertragliche Kündigungsfrist sind Begriffe, die unterschieden werden müssen.

Ich gehe davon aus, dass hier die gesetzliche Kündigungsfrist nach 622 Absatz 1 BGB gilt. Hiernach kannst Du mit einer Frist von vier Wochen zum Ende eines Monats oder zum 15. eines Monats kündigen. Die in Absatz zwei des gleichen Paragrafen genannten Kündigungsfristen und -termine gelten für Dich nicht, sofern es nicht ein entsprechende vertragliche Vereinbarung gibt. Insoweit ist auch die Dauer Deiner Betriebszugehörigkeit für deine (Arbeitnehmer-)Kündigung unbeachtlich.

Es macht im Übrigen Sinn, in dem Kündigungsschreiben um Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses zu bitten.

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#8
 Von 
guest-12311.12.2019 16:22:34
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank Ratsuchender für Deine Nachricht.
Ich habe nochmal in meinem Vertrag nachgeschaut und da steht, dass der AN eine Kündigungsfrist nach 622 A Absatz 1 BGB hat. Wenn es um den AG geht, dann hat er eine KF nach 622 Absatz 2 BGB und die gestaffelte KF gilt auch für den AN.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
guest-12328.05.2020 09:37:38
Status:
Student
(2498 Beiträge, 499x hilfreich)

Die arbeitsvertraglicher Regelung, nach der sich die gesetzliche Kündigungsfrist auch für eine Kündigung durch den Arbeitnehmer verlängert, ist rechtens. Wenn Du als durchgängig seit Juni 2017 in dem Betrieb beschäftigt bist, hast Du nach 622 Absatz 2 BGB eine Kündigungsfrist von einem Monat zum Ende des Kalendermonats, so dass Du somit frühestens fristgerecht zum 31.01.2020 das Arbeitsverhältnis kündigen kannst.

Oft ist es jedoch so, dass in solchen Fällen mit dem Arbeitgeber zu sprechen ist und ein Aufhebungsvertrag, der ein frühes Ende der Beschäftigung vorsieht, geschlossen werden kann.

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