Kündigungsfrist von 1 auf 3 Monate

4. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
go645305-94
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Kündigungsfrist von 1 auf 3 Monate

Hallo, ich arbeite derzeit bei einem Arbeitgeber wo ich einen Kündigungsfrist von 1 Monat zum Monatsende habe.
Ich habe einen neuen Job jedoch erst mit Beginn zum 01.02.24. Gerne möchte ich bei der Firma jetzt schon kündigen und aber in der Kündigung den 31.01.24 als Ausrittstag vermerken. Regulär wäre bei der jetzigen Kündigung ein Austritt zum 30.11.23 möglich.
Kann der Arbeitgeber dann darauf bestehen?

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31676 Beiträge, 5593x hilfreich)

Zitat (von go645305-94):
Gerne möchte ich bei der Firma jetzt schon kündigen und aber in der Kündigung den 31.01.24 als Ausrittstag vermerken.
Ja, das geht. Du kannst jetzt zum 31.01.24 kündigen.
...aber warum?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17271 Beiträge, 6443x hilfreich)

Das kannst du machen - ich halte es aber für nicht wirklich geschickt.
Denn die K-Frist gilt für den AG in gleicher Weise und er könnte sich herausgefordert sehen, eine Gegenkündigung zu lancieren. Wenn du aus der Probezeit heraus bist, braucht er allerdings einen K-Grund.

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#3
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17271 Beiträge, 6443x hilfreich)

Zitat (von go645305-94):
Regulär wäre bei der jetzigen Kündigung ein Austritt zum 30.11.23 möglich.
Kann der Arbeitgeber dann darauf bestehen?

... um auch diese Frage noch zu beantworten: Nein, kann er nicht. Denn die K-Frist ist eine Mindestfrist, längerer Vorlauf geht also, Verkürzung aber nicht.

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#4
 Von 
dummfragerin
Status:
Praktikant
(759 Beiträge, 335x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
Denn die K-Frist gilt für den AG in gleicher Weise und er könnte sich herausgefordert sehen, eine Gegenkündigung zu lancieren. Wenn du aus der Probezeit heraus bist, braucht er allerdings einen K-Grund.


Das könnte der Arbeitgeber. Aber nur, wenn für ihn auch die kurze Frist gilt. Je nach Betriebszugehörigkeit muss das nicht sein. Bei einem größeren Betrieb sehe ich die Gefahr auch eher nicht (da ein Kündigugsgrund benötigt wird, evtl. auch ein BR vorhanden ist,..). Bei einem Kleinbetrieb könnte es aber passieren, da bei weniger als 10 Mitarbeitern auch kein Kündigungsschutz gilt.

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#5
 Von 
go645305-94
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich möchte das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlassen. Andere Kolleginnen und Kollegen die gekündigt haben, wurden dann sofort freigestellt. Ich möchte dies als Puffer zur Jobsuche nutzen. Da ich gut qualifiziert bin, sehe ich keine Probleme darin schnell wieder etwas zu finden.
Meine Betriebsangehörigkeit beträgt aktuell 1,5 Jahre.

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118806 Beiträge, 39630x hilfreich)

Zitat (von go645305-94):
aber in der Kündigung den 31.01.24 als Ausrittstag vermerken.

Man arbeitet auf einem Gestüt?



Zitat (von go645305-94):
Kann der Arbeitgeber dann darauf bestehen?

Ja, kann er, denn bestehen kann man ja auf fast alles.

Probleme gibt es meist erst beim „bekommen" bzw. „durchsetzen", denn da spielen eine Vielzahl von Faktoren (kann er, will er, darf er, ist er vertraglich verpflichtet, sind diese vertraglichen Verpflichtungen gültig, …) mit.

Falls dann keine Rechtsgrundlage erkennbar ist, tendieren die Erfolgsaussichten gegen 0.



Zitat (von blaubär+):
und er könnte sich herausgefordert sehen, eine Gegenkündigung zu lancieren.

Wobei die Hürden für eine Gegenkündigung höher liegen als die einer normalen Kündigung.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#7
 Von 
vacantum
Status:
Praktikant
(897 Beiträge, 142x hilfreich)

Zitat (von go645305-94):
Andere Kolleginnen und Kollegen die gekündigt haben, wurden dann sofort freigestellt. Ich möchte dies als Puffer zur Jobsuche nutzen.
Man hat keinen Anspruch auf Freistellung! Es kann also passieren, dass man bis zum letzten Tag arbeiten muss.

Zitat (von go645305-94):
Ich habe einen neuen Job jedoch erst mit Beginn zum 01.02.24.
Zitat (von go645305-94):
Ich möchte dies als Puffer zur Jobsuche nutzen. Da ich gut qualifiziert bin, sehe ich keine Probleme darin schnell wieder etwas zu finden.
Und was nun? Neuer Arbeitsvertrag schon unterschrieben oder doch nicht?

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