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Kündigungsschutz wegen Depressionen?

 Von 
KuBii
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Kündigungsschutz wegen Depressionen?

Guten Abend,
Ich habe eine Frage, und zwar, bin ich im Sicherheitsdienst seit dem 22.01.18 tätig,
Seit dem 23.5 allerdings Krankgeschrieben aufgrund diverser Vorfällen und Verdacht auf Depression,
1. Grund ist,
daß ich nur noch Arbeiten war, jedes Wochenende Nachtdienst hatte (19:00-07:00) bzw. 5 bis 6 Tage die Woche
Spricht, 5 Nächte Arbeiten, einen Schlaftag, einen richtigen freien Tag und dann wieder durchgängig Arbeiten keine Zeit mehr für mein Sohn 15 Monate alt und keine Zeit mehr für meine Schwangere Frau,
Nächster Grund,
Dazu kommt der tägliche Stress mit einem Arbeitskollegen, wo es schon fast zu einer Körperlichen Auseinandersetzung kam, mit Bedrohung und beleidigungen.

Nun will ich mich aufgrund meiner momentanen Situation beraten und ggf. Behandeln lassen zwecks Depressionen,

Da mein Chef schon angedroht hat mich zu kündigen während der Krankschreibung ist nun die Frage, ob ich in den Kündigungsschutz Falle oder nicht, wenn sich die Depression bestätigen sollte?

-- Editiert von KuBii am 05.06.2018 22:19

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Krankheit Chef Frage Krankschreibung


10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9336 Beiträge, 2958x hilfreich)

Zitat (von KuBii ):
Da mein Chef schon angedroht hat mich zu kündigen während der Krankschreibung ist nun die Frage, ob ich in den Kündigungsschutz Falle oder nicht, wenn sich die Depression bestätigen sollte?


Von welchem Kündigungsschutz schreibst Du?

Berry

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(93908 Beiträge, 36063x hilfreich)

Krankheit ist kein Element das im Kündigungsschutz zum tragen kommt.
Im Gegenteil, Krankheit kann sogar eine Kündigung erst begründen und rechtfertigen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(93908 Beiträge, 36063x hilfreich)

Zitat (von cabel):
Alkoholismus gilt ja inzwischen als Krankheit. Der AG darf dem AN nicht so einfach kündigen deswegen, wenn er nicht vorher alles versucht hat dem Betroffenen zu helfen.

Da ist das Element des Kündigungsschutzes aber das Versäumnis des Arbeitgeber, nicht die Krankheit.



Zitat (von cabel):
Einem muss betriebsbedingt gekündigt werden, greift die Sozialauswahl.

Ehrlich gesagt, habe ich in keinem meiner Betriebe bisher so was machen müssen. Ich bevorzuge Lösungen ohne Sozialauswahl.
Von daher kann ich dazu nichts sagen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#6
 Von 
eh1960
Status:
Master
(4230 Beiträge, 1122x hilfreich)

Zitat (von KuBii ):

Da mein Chef schon angedroht hat mich zu kündigen während der Krankschreibung ist nun die Frage, ob ich in den Kündigungsschutz Falle oder nicht, wenn sich die Depression bestätigen sollte?

Länger andauernde Erkrankungen können eine personenbedingte Kündigung rechtfertigen.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33687 Beiträge, 12983x hilfreich)

@ cabel: Krankheit ist dann ein Kündigungsgrund, wenn die Zukunftsprognose schlecht ist. Bei Alkoholkrankheiten hat sich die Rechtsprechung im Laufe der Jahre dahingehend festgelegt, dass man von einer positiven Zukunftsprognose ausgeht, wenn der Alkoholiker eine Therapie macht, und zwar vollständig ohne Abbruch. Kommt es zum Rückfall, dann ist da auch das Ende der Fahnenstange erreicht. Der Alkoholiker wird also genau genommen nicht anders behandelt als jeder andere Kranke auch. Und Achtung: Kündigungsgrund muss keine lang anhaltende Krankheit sein, es geht auch bei ständigen Kurzzeiterkrankungen. Es geht letztlich um die Planbarkeit für den Arbeitgeber.

Und - nicht bei jeder betriebsbedingten Kündigung greift die Sozialauswahl.

wirdwerden

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#8
 Von 
arbeitsrechtler45
Status:
Beginner
(60 Beiträge, 4x hilfreich)

Hallo
was Du beschrieben hast hört sich so an als solltest Du nicht in deinen Job bleiben.
Wenn Du Dich beraten lässt, findest Du bestimmt eine Möglichkeit einen Job zu finden der Dir Spass macht. Dann wirst Du Dich automatisch besser fühlen.

Alles Gute Dir
Michael

Signatur:

Neue Mandanten mit einem Eintrag im Anwaltsverzeichnis finden: www.verzeichnis-anwalt.de

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#9
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(41263 Beiträge, 14769x hilfreich)

Der Fragesteller ist weniger als 6 Monate bei der aktuellen Firma beschäftigt. Daher hat er keinen Kündigungsschutz und ihm kann jederzeit ohne Begründung auch während der Krankschreibung gekündigt werden.

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#10
 Von 
DumitruKurier
Status:
Praktikant
(515 Beiträge, 141x hilfreich)

Wenn dich die Arbeit eh krank macht, was willst du denn da.

Zitat:
Spricht, 5 Nächte Arbeiten, einen Schlaftag, einen richtigen freien Tag und dann wieder durchgängig Arbeiten

5 Nächte Arbeiten - dann schläft man tagsüber
1 Schlafttag - Also Samstag
und ein Freien also Sonntag
ist doch das selbe wie bei allen anderen nur eben Nachts. Was jammerst du da rum. Du hast dich dich auf so eine stelle Beworben ?

Ich würde mich statt "beraten ob ich Depressionen" einfach mal bewerben, bilden und suchen. Vor allem wenn man mehrfach Nachkommen zeugt.

Krankheit schützt nicht vor entlassung. Wenn du aus gesundheitlichen Gründen nicht kannst ist das ein Kündigungsgrund.

Falls du echt krank bist: Gute Besserung
Wenn nicht lass dir..... Verantwortung ...wachsen

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