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Kündigungsschutzklage: Was wäre wenn...

 Von 
Schalkefan
Status:
Praktikant
(670 Beiträge, 103x hilfreich)
Kündigungsschutzklage: Was wäre wenn...

X wird betriebsbedingt gekündigt, reicht Kündigungsschutzklage ein. Ein Gütetermin steht in Kürze an. Nehmen wir mal an, die Parteien können sich nicht auf einen Vergleich einigen und es läuft auf eine Gerichtsverhandlung hinaus.
Oftmals wird diese ja erst monatelang in der Zukunft liegen.
Da X den Ausgang ja nicht vorher sagen kann, begibt er sich natürlich auf Arbeitssuche. Nehmen wir weiterhin an, dass ich recht schnell fündig wird. Was würde nun passieren, wenn X also bereits seit mehreren Monaten in einer neuen Stelle arbeitet, dann der Gerichtstermin ansteht und die Kündigung als nicht wirksam vom Gericht befunden wird. Das bedeutet ja eigentlich, das X weiterhin beim alten Arbeitgeber angestellt ist? Aber wie soll das gehen? Kann es sein, dass er dann den neuen Job aufgeben muss um wieder beim alten Arbeitgeber anzufangen? Dort ist das Vertrauensverhältnis natürlich dahin, und man möchte ja vielleicht lieber beim neuen Arbeitgeber bleiben. Irgendwie wird ja dann die Kündigungsschutzklage ad absurdum geführt wenn darüber erst entschieden wird wenn der klagende bereits seine Arbeitssituation wieder neu geregelt hat...



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Kündigungsschutzklage Job Arbeitgeber Gericht


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Gelehrter
(11447 Beiträge, 4786x hilfreich)

Es gibt da zwei Möglichkeiten, denke ich
A) die Kündigungsschutzklage zurückziehen, da/wenn und weil kein Interesse mehr besteht.
B) darauf vertrauen, dass auch der AG das AV nicht aufrechterhalten will. Ggf. wird der Vertrag dann doch noch aufgelöst und es schaut viell. noch eine Abfindung heraus.

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#2
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6949 Beiträge, 3833x hilfreich)

Das wird durch $ 12 KSchG geregelt. Der AN kann binnen einer Woche nach Rechtskraft des Urteils gegenüber dem alten AG erklären, dass er das Arbeitsverhältnis nicht fortsetzen will.

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#3
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17629 Beiträge, 7801x hilfreich)

Der Richter weiß auch, dass für viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses keine Alternative darstellt, auch wenn man nur darauf vor Gericht klagen kann. Das Verhältnis ist doch in der Regel zerrüttet, wenn man erstmal vor Gericht steht.
Also wird bei Unrechtmäßigkeit der Kündigung häufig eine Abfindung und die Beendigung des Arbeitsverhältnisses vereinbart. Dann passt es ja.

Signatur:Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.
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