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Langjährige Betriebszugehörigkeit.

1. November 2019 Thema abonnieren
 Von 
Sternchen08
Status:
Praktikant
(615 Beiträge, 194x hilfreich)
Langjährige Betriebszugehörigkeit.

Ich könnte Hilfe und Rat brauchen.
Bin schon viele Jahre in meiner Firma, und mein Chef war mit meinen Leistungen stets zufrieden, bis sich das vor einigen Monaten gravierend änderte. Er will mich loswerden und lässt sich immer wieder etwas einfallen, um mich zu verunsichern, erteilte sogar eine Abmahnung, die nur lachhaft war. Sie wurde zurückgenommen.

Er setzt alles daran, mich so zu triezen, dass ich das Handtuch werfen und entnervt kündigen soll, weil er dann keine Abfindung zahlen müsste.

Ich bezeichne das, was er treibt, als Mobbing. Ich merke mit jedem Tag, den ich in der Firma arbeiten muss, dass mir das sehr schadet (bin in ärztlicher Behandlung deswegen und krank geschrieben).

Die für mich unerträglich gewordene Situation würde ich sehr gerne beenden, will aber möglichst nicht die mir zustehende, recht hohe Abfindung, aufgeben.

Die Firma hat keinen Betriebsrat. Es entscheidet der Chef, und der weiss, was gut ist für seine Mitarbeiter.

Ich sehe zur Zeit nicht, wie ich das Problem lösen kann. Da ich seit 2009 zum Forum gehöre und häufig Hilfe gefunden habe, klopfe ich bei den Laien–Experten wieder einmal an.

Wegen Mobbing zu klagen, ist nach meiner Erfahrung, die ich vor vielen Jahren gemacht habe, sehr schwierig bis unmöglich, auch bei Führung von „Tagebuch" oder Notizen. Die Kollegen als Zeugen zu benennen, verbietet sich. Die wollen ihren Arbeitsplatz nicht gefährden und müssen in diesem Unternehmen auch weiterhin arbeiten.

Danke & Grüsse
sternchen08 ‍♀

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(15006 Beiträge, 5782x hilfreich)

Trotzdem: Es ist sinnvoll ein Mobbingtagebuch zu führen. Machst du das?

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5277 Beiträge, 2422x hilfreich)

Zitat (von Sternchen08):
will aber möglichst nicht die mir zustehende, recht hohe Abfindung, aufgeben.


Auf welcher Rechtsgrundlage sollte dir eine Abfindung zustehen?
Es gibt nur sehr beschränkt einen Anspruch auf Abfindung und deiner Schilderung kann ich keinen dieser Fälle entnehmen.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105927 Beiträge, 37839x hilfreich)

Zitat (von Sternchen08):
Er setzt alles daran, mich so zu triezen, dass ich das Handtuch werfen und entnervt kündigen soll, weil er dann keine Abfindung zahlen müsste.

Es gibt ohne besondere Vereinbarung keine Pflicht zur Abfindung bzw. kein Recht auf eine Abfindung.

Existiert so eine Vereinbarung? Wenn ja, wie lautet sie?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Sternchen08
Status:
Praktikant
(615 Beiträge, 194x hilfreich)

Ich danke Euch für Euer rasches Feedback.

In der Tat. Es gibt für eine Abfindung keine Grundlage. Irrtum meinerseits. ‍♀

Also, in erster Linie geht es für mich darum, baldmöglich und ohne grösseren Schaden für mich , aus diesem Unternehmen ausscheiden zu können.

Und da habe ich mir weitere Gedanken gemacht, wie ich das hinkriegen kann. Das muss ich sehr sorgfältig überlegen und planen.



Signatur:

Beste Grüße
das sternchen08

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Ally McBeal
Status:
Schüler
(365 Beiträge, 94x hilfreich)

hi,

der AG möchte ja scheinbar nicht kündigen; du suchst eine Möglicheit schnell da weg zu kommen:

der praktikabelste Weg ist wohl der, sich erst einen neuen Job zu suchen und dann beim jetzigen AG zu kündigen. (vorher natürlich gesund werden, damit man auch für einen neuen AG fit ist)

LG

Ally

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Sternchen08
Status:
Praktikant
(615 Beiträge, 194x hilfreich)

Ja, sehe ich genauso. Eine andere Möglichkeit sehe ich heute Abend auch nicht.

Signatur:

Beste Grüße
das sternchen08

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25940 Beiträge, 4876x hilfreich)

Wenn der AG einen AN loswerden will---und der AN das längst merkt (ob mit oder ohne Mobbing)--- dann sollte der AN darüber nachdenken, mit dem AG einen Aufhebungsvertrag unter Einbeziehung einer Abfindung zu vereinbaren.
kurz: ich merke längst, dass du mich lieber heute als morgen aus der Firma raus haben willst. Ich will auch nicht mehr so recht. Lass uns einen Aufhebungsvertrag schließen. Und zahl mir eine Abfindung in Höhe von X--- schon bin ich weg.

Vorher sollte der AN sich natürlich einen Anschlußjob suchen...diesen zunächst *warm halten*....

Zitat (von Sternchen08):
bis sich das vor einigen Monaten gravierend änderte.
Was ist passiert?

2x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Sternchen08
Status:
Praktikant
(615 Beiträge, 194x hilfreich)

Anami, Danke.

Auch diese Variante habe ich schon durchgespielt. Das würde ich NUR unter Mitwirkung meiner Gewerkschaft und eines FA für Arbeitsrecht angehen wollen. Wenn der AG, dem ich zu teuer geworden bin (Qualifikation, langjährige Zugehörigkeit) dem nichts abgewinnen kann, stehe ich wie ein Depp da. Seine Intention und was es ihm wert ist, wenn er mich los werden kann, muss sorgfältig ausgelotet werden.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
guest-12328.05.2020 09:37:38
Status:
Student
(2498 Beiträge, 500x hilfreich)

Zitat (von Anami):
kurz: ich merke längst, dass du mich lieber heute als morgen aus der Firma raus haben willst. Ich will auch nicht mehr so recht.


Den letzten Satz würde ich tunlichst weglassen. Hiermit zeigt sie doch nur dem Arbeitgeber an, dass seine Strategie Früchte trägt. Wenn dem dann so ist, wieso sollte er nicht noch so lange weitermachen, bis die Fragestellerin auch ohne Abfindung vom Hof geht?

2x Hilfreiche Antwort

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