Lohnzahlung bei Freistellung

5. Dezember 2014 Thema abonnieren
 Von 
Littleroa
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 4x hilfreich)
Lohnzahlung bei Freistellung

Hallo zusammen. Folgendes Szenario steht bei meiner Frau an.

Ihr Arbeitgeber hat die Vorgabe, dass ALLE Mitarbeiter einen gewissen Impfstatus haben müssen. Jetzt ist meine Frau schwanger und wird die nötigen Impfungen erst nach der Entbindung bekommen. Durch die fehlenden Impfungen darf sie nicht arbeiten und wird wohl freigestellt bis zur Entbindung.

Bekommt sie dann weiter Ihren Lohn (450€ Job) oder wäre das eine unbezahlte Freistellung?

Danke für Eure Antworten

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Herr Müller 176
Status:
Schüler
(188 Beiträge, 147x hilfreich)

1.:

quote:
einen [color=red]gewissen[/color] Impfstatus haben müssen


zu ungenau, möglicherweise abhängig vom "beruf"

2.:
quote:
wird die nötigen Impfungen erst nach der Entbindung bekommen


weil sie "es" so will oder weil ihr arzt ihr davon abrät ?

3.:
quote:
Durch die fehlenden Impfungen darf sie nicht arbeiten und wird wohl freigestellt bis zur Entbindung.


es gibt ein "Gesetz zum Schutz der erwerbstätigen Mutter"

muschg

dort:

§ 3 Beschäftigungsverbote für werdende Mütter
(1) Werdende Mütter dürfen nicht beschäftigt werden, soweit nach ärztlichem Zeugnis Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet ist.
(2) Werdende Mütter dürfen in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung nicht beschäftigt werden, es sei denn, dass sie sich zur Arbeitsleistung ausdrücklich bereit erklären; die Erklärung kann jederzeit widerrufen werden.

gedankengang:

wenn eine bzw. mehrere impfungen von ag gefordert werden und der/ein arzt diese als gefährdung in obigen sinne "bezeugt" gilt ein beschäftigungsverbot

muschg

§ 11 Arbeitsentgelt bei Beschäftigungsverboten
(1) Den unter den Geltungsbereich des § 1 fallenden Frauen ist, soweit sie nicht Mutterschaftsgeld nach den Vorschriften der Reichsversicherungsordnung beziehen können, vom Arbeitgeber mindestens der Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen oder der letzten drei Monate vor Beginn des Monats, in dem die Schwangerschaft eingetreten ist, weiter zu gewähren, wenn sie wegen eines Beschäftigungsverbots nach § 3 Abs. 1, §§ 4, 6 Abs. 2 oder 3 oder wegen des Mehr-, Nacht- oder Sonntagsarbeitsverbots nach § 8 Abs. 1, 3 oder 5 teilweise oder völlig mit der Arbeit aussetzen. Dies gilt auch, wenn wegen dieser Verbote die Beschäftigung oder die Entlohnungsart wechselt. Wird das Arbeitsverhältnis erst nach Eintritt der Schwangerschaft begonnen, so ist der Durchschnittsverdienst aus dem Arbeitsentgelt der ersten 13 Wochen oder drei Monate der Beschäftigung zu berechnen. Hat das Arbeitsverhältnis nach Satz 1 oder 3 kürzer gedauert, so ist der kürzere Zeitraum der Berechnung zugrunde zu legen. Zeiten, in denen kein Arbeitsentgelt erzielt wurde, bleiben außer Betracht.
(2) Bei Verdiensterhöhungen nicht nur vorübergehender Natur, die während oder nach Ablauf des Berechnungszeitraums eintreten, ist von dem erhöhten Verdienst auszugehen. Verdienstkürzungen, die im Berechnungszeitraum infolge von Kurzarbeit, Arbeitsausfällen oder unverschuldeter Arbeitsversäumnis eintreten, bleiben für die Berechnung des Durchschnittsverdienstes außer Betracht. Zu berücksichtigen sind dauerhafte Verdienstkürzungen, die während oder nach Ablauf des Berechnungszeitraums eintreten und nicht auf einem mutterschutzrechtlichen Beschäftigungsverbot beruhen.
(3) Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates Vorschriften über die Berechnung des Durchschnittsverdienstes im Sinne der Absätze 1 und 2 zu erlassen.

also:

quote:
Bekommt sie dann weiter Ihren Lohn (450€ Job) oder wäre das eine unbezahlte Freistellung?


"freistellung" ja "unbezahlt" nein

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Littleroa
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 4x hilfreich)

Also zum Beruf. Sie arbeite in einer Schulküche und bereitet das Essen für die Kinder zu.

Artze impfen Frauen nicht während der Schwangerschaft. Das hat den Hintergrund, dass, wenn dem Kind während der Schwangerschaft was passiert, die Impfung nicht der Grund sein kann. Es gibt zwar keinen Impfstoff, der dem Kind schädigt aber zur Vorsicht vor möglichen Klagen machen die Ärzte das nicht. Sie hatte ja schon mit einer Impfung angefangen.

Gruß

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Momentum
Status:
Beginner
(110 Beiträge, 36x hilfreich)

Wäre ja auch ein Ding, wenn man deswegen unbezahlt freigestellt werden würde. Die Schwangerschaft hat hier immerhin Vorang.

-----------------


-- Editiert Moderator am 09.12.2014 20:09

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
maestro1000
Status:
Lehrling
(1300 Beiträge, 729x hilfreich)

Schwangere/frische Mütter müssen sich auch keine Sorgen um finanzschwache Betriebe machen.

Jeder Betrieb kann sich die Lohnfortzahlung von der Krankenkasse über die "Umlage U2" wiederholen. Schließlich hat der Betrieb ja dort auch früher schon dafür eingezahlt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Umlage_U2

Gutes Gelingen

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1x Hilfreiche Antwort

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